Friedenssignal aus der Zelle: Öcalans Aufruf an die PKK

Friedenssignal aus der Zelle: Öcalans Aufruf an die PKK

vor 1 Jahr
27 Minuten
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Auslands-Podcast

Beschreibung

vor 1 Jahr

Es könnte das Ende eines jahrzehntelangen Konflikts sein.
PKK-Gründer Abdullah Öcalan will den bewaffneten Kampf gegen den
türkischen Staat aufgeben. Die Frage ist, ob seine Kämpfer ihm
folgen.


Es begann mit einem Handschlag im türkischen Parlament, den
niemand verstand. Der türkische Ultranationalist, Devlet Bahçeli,
Chef der Partei der nationalistischen Bewegung (MHP), ging auf
Abgeordnete der linken, prokurdischen DEM-Partei zu. Bis vor
kurzem eine undenkbare Geste.


Nun scheint diese Geste in einer Sensation zu münden: Gestern
verlasen DEM-Abgeordnete ein Schreiben, das der inhaftierte
Gründer der kurdischen Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan,
verfasst hatte. Öcalan rief darin die Kämpfer der PKK auf, die
Waffen niederzulegen und die Organisation aufzulösen.


In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan
Moreno mit dem SPIEGEL-Auslandsreporter Maximilian Popp über die
Ereignisse, die 40 Jahre türkische Innenpolitik auf den Kopf
stellen. »Natürlich fand diese Annäherung nicht ohne Präsident
Recep Tayyip Erdoğan statt. Er regiert seit 2018 mit den
Nationalisten der MHP. Es gibt machtstrategische Gründe, warum
Erdoğan sich auf diesen Friedensschluss eingelassen hat, innen-
und außenpolitische, und ja, vielleicht ist auch einer seiner
Beweggründe, sich für immer einen Platz in den türkischen
Geschichtsbüchern zu sichern: als der Mann, der den bewaffneten
Konflikt mit den Kurden beendet hat«, so Popp.


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