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Anekdotisch Evident. Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

Anekdotisch Evident. Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

Katrin Rönicke 93 Episoden Neueste vor 1 Monat

Zwei Stimmen, ein Thema: Ob Luxus, Scham oder Einsamkeit - wir graben uns ein und gleichen das Allgemeinwissen mit unseren eigenen Erfahrungen ab.

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Episoden

Dankbarkeit

57 Minuten
Dankbarkeit begegnet uns auf Kalenderblättern und Teebeuteletiketten, verkauft leere Hefte als ultimatives Selbstoptimierungstool und verspricht Wohlgefühl und "inneren Reichtum". Auf den ersten Blick ein undankbares Thema für unser streitbares Format! Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Dank sich früher weniger auf ein inneres Erleben bezog als auf die Verwaltung von Schuldigkeiten; von Opfergaben über Gegengaben bis hin zur Vergeltung. Wer Dank empfängt, steht in einer Verbindung zu jemandem, und diese Verbindung kann verpflichten. Wer erinnert sich nicht an das Unbehagen, sich als Kind bei der Tante für den Kratzpullover bedanken zu müssen oder fürchtet den Vorwurf, "undankbar" zu sein, wenn er sich nicht einer Autorität unterwirft?

In dieser Folge sprechen Katrin und Alexandra über Dankbarkeit, Schuld und Gegenseitigkeit und den Unterschied zwischen echter Anerkennung und erzwungener Höflichkeit.

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Shownotes:

Studie: Undervaluing Gratitude: Expressers Misunderstand the Consequences of Showing Appreciation

Meta-Studie: The effects of gratitude interventions: a systematic review and meta-analysis

Dumont: Meg Josephson: Bist du sauer auf mich? Wie du aufhörst, anderen gefallen zu wollen, und endlich dein Leben lebst

Wikipedia: Paideia

RealClearDefense: USAID and the Erosion of U.S. Soft Power 

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Erwachsensein

1 Stunde 1 Minute
Lange aufbleiben, unbegrenzt Taschengeld und jeden Tag Pizza: Hört man sich unter kleinen Menschen um, ist Erwachsensein ein erstrebenswerter Zustand, der gar nicht schnell genug erreicht werden kann. Doch spätestens, wenn die erste Steuererklärung ansteht, das Geld knapp wird und die Tellerberge bis zur Decke reichen, gerät das „Erwachsenwerden“ zu einer Bedrohung. Dabei gilt längst nicht nur als erwachsen, wer mit Mitte 20 Haus und Familie hat. Vielmehr haben sich die Erwartungen an "den Erwachsenen" in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verschoben. Ist Erwachsenwerden überhaupt noch eine sinnvolle Kategorie, wenn die wirtschaftliche Verhältnisse den Auszug von Zuhause irrational machen und 50-jährige die gleichen Sneaker tragen und Mangas lesen wie 12-jährige? In dieser Folge sprechen wir über Adulting, Infantilisierung, Mündigkeit und die Frage, ob das Ideal der Reife jemals erreicht werden kann.

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Links und Hintergründe

François Jullien: Ein zweites Leben

Wikipedia: Mündigkeit (Philosophie)

PlusPedia: Pädagogische Mündigkeit

Wikipedia: Erlernte Hilflosigkeit

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Optimismus

57 Minuten
In der Post-Corona-Welt hat der Optimismus es wahrlich nicht leicht: Angesichts von Klimakrise, politischem Wahn und Zukunftsängsten (z.B. rund um Künstliche Intelligenz) scheint Resignation näher zu liegen als fröhliche Zuversicht. In dieser Folge sprechen Katrin und Alexandra über die Auswirkungen, die eine optimistische bzw. eine pessimistische Haltung auf politische Entscheidungen und gesellschaftliches Handeln haben kann. Ist Optimismus naiv? Bloßes Wunschdenken? Eine denkfaule Flucht ins "Alles wird gut"? Oder kann es auch ein mutiger Akt sein, trotz fehlender Gewissheiten an der Möglichkeit zur Gestaltung festzuhalten?

