Maike Schöfer: "Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens"

Maike Schöfer: "Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens"

26 Minuten

Beschreibung

vor 6 Monaten
„Nein“ gehört zu den ersten Wörtern, die wir Menschen lernen – im
Schnitt ungefähr im Alter von einem Jahr. Wir freuen uns über
dieses Mittel der Abgrenzung und rufen das Nein inbrünstig und
voller Stolz in die Welt. Je älter wir werden, desto schwerer fällt
das aber vielen von uns. Wir fühlen uns schuldig, haben Angst,
nicht mehr gemocht zu werden, wollen nicht enttäuschen oder
egoistisch wirken.
„Wir leben in einer Kultur des Ja-Sagens“, erklärt Maike Schöfer,
Pfarrerin in Berlin, queere Social-Media-Aktivistin, interreligiöse
Podcasterin und seit neuestem auch Buch-Autorin. „Nö“ heißt ihre
„Anstiftung zum Neinsagen“, eine Image-Kampagne für das kleine,
aber kraftvolle Wörtchen „Nein“, das auch sie sich erst wieder
zurück erobern musste.
Wie wurde Maike Schöfer von der Ja-Sagerin zur „Nö“-Schreiberin,
warum ist es ein Privileg, „Nein“ sagen zu können und wie schaffen
wir die Gratwanderung zwischen Selbstfürsorge und Egoismus? Warum
sollten wir die Institution Ehe hinterfragen, weshalb gehört hinter
Gott ein Gendersternchen und warum war Jesus ein radikaler Softie?
Das alles verrät Maike Schöfer im Gespräch mit Alexandra Friedrich.

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