Audit Trails in der Pharma-Branche aus Sicht einer Auditorin | Mit Kerstin Kruithoff-Ley
vor 1 Jahr
Beschreibung
vor 1 Jahr
Die schlechteste Entscheidung, die du treffen kannst, ist
dieundokumentierte Entscheidung.
Mit diesem harten Statement startet Christof Layher die neue
Folge vom ChaosHacker-Talk.
In dieser macht er mit Kerstin Kruithoff-Ley einen Ausflug von
der Risikoanalyse ĂĽber User Requirements bis hin zum Audit und
spricht vor allem ĂĽber die wichtigste Komponente: Den
Audit-Trail!
Wie spielen alle diese Aspekte zusammen? Und was hat das
mitDaten-Integrität zu tun?
Kerstin ist Director fĂĽr Auditing und Quality Consulting.
Christof und sie haben sich in der Fachgruppe Audit Trail bei der
InternationalSociety of Pharmaceutical Engineering kennengelernt.
Angefangen hat sie als pharmazeutisch-technische Assistentin.
Mittlerweile ist ihre Hauptaufgabe die DurchfĂĽhrung von Audits
fĂĽr ihre Kunden.
Doch was ist eigentlich so ein Audit Trail?
Christof hätte das am Anfang seiner Karriere erstmal als Logfile
bezeichnet.Aber in der Pharma-Welt ist das halt was ganz anderes
als in der restlichen Welt.
Hier ist der Sinn eines Audit Trails den Intended Use
festzulegen.
Es ist eine regulatorische Anforderung, um zu erkennen, ob sich
bei bestimmten im System generierten Daten etwas geändert hat.
Im Grunde geht es um Nachvollziehbarkeit, vor allem bei
GMP-Tätigkeiten (ein Teil der Qualitätssicherung).
Ein typisches Beispiel: Es gibt eine Herstellungsanweisung und
man hat sich irgendwo verschrieben. Auf dem Papier muss das
danndurchgestrichen, korrigiert und mit Datum und KĂĽrzel versehen
werden. In der digitalen Form ist das dann gar nicht mehr so
einfach!
Oft wird dabei vernachlässigt, dass Daten, die auf den ersten
Blick nicht-GMP-relevant sind, durch die weiteren Prozesse dann
doch GMP-relevant werden.
Kerstin unterscheidet dafĂĽr zwischen Bewegungsdaten und
Stammdaten und stellt sich immer die Frage: Wie wichtig ist der
Eintrag für dieChargen-Qualität des Produkts?
Christof gibt den Hörer:innen außerdem mit, dass man sich die
Entscheidungen im Verlauf von Prozessen genau anschauen sollte
und die Daten untersucht – und so sieht, was GMP-relevant ist.
In der digitalen Variante ist es natĂĽrlich sinnig, ein gutes
System zu haben, das den Audit Trail vereinfacht oder ihn sogar
nicht notwendig macht.
Denn in manchen Systemen kann man festlegen, welche Daten
verändert werden dürfen und welche nicht.
Vor allem bei einer NeueinfĂĽhrung von Systemen sollte man das
mitdenken.
Kerstin erzählt, wie ein Audit abläuft und worauf sie als
Auditorin genau schaut.
Wichtig ist ihr dabei ein nachvollziehbarer Workaround, wenn der
nötig ist.Zudem mag sie es, wenn auch Diskussionen dokumentiert
sind – das gehört zwar nicht zum Audit Trail, sorgt aber
fĂĽrNachvollziehbarkeit bei Audits und Inspektionen.
Also: Lieber zuviel dokumentieren als zu wenig!
All diese Dinge sollte man ĂĽbrigens nicht nur fĂĽr die
Inspektionmachen, sondern vor allem fĂĽr das eigene System.
SchlieĂźlich will man doch, dass das funktioniert!
00:00:00 Intro und BegrĂĽĂźung
00:01:17 Vorstellung Kerstin Kruithoff-Ley
00:03:13 Audit Trail
00:05:02 Der Sinn eines Audit Trails
00:07:28 Wo brauchen wir einen Audit Trail?
00:10:04 Was ist GMP-relevant?
00:14:28 Tipps fĂĽr die GMP-Relevanz
00:18:51 Datenänderung in Systemen
00:21:30 Regelmäßig Zulassungen checken
00:24:20 Wie läuft ein Audit ab?
00:28:16 Herausforderungen beim Audit Trail
00:31:54 True Copies und Workarounds
00:34:00 Archivierung und Löschung
00:37:06 Datenschutz
00:40:39 User Requirements
00:42:56 Das richtige System finden
00:49:41 Informationen dokumentieren
00:53:16 Zwei Fragen an Kerstin
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