Ein Freiburger Oberstaatsanwalt auf der Spur der Kriegsverbrecher in der Ukraine

Ein Freiburger Oberstaatsanwalt auf der Spur der Kriegsverbrecher in der Ukraine

Zweieinhalb Jahre lang hat Klaus Hoffmann in der Ukraine Kriegsverbrechen dokumentiert. Im Podcast erzählt er von den Ermittlungen.
52 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Als Teil eines internationalen Teams hat Klaus Hoffmann zweieinhalb
Jahre lang in der Ukraine ermittelt. Der Oberstaatsanwalt aus
Freiburg war seit dem Frühjahr 2022, also seit kurz nach der
russischen Invasion, für Ermittlungen im Land. Dort hat er mit
Kollegen aus der EU und den USA versucht, Kriegsverbrechen
aufzudecken und zu dokumentieren, um Beweise für spätere
Strafverfahren zusammenzutragen und die ukrainischen Behörden bei
der Aufklärung zu unterstützen. So zum Beispiel in der Stadt
Butscha, in der Hunderte Zivilisten von den russischen Invasoren
getötet worden waren. Diese Arbeit kennt Hoffmann, denn er war auch
schon in den 90er-Jahren während des Jugoslawien-Kriegs als
Ermittler im Einsatz und hat als Staatsanwalt am UN-Tribunal für
das ehemalige Jugoslawien gearbeitet. Seit Herbst ist er wieder
zurück und leitet eine Abteilung der Staatsanwaltschaft in
Freiburg. In dieser Folge von BZ am Ohr spricht Hoffmann über seine
Zeit in der Ukraine, die dokumentierten Kriegsverbrechen, über die
Ermittlungsarbeit in einem Kriegsgebiet und die Schwierigkeiten,
Täter für Kriegsverbrechen zu überführen oder sogar zu verurteilen.

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