"Die Tierbrüder" – eine Rezension von Peter Czoik
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vor 10 Monaten
"Die Tierbrüder" – eine Rezension von
Peter Czoik
(Hördauer ca. 11 Minuten)
Dieses Buch handelt von Tieren und von Menschen. Es ist ein Buch
über den tagtäglichen Umgang mit den Tieren. Es ist daher, so
gesehen, ein Buch über den normalen Alltag der von den Menschen
eingekerkerten und missbrauchten Tiere. Es ist aber ein Alltag,
den wir Menschen weitgehend ausgeblendet haben. Eine
Wirklichkeit, um die wir uns nicht kümmern. Edgar
Kupfer-Koberwitz ist es mit diesem Buch gelungen, uns diesen
grausamen Alltag wieder ins Bewusstsein zu bringen. Er bildet die
Realität, und dabei auch die Gefühls- und Gedankenwelten von
Menschen und Tieren, mit seinen schlichten, unaufgeregten Worten
so scharf ab, wie es kaum ein Foto könnte. Dem Leser wird
schlagartig klar: Die Wahrheit des „menschlichen“ Umgangs mit
Tieren ist geprägt durch innere - erlernte - Gleichgültigkeit,
Unachtsamkeit, Grausamkeit auf Seiten der Menschen, und tief
empfundenes Leid auf Seiten der Tiere. Der Leser wendet sich aber
nicht ab, wie es oft der Betrachter grausamer Bilder tut. Man ist
einfach gefesselt von den Beschreibungen, weil sie direkt Herz
und Verstand erreichen. Man erkennt seine eigenen Schwächen und
Unachtsamkeiten ohne sich gegen diese Erkenntnis zu wehren. Im
Gegenteil: Man ist froh, dass einem endlich die Augen geöffnet
werden und man die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen kann.
Man ist zutiefst erfüllt von dem Wunsch, sofort bei sich selbst
damit anzufangen und sich zu ändern. - Vielleicht sind die
Beschreibungen von Edgar Kupfer-Koberwitz auch deshalb so
authentisch, weil er selbst unter den Nazis über vier Jahre in
einem KZ verbringen musste.
Sprecher Matthias Pöhlmann
Regie und Realisation Uwe Kullnick
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