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Im Behind the Beat-Podcast bittet Tobias Fischer Kreative zum
Tiefen-Gespräch. Diese Folge widmet sich der
Britisch-Nigerianischen DJ, Produzentin und Radio-Aktivistin
Kíkẹ́lọmọ Oludemi, die in der Dokumentation „We Become One” den
Globus bereist, um der tiefen, universellen Wirkung von Musik auf
die Schliche zu kommen.

Als Kind wusste Kíkẹ́lọmọ Oludemi lange nicht, was sie werden
wollte: Wissenschaftlerin oder Musikerin? In gewisser Weise hat
sie sich für beides entschieden. Ihre Arbeit für
Technologie-Unternehmen und ihre Karriere als DJ liefen lange
parallel, verbanden Tools und Technik mit Imagination und
Intuition. Auch auf „We Become One” verbindet sie die beiden
Bereiche, macht sie sich auf die Suche nach den offenen und
verborgenen Wirkungsweisen von Klang, Rhythmus und Komposition.

Die Arbeit an dem einstündigen Film führte sie quer über den
Globus, stets auf der Suche nach Antworten auf die brennende
Frage: Warum entwickelt Musik eine derart hypnotische Kraft? Auch
wenn hier im Detail wenig wahrhaft Neues diskutiert wird, ist der
Mix aus Neurologie, Tanztherapie, Club-Psychologie und
künstlerischen Perspektiven in der Summe einzigartig und bietet
einen Rundumschlag, der sogar Skeptikern mehrere inspirierende
Momente bescheren dürfte.

Es wäre auch ganz und gar nicht Kíkẹ́lọmọs Stil gewesen, die
Botschaft des Films zu verwässern oder den Experten in den
Interviews nur die Bälle zuzuspielen. In seinen stärksten
Momenten tangiert „We Become One” immer wieder politische Themen,
zeigt das medizinische Potential von Bewegungen auf,
verdeutlicht, warum Beats unser Bewusstsein erweitern und
auflösen und sowohl homogene Communities schmieden als auch
Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammenführen
können.

In diesen Augenblicken zeigt sich Oludemis Erfahrung als
Gründerin der in Accra basierten Radiostation Oroko und als
Aktivistin. Passenderweise leitet sie nahezu jede Antwort in
unserem Interview mit ihr mit den Worten „Das ist jetzt eine
umstrittene Aussage” ein. Anders geht es wohl kaum, wenn man in
der eigenen Biographie die Konflikte und Synergien zwischen
Wissenschaft und Kunst bereits mit sich herumträgt.
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„#48 mit Kíkẹ́lọmọ Oludemi“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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