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Beschreibung
vor 1 Jahr
"Die schönsten Jahre" ihres Lebens verbrachte Jenny Bohrer in
Gailingen, einem kleinen Dorf an der deutsch-schweizerischen
Grenze. Gemeinsam mit ihrem Mann Mordechai Bohrer, dem letzten
Rabbiner von Gailingen und ihren sieben Kindern. Bis zum Jahr
1938.
In der Nacht vom 09. auf den 10. November wird ihr Mann zusammen
mit allen jüdischen Männern aus Gailingen in das
Konzentrationslager Dachau deportiert. Jenny kämpft wochenlang um
seine Freilassung - und hat sogar Erfolg. Doch bevor Mordechai das
KZ verlassen darf, bricht er, geschwächt von den unerträglichen
Bedingungen im Lager, zusammen und stirbt am Tag seiner
bevorstehenden Entlassung. Jenny Bohrer und ihre Kinder verlassen
ihr Heimatdorf Gailingen für immer und ziehen nach Palästina, um
der antisemitischen Gewalt zu entkommen.
In dieser Episode der "Stolpertexte" besucht die junge Autorin
Amalie Mbianda Njiki die Heimat von Jenny Bohrer, das dortige
jüdische Museum und entdeckt den einzigen Gailinger Stolperstein.
Und sie lässt Raum für die Frage, wie Erinnerung lebendig bleiben
kann. Die Geschichte von Jenny Bohrer ist dabei nur eine von
tausenden, die im Archiv des Leo Baeck Instituts (LBI) zu finden
sind. Für das Literaturprojekt "Stolpertexte" wurde das Archiv für
Autorinnen und Autoren geöffnet. Auf Grundlage von Tagebüchern,
überlieferten Erinnerungen und zeitgeschichtlichen Dokumenten
entstanden auf diese Weise bereits über 30 literarische Texte, die
– ähnlich wie die Stolpersteine in den Straßen Europas – an das
Leben und die Träume von Menschen, wie Jenny Bohrer,
erinnern.
Folge 2: Jede Saat trägt ihre Früchte | Von Amalie Mbianda Njiki |
Mit den Stimmen von Hedi Kriegeskotte, Anne Müller und Max Urlacher
| Host: Tanya Raab | Regie: Jean-Claude Kuner | Redaktion: Steffen
Moratz, Anne Wihan | Musik: Janko Hanushevsky | Produktion: MDR
2024
Podcast-Tipp: Das war der Bauernkrieg
https://1.ard.de/bauernkrieg?cp=mdr
Gailingen, einem kleinen Dorf an der deutsch-schweizerischen
Grenze. Gemeinsam mit ihrem Mann Mordechai Bohrer, dem letzten
Rabbiner von Gailingen und ihren sieben Kindern. Bis zum Jahr
1938.
In der Nacht vom 09. auf den 10. November wird ihr Mann zusammen
mit allen jüdischen Männern aus Gailingen in das
Konzentrationslager Dachau deportiert. Jenny kämpft wochenlang um
seine Freilassung - und hat sogar Erfolg. Doch bevor Mordechai das
KZ verlassen darf, bricht er, geschwächt von den unerträglichen
Bedingungen im Lager, zusammen und stirbt am Tag seiner
bevorstehenden Entlassung. Jenny Bohrer und ihre Kinder verlassen
ihr Heimatdorf Gailingen für immer und ziehen nach Palästina, um
der antisemitischen Gewalt zu entkommen.
In dieser Episode der "Stolpertexte" besucht die junge Autorin
Amalie Mbianda Njiki die Heimat von Jenny Bohrer, das dortige
jüdische Museum und entdeckt den einzigen Gailinger Stolperstein.
Und sie lässt Raum für die Frage, wie Erinnerung lebendig bleiben
kann. Die Geschichte von Jenny Bohrer ist dabei nur eine von
tausenden, die im Archiv des Leo Baeck Instituts (LBI) zu finden
sind. Für das Literaturprojekt "Stolpertexte" wurde das Archiv für
Autorinnen und Autoren geöffnet. Auf Grundlage von Tagebüchern,
überlieferten Erinnerungen und zeitgeschichtlichen Dokumenten
entstanden auf diese Weise bereits über 30 literarische Texte, die
– ähnlich wie die Stolpersteine in den Straßen Europas – an das
Leben und die Träume von Menschen, wie Jenny Bohrer,
erinnern.
Folge 2: Jede Saat trägt ihre Früchte | Von Amalie Mbianda Njiki |
Mit den Stimmen von Hedi Kriegeskotte, Anne Müller und Max Urlacher
| Host: Tanya Raab | Regie: Jean-Claude Kuner | Redaktion: Steffen
Moratz, Anne Wihan | Musik: Janko Hanushevsky | Produktion: MDR
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