Ändert Deutschland seine Israelpolitik?
Merz kritisiert Israels Gaza-Offensive. Was steckt dahinter? Und:
Warum Donald Trumps Politik plötzlich Investoren nach Deutschland
zieht.
11 Minuten
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Beschreibung
vor 9 Monaten
Bundeskanzler Friedrich Merz hat das israelische Vorgehen im
Gazastreifen überraschend scharf kritisiert. "Die Zivilbevölkerung
derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen
immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem
Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen", sagte Merz bei
einer Veranstaltung des WDR in Berlin. Elf Wochen lang hat Israel
alle humanitären Lieferungen nach Gaza blockiert. Die
Weltgesundheitsorganisation spricht inzwischen von "einer der
schlimmsten Hungerkrisen der Welt, die sich in Echtzeit entfaltet."
Schon jetzt lebe die Hälfte der 2,1 Millionen Menschen in Gaza in
einer katastrophalen Situation. Die Bundesrepublik hatte sich lange
mit Kritik an Israels Vorgehen zurückgehalten. Warum also jetzt
diese deutlichen Worte vom Kanzler? Alice Bota, Politikredakteurin
der ZEIT, spricht im Podcast über die neue deutsche Haltung zu
Israel und wie wahrscheinlich ein Stopp der Waffenlieferungen an
Israel ist. Deutschlands Wirtschaft steckt seit mehr als zwei
Jahren in einer Rezession – doch ausgerechnet die Politik von
Donald Trump könnte Deutschland neue Chancen eröffnen. Christian
Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte vor Kurzem:
"Investoren erkennen zunehmend die Chancen in Europa. Insbesondere
in Deutschland." Der Grund: Internationale Anlegerinnen und Anleger
seien stark verunsichert durch Trumps erratische
Wirtschaftspolitik, die sich negativ auf viele Weltregionen
auswirkt. Sie suchten deshalb "nach Sicherheit und Stabilität für
ihr Kapital, nach einem alternativen sicheren Hafen", sagte Sewing.
Darin sieht er einen echten Vorteil für Europa und Deutschland: Mit
mehr als 450 Millionen Menschen ist Europa der größte Binnenmarkt
der Welt – und das klare Bekenntnis der EU zum Freihandel macht die
Region für Investoren besonders attraktiv. Zacharias Zacharakis,
Wirtschaftsredakteur bei ZEIT ONLINE, erklärt im Podcast, wie
Investoren auf Deutschland blicken und ob das eine dauerhafte
Entwicklung sein könnte. Und sonst so? Im Bärenkostüm
mit einem Bärenjungen kuscheln. Moderation und Produktion:
Pia Rauschenberger Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Susanne
Hehr, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie
erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur
Folge: Nahostkrieg: Friedrich Merz wirft Israel unverhältnismäßige
Gewalt vor Christof Johnen: "Die Lage ist jenseits des
Vorstellbaren" Krieg in Nahost: Union und Grüne verteidigen
Waffenlieferungen für Israel Wirtschaftsaufschwung: Old Europe
kommt zurück Europäische Aktien: Am Aktienmarkt gilt gerade:
"Europe first, America second" Sie wollen mehr exklusive
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Gazastreifen überraschend scharf kritisiert. "Die Zivilbevölkerung
derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen
immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem
Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen", sagte Merz bei
einer Veranstaltung des WDR in Berlin. Elf Wochen lang hat Israel
alle humanitären Lieferungen nach Gaza blockiert. Die
Weltgesundheitsorganisation spricht inzwischen von "einer der
schlimmsten Hungerkrisen der Welt, die sich in Echtzeit entfaltet."
Schon jetzt lebe die Hälfte der 2,1 Millionen Menschen in Gaza in
einer katastrophalen Situation. Die Bundesrepublik hatte sich lange
mit Kritik an Israels Vorgehen zurückgehalten. Warum also jetzt
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der ZEIT, spricht im Podcast über die neue deutsche Haltung zu
Israel und wie wahrscheinlich ein Stopp der Waffenlieferungen an
Israel ist. Deutschlands Wirtschaft steckt seit mehr als zwei
Jahren in einer Rezession – doch ausgerechnet die Politik von
Donald Trump könnte Deutschland neue Chancen eröffnen. Christian
Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte vor Kurzem:
"Investoren erkennen zunehmend die Chancen in Europa. Insbesondere
in Deutschland." Der Grund: Internationale Anlegerinnen und Anleger
seien stark verunsichert durch Trumps erratische
Wirtschaftspolitik, die sich negativ auf viele Weltregionen
auswirkt. Sie suchten deshalb "nach Sicherheit und Stabilität für
ihr Kapital, nach einem alternativen sicheren Hafen", sagte Sewing.
Darin sieht er einen echten Vorteil für Europa und Deutschland: Mit
mehr als 450 Millionen Menschen ist Europa der größte Binnenmarkt
der Welt – und das klare Bekenntnis der EU zum Freihandel macht die
Region für Investoren besonders attraktiv. Zacharias Zacharakis,
Wirtschaftsredakteur bei ZEIT ONLINE, erklärt im Podcast, wie
Investoren auf Deutschland blicken und ob das eine dauerhafte
Entwicklung sein könnte. Und sonst so? Im Bärenkostüm
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Folge: Nahostkrieg: Friedrich Merz wirft Israel unverhältnismäßige
Gewalt vor Christof Johnen: "Die Lage ist jenseits des
Vorstellbaren" Krieg in Nahost: Union und Grüne verteidigen
Waffenlieferungen für Israel Wirtschaftsaufschwung: Old Europe
kommt zurück Europäische Aktien: Am Aktienmarkt gilt gerade:
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