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Links und Hintergründe

Gunter Dueck: https://www.omnisophie.com/ 

Wikipedia: Optimismus https://de.wikipedia.org/wiki/Optimismus

Today Explained: https://megaphone.link/VMP9821210048 

Jamil Zaki: https://www.klett-cotta.de/produkt/jamil-zaki-hoffnung-und-skepsis-9783608124491-t-9237

Toxic Positivity: https://www.psychologytoday.com/us/basics/toxic-positivity 

Wikipedia: Learned Optimism https://en.wikipedia.org/wiki/Learned_optimism 

Süddeutsche: Gastbeitrag von Florence Gaub: Die Zukunft war schon immer scheiße

Wikipedia: Dialektik der Aufklärung

Optimism Bias: https://theoptimismbias.blogspot.com/

Optimism Bias gibt es nicht: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5344342/ 

auch empfehlenswert zu diesem Thema: https://www.deutschlandfunkkultur.de/jane-mcgonigal-zukunft-100.html 

Klimaziel Zustimmung, Erreichung Pessimismus: https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/klimaneutralitaet-2045-breite-zustimmung-in-der-bevoelkerung-aber-massive-zweifel-an-der-umsetzbarkeit 

Independent: Anxiety around AI is growing rapidly

Hotel Matze: Philosoph Markus Gabriel: KI, Gefühle, Macht

Wochendämmerung mit Raul Krauthausen: https://wochendaemmerung.de/ruinoese-empathie-und-ki-als-gamechanger-mit-raul-krauthausen/ 

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Prüfungen

56 Minuten
Prüfungen begleiten uns durchs ganze Leben. In der Schule dienten sie dazu, Leistung zu messen, Wissen zu überprüfen und Vergleichbarkeit herzustellen. Doch wenn man genau hinschaut, merkt man, dass Prüfungen oft etwas ganz anderes messen als Kompetenz, und ihre Wirkung weit über das Ergebnis hinausreicht.

In dieser Folge sprechen Katrin und Alexandra nicht nur über den Impact von Leistungsprüfungen, sondern auch über die alltäglichen Prüfungen im Job, in zwischenmenschlichen Situationen oder auf Social Media. Wir werden ständig bewertet und bewerten uns selbst. Rankings, Scores und Feedbacksysteme geben zwar Orientierung, indem sie Komplexität reduzieren, aber oft auf eine sehr entmenschlichende Weise. Wie gehen wir um mit einem System, das uns ständig misst, vergleicht und unseren Wert an Zahlen festmacht?

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Shownotes

Wikipedia: Prüfung

Esquire: Warum der Intelligenz-Test nichts über die Intelligenz aussagt

- br: Laut Studien spricht nichts für Exen

School of Life: You should finally leave school

Wikipedia: Frau Holle

Prüf!

Andreas Gelhard: Foucualts Analyse von Prüfungsformen (PDF)

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Kontext

1 Stunde
Kontext ist ganz entscheidend dafür, wie wir Aussagen und Handlungen, Sachverhalte und Ereignisse bewerten. Ohne Kontext sind weder faire Urteile noch mündige Entscheidungen möglich. Warum blenden wir ihn dennoch so häufig aus? Katrin hat ein paar psychologische und evolutionsbiologische Erklärungen dafür. Wir sprechen darüber, warum Kontext der Funktionslogik von Social Media widerspricht und warum Journalismus so häufig an seinen eigenen Ansprüchen scheitert. Alexandra sieht Kontext zudem als etwas, das in Begegnungen zwischen Menschen entsteht, in Subkulturen und in der Kunst, und dessen interaktive Schaffung ein Ausdruck von Freiheit ist. Könnte die Gesellschaft gerechter und gelassener sein, wenn wir Kontext ernster nehmen würden?

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Shownotes:

Diskursmonitor: Glossar: Kontextualisieren

Podcast: Die Wochendämmerung

CICERO: Der Dreck bleibt haften: Interview mit Marie-Luise Vollbrecht

taz: Rechtes Internet feiert die "Ostmulle"

Wikipedia: Resting Bitch Face

Wikipedia: Bitch

Deutschlandfunk: Behemoth im Porträt

Revolvermag: Twin Temple: Satanic Doo-Wop

Sein und Streit (Podcast): Hartmut Rosa über schwindende Spielräume

Wind und Wurzeln: Wie wir Scheindebatten und Tibalismus stoppen

Hanser: Bernhard Pörksen: Zuhören

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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