Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio

Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio

17 Minuten

Beschreibung

vor 6 Monaten

Folge 10 Besatzungszeit – Junge Talente im
sowjetischen Radio


Objekt: Sujet zur „Russischen Stunde“ – Geschenk an
Johann Koplenig


Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft stand
Österreich bis 1955 unter der Besatzung der
Alliierten USA, Frankreich, Großbritannien und Sowjetunion
(heute Russische Föderation), die das Land von der
nationalsozialistischen Herrschaft befreit hatten. Diese übten
auch Kontrolle auf die Medien aus, wobei die Radio-Verkehrs-AG
(RAVAG) mit dem Sender Radio Wien unter sowjetischem
Einfluss stand. Im Rahmen der Sendung „Russische Stunde“
wurde ein Opernstudio, initiiert von der in der NS-Zeit
aus Österreich vertriebenen Schriftstellerin Anneliese
Fritz-Eulau, gegründet, um junge Sänger_innen und
Musiker_innen zu fördern.


Alle noch vorhandenen Aufnahmen dieses Opernstudios befinden sich
im Archiv des Instituts für Musikwissenschaft und
Interpretationsforschung der mdw. Sie ermöglichen einen
Einblick in die Beeinflussung der Kulturpolitik der
Nachkriegszeit durch die Sowjetunion beziehungsweise die
österreichische Kommunistische Partei.


Über Staffel 2:


Wir erzählen, wie die mdw zu dem geworden ist, was sie heute ist.
Anhand von Objekten aus dem Universitätsarchiv rollen wir die
Geschichte der mdw im Austrofaschismus, im Nationalsozialismus
und im Postnazismus auf.


Objekte aus dem Archiv der mdw, die bei der Ausstellung
„Klingende Zeitgeschichte in Objekten“  - Die mdw* im
Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Postnazismus gezeigt
wurden, werden akustisch in Szene gesetzt. Jede Folge verschränkt
Collagen aus Originaldokumenten, die als szenischer Text
arrangiert und eingelesen werden, mit zeitgenössischen
Originalkompositionen und Sounddesign.


Die unterschiedlichen Tonlagen aus Vergangenheit und Gegenwart
werden von Komponist:innen weiterentwickelt, von
Schauspiel-Studierenden werden sie zur Sprache gebracht. 


Credits dieser Folge:


Redaktions- und Produktionsteam: Severin Matiasovits, Doris
Piller, Eva Schörkhuber und Erwin Strouhal


Wissenschaftliche Aufarbeitung: Anita Mayer-Hirzberger


Text, Idee und Konzept: Eva Schörkhuber 


Musikalische Leitung: Jaime Volfson Reyes 


Assistenz der musikalischen Leitung: Cezara Procopciuc 


Originalkomposition: Micha Fazeli Pour 


Gespielt wurde die Originalkomposition von: Sonja Oberkofler –
Saxophone; Juan Alonso Moreda – Saxophone; Taikan Yamasaki –
Schlagzeug; Panagiotis Nikitaris – Klavier, Irini Liu -
Cello 


Sounddesign Tonmarken: Anton Vertipolokh 


Regie und Koordination der Sprachaufnahmen: Barbara
Bernhard 


Gesprochen haben: Coco Brell, Antonie Lawrenz, Elena Pfeiler,
Alexandra Schmidt, Simon Schofeld, Julian Rohrmoser 


Produktionstonmeister: Maximilian Fugger 


Koordination Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hans Groiss 


Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hannah Brandner, Johannes
Hartinger, Valentin Lindner, Malin Peters, Ferdinand
Rauchmann 


Koordination Tonmeister:innen Musikaufnahmen: Bernd
Oberlinninger 


Tonmeister Musikaufnahmen: Lukas Lützow, Ivan Mankevich, Florian
Six, Dominik Vogl 


Quellen:


Dokumente aus dem DokuFunk-Archiv: Die bisher im Opernstudio der
Russischen Stunde tätigen jungen Künstler. Wien, im Feber 1952.
dokufunk, 011_0866.


Anita Mayer-Hirzberger: Das Opernstudio der Russischen Stunde.
Nachwuchsförderung und sowjetische Propaganda. In: Klingende
Zeitgeschichte in Objekten – Die mdw* im Austrofaschismus,
Nationalsozialismus und Postnazismus. Beiträge zur Ausstellung an
der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,
https://repo.mdw.ac.at/klingende-zeitgeschichte/s/de/item/104
(Stand 21.2.2024)


Erwin Strouhal, Gedenkbuch für die im Nationalsozialismus
verfolgten Angehörigen der mdw – Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien. Band 2 der Studien zur Geschichte der
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,
Eigenverlag Wien: 2023


Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kassowitz, Gottfried‟, in:
Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf
Flotzinger, hg. von Barbara Boisits,
https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3d8 (Stand 25.3.2024)


Ein Jahr Opernstudio der Russischen Stunde. Öffentliches Konzert
im Sowjetischen Informationszentrum. Österreichische Zeitung, 19.
September 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische
Nationalbibliothek,
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510919&seite=5&zoom=33&query=%22Opernstudio%22&ref=anno-search
(Stand 25.3.2024) 


Hertha F.: Stimme aus dem Publikum. Gelungenes Konzert des
Opernstudios der Russischen Stunde. Österreichische Zeitung, 15.
März 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische
Nationalbibliothek,
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510315&query=%22Russischen%22+%22Stunde%22&ref=anno-search&seite=5
(Stand 12.4.2024) 


[Interview mit Tamara Dragan] „Die erste Pflicht des Künstlers
ist, mit ganzer Kraft für den Frieden zu arbeiten“.
Österreichische Zeitung, 4. November 1950, eingesehen auf ANNO,
Österreichische Nationalbibliothek,
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19501104&seite=6&zoom=33&query=%22Tamara%22&ref=anno-search
(Stand 12.4.2024)


Nina Hechenblaikner: Filme und andere Medien im besetzten
Österreich, Zusammenfassung eines Vortrags von Karin Moser an der
Universität Innsbruck 25.2.2019, abrufbar unter:
https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2019/filme-und-andere-medien-im-besetzten-oesterreich/
(Stand 23.4.2024)

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