#254 Sicherheitskonferenz: Der letzte Weckruf
vor 1 Jahr
Diese Münchner Sicherheitskonferenz dürfte so schnell keiner
vergessen. Es gibt einen (kontroversen) Anlauf für Frieden in der
Ukraine und der Vize-Präsident der USA, J. D. Vance, holzt gegen
die europäischen Partner.
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Diese Münchner Sicherheitskonferenz dürfte so schnell keiner
vergessen. Es gibt einen Anlauf für Frieden in der Ukraine, der
aber auch Konfliktpotenzial birgt, weil Ukraine und EU außen
vorgelassen werden. Und der Vize-Präsident der USA, J. D. Vance,
holzt gegen die europäischen Partner. Tim Deisinger und
Ex-Nato-General Erhard Bühler ziehen eine Bilanz dieser
denkwürdigen Sicherheitskonferenz. Sie tun dies mit Benedikt
Franke, dem Geschäftsführer der Münchner Sicherheitskonferenz und
Generalleutnant Michael Vetter, dem Chef für
Cyber/Informationstechnik der Bundeswehr.
Ex-General Bühler kann trotz der Gespräche zwischen Russland und
den USA bisher keine Konturen eines Friedensplans erkennen,
allenfalls Bruchstücke. Benedikt Franke stimmt dem zu und spricht
von der "Abwesenheit konkreter Pläne". Bühler rät zu einer
gelassenen Reaktion auf die Rede von J. D. Vance.
Franke zieht folgende Lehre aus der Konferenz und der Entfremdung
von den USA und Europa: Deutschland und Europa müssten endlich mehr
tun, um die Amerikaner von der Relevanz der transatlantischen
Allianz zu überzeugen. Europa müsse mehr für die Verteidigung
ausgeben, deutlich mehr als zwei Prozent des
Bruttoinlandsproduktes. Und die Abhängigkeit von China müsse
reduziert werden. Deutschland komme eine wichtige Rolle zu. Die
Bundesrepublik habe durchaus Wirtschaftskraft und Einfluss, das
werde weltweit so gesehen. Aber hierzulande rede man sich zu sehr
klein. Bühler und Vetter erklären außerdem, warum sie nichts von
einer EU-Armee halten.
Generalleutnant Michael Vetter ist als Chef für
Cyber/Informationstechnik der Bundeswehr quasi für die
Digitalisierung der Bundeswehr verantwortlich. Er beschreibt, wie
die deutsche Armee in diesem Bereich umgebaut wird. Er erklärt, wo
die Bundeswehr schon gut dasteht und wo noch viel zu tun ist.
Das Gespräch von Tim Deisinger mit Ex-General Erhard Bühler und mit
dem Geschäftsführer der Sicherheitskonferenz, Benedikt Franke, im
Video:
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/video-sicherheit-ukraine-krieg-muenchener-sicherheitskonferenz-ceo-100.html
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste
Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für Donnerstag, den 20.
Februar 2025 geplant.
vergessen. Es gibt einen Anlauf für Frieden in der Ukraine, der
aber auch Konfliktpotenzial birgt, weil Ukraine und EU außen
vorgelassen werden. Und der Vize-Präsident der USA, J. D. Vance,
holzt gegen die europäischen Partner. Tim Deisinger und
Ex-Nato-General Erhard Bühler ziehen eine Bilanz dieser
denkwürdigen Sicherheitskonferenz. Sie tun dies mit Benedikt
Franke, dem Geschäftsführer der Münchner Sicherheitskonferenz und
Generalleutnant Michael Vetter, dem Chef für
Cyber/Informationstechnik der Bundeswehr.
Ex-General Bühler kann trotz der Gespräche zwischen Russland und
den USA bisher keine Konturen eines Friedensplans erkennen,
allenfalls Bruchstücke. Benedikt Franke stimmt dem zu und spricht
von der "Abwesenheit konkreter Pläne". Bühler rät zu einer
gelassenen Reaktion auf die Rede von J. D. Vance.
Franke zieht folgende Lehre aus der Konferenz und der Entfremdung
von den USA und Europa: Deutschland und Europa müssten endlich mehr
tun, um die Amerikaner von der Relevanz der transatlantischen
Allianz zu überzeugen. Europa müsse mehr für die Verteidigung
ausgeben, deutlich mehr als zwei Prozent des
Bruttoinlandsproduktes. Und die Abhängigkeit von China müsse
reduziert werden. Deutschland komme eine wichtige Rolle zu. Die
Bundesrepublik habe durchaus Wirtschaftskraft und Einfluss, das
werde weltweit so gesehen. Aber hierzulande rede man sich zu sehr
klein. Bühler und Vetter erklären außerdem, warum sie nichts von
einer EU-Armee halten.
Generalleutnant Michael Vetter ist als Chef für
Cyber/Informationstechnik der Bundeswehr quasi für die
Digitalisierung der Bundeswehr verantwortlich. Er beschreibt, wie
die deutsche Armee in diesem Bereich umgebaut wird. Er erklärt, wo
die Bundeswehr schon gut dasteht und wo noch viel zu tun ist.
Das Gespräch von Tim Deisinger mit Ex-General Erhard Bühler und mit
dem Geschäftsführer der Sicherheitskonferenz, Benedikt Franke, im
Video:
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/video-sicherheit-ukraine-krieg-muenchener-sicherheitskonferenz-ceo-100.html
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste
Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für Donnerstag, den 20.
Februar 2025 geplant.
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