Die stille Revolution aus Ostwestfalen-Lippe - Dominik Gross (Founders Foundation)
30 Minuten
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Beschreibung
vor 8 Monaten
Dominik Gross ist kein typischer Gründer und doch hat er
Pionierarbeit geleistet - mit Wurzeln in einer Region, die lange
niemand auf dem Gründungsradar hatte: Ostwestfalen-Lippe. "Wir
haben in der ganzen Region vier Startups gezählt", erinnert sich
Gross. Das war 2016. Damals gründete er mit der
Bertelsmann-Stiftung die Founders Foundation in Bielefeld. Heute
ist daraus ein Ökosystem mit Investorennetzwerk,
Matching-Programmen und der jährlichen Startup-Konferenz
"Hinterland of Things" entstanden: Die Region bündelt die Kraft des
deutschen Mittelstands. "Im Herzen bin ich Architekt. Ich baue gern
Dinge auf und sehe, wie sie Wirklichkeit werden", sagt Gross. Sein
Ansatz: eine praxisnahe Startup-Schule für technologieorientierte
Gründerinnen und Gründer. Kein Inkubator, kein Fonds, sondern ein
gemeinnütziges Ausbildungsmodell. Von Anfang an mit dabei:
Mittelständler wie Miele, Oetker oder Dr. Wolff. Heute bilden sie
die "Hinterland Allianz", ein Netzwerk aus 13 Familienunternehmen,
das die Konferenz und das Gründerumfeld aktiv mitprägt. Doch der
Start war zäh. "Das erste Event war draußen, im Januar -
Spanferkel, heißer Sliwowitz, 30 Leute. So fing es an", erzählt
Gross. Heute rückt Ostwestfalen-Lippe wieder in den Fokus, auch
wegen der Veränderungen am Arbeitsmarkt. "Viele, die sich in Berlin
die Hörner abgestoßen haben, kommen zurück, wenn sie Familie
gründen", sagt Gross. "Sie erwarten modernes Arbeiten. Das müssen
wir bieten." Tatsächlich hat sich viel getan: Co-Working-Spaces,
offene Büros, neue Führungskulturen - verstärkt durch Corona. Laut
OWL Startup Monitor 2024 sind Hochschulen wie Bielefeld oder
Paderborn an 76 Prozent aller Gründungen beteiligt. Schwachstelle
bleibt die Finanzierung: 81 Prozent der Startups in der Region
stemmen sich aus eigenen Mitteln - weit mehr als im Bundesschnitt.
Auch die Politik steht in der Pflicht. "Wenn wir nächstes Jahr hier
sitzen, möchte ich am Vortag mit einer App gründen - und am Abend
der 'Hinterland'-Konferenz ist alles erledigt", sagt Gross. Sein
Appell: Deutschland muss seine dezentralen Potenziale nutzen. Ein
deutsches Silicon Valley wird es nicht geben, aber Städte wie
Aachen, Karlsruhe, Dresden, Dortmund und Bielefeld haben Potenzial:
"Wir müssen in den Flächenregionen aufwachen." Das Modell könne nur
skalieren, wenn auch Universitäten unternehmerischer denken und das
Risikokapital nicht in Bürokratie, sondern in Innovation fließt.
Themen gibt es genug: "KI ist Grundvoraussetzung. Der Chipmarkt
wächst. Raumfahrt, Defence-Tech, Dual-Use-Innovationen entstehen",
sagt Gross. Viele Mittelständler sind längst Teil dieser
Entwicklung. Was sich sonst noch in OWL bewegt und warum Dominik
Gross für mehr Wettbewerb zwischen Kommunen bei der Digitalisierung
plädiert, erzählt er in der neuen Folge von "So techt Deutschland".
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Pionierarbeit geleistet - mit Wurzeln in einer Region, die lange
niemand auf dem Gründungsradar hatte: Ostwestfalen-Lippe. "Wir
haben in der ganzen Region vier Startups gezählt", erinnert sich
Gross. Das war 2016. Damals gründete er mit der
Bertelsmann-Stiftung die Founders Foundation in Bielefeld. Heute
ist daraus ein Ökosystem mit Investorennetzwerk,
Matching-Programmen und der jährlichen Startup-Konferenz
"Hinterland of Things" entstanden: Die Region bündelt die Kraft des
deutschen Mittelstands. "Im Herzen bin ich Architekt. Ich baue gern
Dinge auf und sehe, wie sie Wirklichkeit werden", sagt Gross. Sein
Ansatz: eine praxisnahe Startup-Schule für technologieorientierte
Gründerinnen und Gründer. Kein Inkubator, kein Fonds, sondern ein
gemeinnütziges Ausbildungsmodell. Von Anfang an mit dabei:
Mittelständler wie Miele, Oetker oder Dr. Wolff. Heute bilden sie
die "Hinterland Allianz", ein Netzwerk aus 13 Familienunternehmen,
das die Konferenz und das Gründerumfeld aktiv mitprägt. Doch der
Start war zäh. "Das erste Event war draußen, im Januar -
Spanferkel, heißer Sliwowitz, 30 Leute. So fing es an", erzählt
Gross. Heute rückt Ostwestfalen-Lippe wieder in den Fokus, auch
wegen der Veränderungen am Arbeitsmarkt. "Viele, die sich in Berlin
die Hörner abgestoßen haben, kommen zurück, wenn sie Familie
gründen", sagt Gross. "Sie erwarten modernes Arbeiten. Das müssen
wir bieten." Tatsächlich hat sich viel getan: Co-Working-Spaces,
offene Büros, neue Führungskulturen - verstärkt durch Corona. Laut
OWL Startup Monitor 2024 sind Hochschulen wie Bielefeld oder
Paderborn an 76 Prozent aller Gründungen beteiligt. Schwachstelle
bleibt die Finanzierung: 81 Prozent der Startups in der Region
stemmen sich aus eigenen Mitteln - weit mehr als im Bundesschnitt.
Auch die Politik steht in der Pflicht. "Wenn wir nächstes Jahr hier
sitzen, möchte ich am Vortag mit einer App gründen - und am Abend
der 'Hinterland'-Konferenz ist alles erledigt", sagt Gross. Sein
Appell: Deutschland muss seine dezentralen Potenziale nutzen. Ein
deutsches Silicon Valley wird es nicht geben, aber Städte wie
Aachen, Karlsruhe, Dresden, Dortmund und Bielefeld haben Potenzial:
"Wir müssen in den Flächenregionen aufwachen." Das Modell könne nur
skalieren, wenn auch Universitäten unternehmerischer denken und das
Risikokapital nicht in Bürokratie, sondern in Innovation fließt.
Themen gibt es genug: "KI ist Grundvoraussetzung. Der Chipmarkt
wächst. Raumfahrt, Defence-Tech, Dual-Use-Innovationen entstehen",
sagt Gross. Viele Mittelständler sind längst Teil dieser
Entwicklung. Was sich sonst noch in OWL bewegt und warum Dominik
Gross für mehr Wettbewerb zwischen Kommunen bei der Digitalisierung
plädiert, erzählt er in der neuen Folge von "So techt Deutschland".
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