#268 Matthias Moosbrugger – Aus Gründen: Baustelle der Zukunft
45 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Monaten
Wenn Häuser lernen könnten, würden sie zuhören, beobachten und
verstehen – nicht nur ihre Bewohner, sondern auch ihre eigene
Struktur, Nutzung und Umwelt. Genau diese Vision entwirft
Matthias Moosbrugger, CMO der Romberg Gruppe. Seine Idee vom
intelligenten Gebäude ist keine Science-Fiction, sondern eine
Konsequenz aus digitalen Zwillingen, Mustererkennung und
technologischer Effizienz. Was sich auf der Baustelle als
Datensammlung und Simulation ankündigt, wird im Gebäude zum
lernenden System: ein Haus, das sich nicht umbaut, aber mitdenkt.
Dabei verschiebt sich der Fokus vom klassischen Handwerk zur
orchestrierten Prozesswelt – unterstützt durch KI, aber nie als
Selbstzweck. Technologie dient, sagt Matthias, der besseren
Lösung, nicht dem Selbstverlieben in Tools. Und doch ist ihre
Kraft transformativ: Bauarbeiter werden zu Wissensvermittlern in
Gamification-Simulatoren, Baustellen zu temporären Fabriken mit
industrieller Logik, und Planungsfehler zu maschinell
antizipierbaren Abweichungen.
Auch im Ressourcenumgang wird neu gedacht: 90 Prozent des
Aushubmaterials recycelbar? Heute Realität. Aber wirtschaftlich?
Noch nicht immer. Doch die Rechnung wird sich umkehren – wenn
Ressourcen knapp und Kreisläufe notwendig werden. Das gilt für
Boden wie für Holz, das nicht mehr verheizt, sondern veredelt
wird – mit der Option, es nach 150 Jahren immer noch als
Brennstoff zu nutzen.
So entsteht ein neues Narrativ: nicht vom Bauen als
Chaosmanagement, sondern als lernendes, ressourcenschonendes,
menschenzentriertes System. Ein Haus, das versteht.
Die Podcastfolge mit Dominik Campanella von Concular findet sich
hier: https://www.carls-zukunft.de/259-dominik-campanella/
Zu Gast:
Matthias Moosbrugger, CMO der Rhomberg Gruppe
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