Der Holocaustüberlebende Horst Selbiger
51 Minuten
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
Beschreibung
vor 10 Monaten
„Jude bin ich nicht aus religiösen Gründen, sondern weil ich als
Jude verfolgt wurde“, sagt Horst Selbiger. Als Sohn eines jüdischen
Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter hat er den Antisemitismus
des NS-Regimes schon als Kind kennengelernt: Schon in der ersten
Klasse wurde er deswegen von Mitschülern beschimpft. Im Krieg
musste er in Berlin Zwangsarbeit leisten. Nach 1945 hat sich der
heute 97-Jährige bewusst für die DDR entschieden, weil die Rote
Armee ihn von den Nazis befreite und er beim Aufbau eines
antifaschistischen Deutschlands mithelfen wollte. 1964 ist er zwar
in den Westen gegangen, weil er auch in der DDR immer mehr aneckte,
doch im Grunde seines Herzens ist er bis heute ein Kommunist
geblieben, erzählt er im Gespräch mit Matthias Bertsch.
Jude verfolgt wurde“, sagt Horst Selbiger. Als Sohn eines jüdischen
Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter hat er den Antisemitismus
des NS-Regimes schon als Kind kennengelernt: Schon in der ersten
Klasse wurde er deswegen von Mitschülern beschimpft. Im Krieg
musste er in Berlin Zwangsarbeit leisten. Nach 1945 hat sich der
heute 97-Jährige bewusst für die DDR entschieden, weil die Rote
Armee ihn von den Nazis befreite und er beim Aufbau eines
antifaschistischen Deutschlands mithelfen wollte. 1964 ist er zwar
in den Westen gegangen, weil er auch in der DDR immer mehr aneckte,
doch im Grunde seines Herzens ist er bis heute ein Kommunist
geblieben, erzählt er im Gespräch mit Matthias Bertsch.
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