Reportage: Der Internationale Tag der Muttersprache

Reportage: Der Internationale Tag der Muttersprache

21 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr

Reportage: Der Internationale Tag der
Muttersprache


Wir bitten  für die gelegentlichen eingeschränkte
Tonqualität um Entschuldigung, bei der digitalen Konferenz traten
Leitungsprobleme auf. 


Hördauer 21 Minuten





Der von der UNESCO seit 2000 alljährlich feierlich begangene
"Internationale Tag der Muttersprache" ist Anlass für das
folgende Gespräch. Claudia Geisweid vom Förderverein für
Bayerische Sprachen und Dialekte FBSD sowie Dr. Anthony Rowley
von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sprechen mit
Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Augsburg. Es geht um die
Anerkennung des Status der Dialekte in Bayern gleichwertig etwa
mit dem Plattdeutschen, ferner um die Frage: Dialekt oder
Sprache? Neben Grammatik, Wortschatz und Sprachförderung geht es
auch um das immaterielle Kulturerbe
Bayerns. Der "Internationale Tag der
Muttersprache" erinnert daran, dass die ungefähr 7000
Sprachen, die auf unserem Planeten gesprochen werden, geschützt
werden müssen. Jede Sprache ist eine besondere Sicht der
Welt. Der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte setzt
sich mit voller Leidenschaft dafür ein, dass Bairisch,
Alemannisch-Schwäbisch und Fränkisch endlich in die Europäische
Charta der Regional- oder Minderheitensprachen aufgenommen
werden! Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen wurden am 22.
Januar 2025 mehr als 22.000 Unterschriften im Bayerischen Landtag
an die beiden Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek (CSU) und
Florian Streibl (FW) sowie die Abgeordneten Thomas Huber und Sepp
Lausch übergeben.Ziel ist, das kulturelle Erbe und die
sprachliche Vielfalt in Bayern zu bewahren, denn die Dialekte in
Bayern sind nicht nur Teil unserer Identität, sondern auch ein
wertvolles Erbe, das es zu schützen gilt.





Claudia Geisweid: In meiner Eigenschaft als
Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des Förderverein
Bairische Sprachen und Dialekte e.V. bin ich für die
Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verantwortlich. Ich pflege die
Homepage, kümmere mich um die Pressearbeit. Zusammen mit der
stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Marianne Hauser habe
ich die Redaktionsleitung des Rundbriaf , unserer
Mitgliederzeitschrift inne.





Von Beruf Grafikerin bin ich schon seit 2011 für das Layout des
Rundbriaf verantwortlich. Damals noch als externe
Auftragnehmerin. In diesem Beruf arbeite ich immer noch – bis zum
Jahresende. Dann gehe ich mit 66 Jahren und zwei Monaten ganz
regulär in Altersrente und habe damit hoffentlich noch mehr Zeit
für meine vier Enkelkinder und meine große Leidenschaft – die
Sprachen.





Anthony Robert Rowley, geboren 1953 in Skipton,
England, studierte in Reading, England, und Regensburg
Germanistik, Linguistik und Indogermanistik. Er war Assistent am
Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft der Universität
Bayreuth und dann von 1988 an 30 Jahre lang Chefredaktor des
Projekts „Bayerisches Wörterbuch“ an der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften in München. Seine Forschungsgebiete sind
insbesondere Dialektologie und deutsche Sprachwissenschaft.
Er ist außerplanmäßiger Professor für Germanistische Linguistik
an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und nach
Eintritt in den Ruhestand im Ehrenamt Vorsitzender des
Projektausschusses für das „Bayerische Wörterbuch“.





Klaus Wolf (Moderator): ist
Universitätsprofessor für Deutsche Literatur und Sprache des
Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern.
Der ausgewiesene Fachmann für bayerische Literatur lehrt und
forscht an der Universität Augsburg. Er betreut den
Masterstudiengang Germanistik, leitet Archiv und Forschungsstelle
für Literatur aus Schwaben (ALS), ist ordentliches Mitglied der
Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Ordentliches Mitglied des
Instituts für Europäische Kulturgeschichte, Erster Vorsitzender
des Vereins "Literaturschloss Edelstetten", u.v.a.

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