#266 Emilia Roig – Streiten für Gerechtigkeit
41 Minuten
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Beschreibung
vor 8 Monaten
Verzicht auf Illusionen ist der erste Schritt zur Veränderung.
Emilia Roig bringt in ihrer Auseinandersetzung mit sozialer
Gerechtigkeit und Klimakrise eine radikale, fast poetische
Diagnose auf den Punkt: Wir leben nicht in einer Krise, sondern
in einem destruktiven System, das genau so funktioniert, wie es
gedacht war. Was uns fehle, sei nicht Erkenntnis, sondern
Vertrauen – in unsere Fähigkeit, eine andere Welt zu entwerfen.
Kapitalismus, Reichtum, Erfolg, Leistung: Emilia dekonstruiert
diese Begriffe als Bestandteile eines kollektiven Selbstbetrugs.
Ihre Gegenvorschläge sind keine simplen Umwertungen, sondern
Neuverortungen im Kontext von Fülle, Kooperation und Ökosystem.
Reichtum wird nicht mehr als Akkumulation, sondern als geteilte
Gegenwart verstanden. Erfolg ist nicht das Echo
gesellschaftlicher Anerkennung, sondern ein subjektives Gefühl
von Verbundenheit und Sinn.
Der wahre Kipppunkt liegt für Emilia in der Lohnarbeit. Wer hier
neu denkt, verändert automatisch Bildung, Sozialsysteme und unser
Verhältnis zu Zeit. Die Gleichung „Zeit gegen Geld“ sei obsolet –
in einer Welt, in der Geld bereits im Überfluss vorhanden ist,
sei die Zeit das eigentliche knappe Gut. Ihre Forderung ist keine
sanfte Reform, sondern eine Schritt-für-Schritt-Revolution:
radikal, konkret, und überraschend hoffnungsvoll.
Der in der Folge genannte Artikel Emilia Roigs findet sich hier:
https://emiliazenzile.substack.com/
Zu Gast:
Emilia Roig, Politikwissenschaftlerin und Autorin
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