Lieber perfekt als fertig: Der deutsche Fehler bei der Digitalisierung - Ibrahim Köran (Heliad)

Lieber perfekt als fertig: Der deutsche Fehler bei der Digitalisierung - Ibrahim Köran (Heliad)

32 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten
Die Bilanz fällt ernüchternd aus: "Wenn man sich die OECD-Studien
anschaut, landet Deutschland bestenfalls im Mittelfeld, im
internationalen Vergleich eher im unteren Mittelfeld", sagt Ibrahim
Köran zum Stand der Digitalisierung der deutschen Verwaltung. Der
frühere KPMG- und PwC-Berater hat in anderen Ländern erlebt, wie es
funktionieren kann: "Singapur war natürlich ein besonders
eindrückliches Erlebnis", berichtet er. In Deutschland ist die
Digitalisierung der Verwaltung dagegen eine Mammutaufgabe. Für ihn
ist es keine Überraschung, dass die Politik bei der Umsetzung oft
Berater braucht. Zielführend findet er die Hilfe nicht immer: "Wir
erzeugen sehr viel Papier, aber am Ende zählt die Umsetzung."
Besonders das Onlinezugangsgesetz hält Köran für ein anschauliches
Beispiel an überambitionierter Planung. In der ursprünglichen
Version sollte es 575 Services digital anbieten. "Das ist viel zu
ambitioniert und geht vor allem auch an der Lebensrealität der
meisten Nutzer vorbei." Statt Leuchtturmprojekte in die Fläche zu
bringen, verzettele sich die Politik in der Breite - mit wenig
Fokus auf Nutzerfreundlichkeit und Umsetzung. Ibrahim Köran
investiert inzwischen mit Heliad in Startups, die an den
Schnittstellen von Staat, Technik und öffentlichem Nutzen ansetzen.
Technologisch sieht er großes Potenzial, primär durch Künstliche
Intelligenz. Eine PwC-Studie prognostiziere einen
Produktivitätsgewinn von bis zu 40 Prozent. Das sei notwendig, denn
in den nächsten Jahren würden "eine Million Arbeitsplätze oder
Fachkräfte im öffentlichen Sektor fehlen". Das könne nur mit
Digitalisierung und KI aufgefangen werden." Ob es einen
Digitalminister in der neuen Regierung braucht und welche konkreten
Beispiele er für Digitalisierung im öffentlichen Sektor hat,
erzählt Ibrahim Köran in der neuen Folge von "So techt
Deutschland". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas
Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an
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