Nachschlag Öffentlichkeit

Nachschlag Öffentlichkeit

Wie kann man eine gute Balance erreichen, eine Öffentlichkeit schaffen, in der wir auch dann sicher bleiben, wenn wir Privates preisgeben? Wir finden: Nicht jedeR muss politisch sein. Pick your battles.
43 Minuten
Podcast
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Zwei Stimmen, ein Thema: Ob Luxus, Scham oder Einsamkeit - wir graben uns ein und gleichen das Allgemeinwissen mit unseren eigenen Erfahrungen ab.

Beschreibung

vor 4 Jahren

Die Ambivalenz der Öffentlichkeit hat uns weiter beschäftigt. Wie
kann man eine gute Balance erreichen, eine Öffentlichkeit
schaffen, in der wir auch dann sicher bleiben, wenn wir Privates
preisgeben? Einerseits kann erst eine öffentliche Enttabuisierung
von bislang privat gehaltenen Problemen, zu wirklicher
Emanzipation führen – „das Private ist politisch“, ist nicht
umsonst ein feministischer Slogan. Und gleichzeitig bleiben viele
Menschen mit ihren ureigensten Gefühlen, Ängsten und intimen
Lebenserfahrungen lieber privat und das ist auch richtig, wichtig
und gut so! Denn gerade die großen Social-Media-Plattformen
ermutigen dazu, ALLES von uns preiszugeben, mit teils harten
Folgen für Psyche und Lebensqualität.


Dieses „Sowohl als auch“ der öffentlichen Darstellung, das
Wertschätzen der Privatsphäre auf der einen und Sichtbarmachen
auf der anderen Seite, erfordert eine gewisse Klarheit und
Kompetenz im Umgang mit der Öffentlichkeit. Die Fähigkeit Nutzen
und potentiellen Schaden abwägen zu können. Chancen und Risiken
zu kennen und dann selbstbewusst und kompetent den eigenen Weg
einzuschlagen. Und: Nicht jedeR muss politisch sein. Pick your
battles.


Links und Hintergründe


Mithu Sanyal: Identitty – Buch bei Hanser

Debatten über Kinderlosigkeit und andere ständig wiederholte
Narrative und Stories im Journalismus – hier ein Beispiel aus der
taz: Stigmatisierung der Kinderlosen

die Rolle der taz für Kadda – die Rolle von
Gegenöffentlichkeiten

Hartmut Rosa: Unverfügbarkeit

Twitter-Thread von quarks:
https://twitter.com/quarkswdr/status/1377321663126200330

Jaron Lanier: Zehn Gründe, warum du deine Social Media
Accounts löschen solltest (Hoffmann & Campe)



Den Nachschlag gibt es jetzt für alle – kostenlos und werbefrei.
Damit es dieses Angebot auch in Zukunft gibt, brauchen wir eure
Unterstützung. Alle Wege, wie ihr uns Geld zukommen lassen könnt,
findet ihr auf unserer Webseite anekdotisch-evident.de/geben


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