Anekdotisch Evident. Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

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Zwei Stimmen, ein Thema: Ob Luxus, Scham oder Einsamkeit - wir graben uns ein und gleichen das Allgemeinwissen mit unseren eigenen Erfahrungen ab.
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Zwei Stimmen, ein Thema: Ob Luxus, Scham oder Einsamkeit - wir graben uns ein und gleichen das Allgemeinwissen mit unseren eigenen Erfahrungen ab.
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Episoden

Erwachsensein
04.06.2026
1 Stunde 1 Minute
Lange aufbleiben, unbegrenzt Taschengeld und jeden Tag Pizza: Hört man sich unter kleinen Menschen um, ist Erwachsensein ein erstrebenswerter Zustand, der gar nicht schnell genug erreicht werden kann. Doch spätestens, wenn die erste Steuererklärung ansteht, das Geld knapp wird und die Tellerberge bis zur Decke reichen, gerät das „Erwachsenwerden“ zu einer Bedrohung. Dabei gilt längst nicht nur als erwachsen, wer mit Mitte 20 Haus und Familie hat. Vielmehr haben sich die Erwartungen an "den Erwachsenen" in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verschoben. Ist Erwachsenwerden überhaupt noch eine sinnvolle Kategorie, wenn die wirtschaftliche Verhältnisse den Auszug von Zuhause irrational machen und 50-jährige die gleichen Sneaker tragen und Mangas lesen wie 12-jährige? In dieser Folge sprechen wir über Adulting, Infantilisierung, Mündigkeit und die Frage, ob das Ideal der Reife jemals erreicht werden kann. Helft uns dabei, diesen Podcast zu produzieren

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François Jullien: Ein zweites Leben Wikipedia: Mündigkeit (Philosophie) PlusPedia: Pädagogische Mündigkeit Wikipedia: Erlernte Hilflosigkeit





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Optimismus
15.04.2026
57 Minuten
In der Post-Corona-Welt hat der Optimismus es wahrlich nicht leicht: Angesichts von Klimakrise, politischem Wahn und Zukunftsängsten (z.B. rund um Künstliche Intelligenz) scheint Resignation näher zu liegen als fröhliche Zuversicht. In dieser Folge sprechen Katrin und Alexandra über die Auswirkungen, die eine optimistische bzw. eine pessimistische Haltung auf politische Entscheidungen und gesellschaftliches Handeln haben kann. Ist Optimismus naiv? Bloßes Wunschdenken? Eine denkfaule Flucht ins "Alles wird gut"? Oder kann es auch ein mutiger Akt sein, trotz fehlender Gewissheiten an der Möglichkeit zur Gestaltung festzuhalten? Helft uns dabei, diesen Podcast zu produzieren

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Links und Hintergründe

Gunter Dueck: https://www.omnisophie.com/  Wikipedia: Optimismus https://de.wikipedia.org/wiki/Optimismus Today Explained: https://megaphone.link/VMP9821210048  Jamil Zaki: https://www.klett-cotta.de/produkt/jamil-zaki-hoffnung-und-skepsis-9783608124491-t-9237 Toxic Positivity: https://www.psychologytoday.com/us/basics/toxic-positivity  Wikipedia: Learned Optimism https://en.wikipedia.org/wiki/Learned_optimism  Süddeutsche: Gastbeitrag von Florence Gaub: Die Zukunft war schon immer scheiße Wikipedia: Dialektik der Aufklärung Optimism Bias: https://theoptimismbias.blogspot.com/ Optimism Bias gibt es nicht: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5344342/  auch empfehlenswert zu diesem Thema: https://www.deutschlandfunkkultur.de/jane-mcgonigal-zukunft-100.html  Klimaziel Zustimmung, Erreichung Pessimismus: https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/klimaneutralitaet-2045-breite-zustimmung-in-der-bevoelkerung-aber-massive-zweifel-an-der-umsetzbarkeit  Independent: Anxiety around AI is growing rapidly Hotel Matze: Philosoph Markus Gabriel: KI, Gefühle, Macht Wochendämmerung mit Raul Krauthausen: https://wochendaemmerung.de/ruinoese-empathie-und-ki-als-gamechanger-mit-raul-krauthausen/ 





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Prüfungen
19.03.2026
56 Minuten
Prüfungen begleiten uns durchs ganze Leben. In der Schule dienten sie dazu, Leistung zu messen, Wissen zu überprüfen und Vergleichbarkeit herzustellen. Doch wenn man genau hinschaut, merkt man, dass Prüfungen oft etwas ganz anderes messen als Kompetenz, und ihre Wirkung weit über das Ergebnis hinausreicht.


In dieser Folge sprechen Katrin und Alexandra nicht nur über den Impact von Leistungsprüfungen, sondern auch über die alltäglichen Prüfungen im Job, in zwischenmenschlichen Situationen oder auf Social Media. Wir werden ständig bewertet und bewerten uns selbst. Rankings, Scores und Feedbacksysteme geben zwar Orientierung, indem sie Komplexität reduzieren, aber oft auf eine sehr entmenschlichende Weise. Wie gehen wir um mit einem System, das uns ständig misst, vergleicht und unseren Wert an Zahlen festmacht?


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Shownotes

Wikipedia: Prüfung Esquire: Warum der Intelligenz-Test nichts über die Intelligenz aussagt - br: Laut Studien spricht nichts für Exen School of Life: You should finally leave school Wikipedia: Frau Holle Prüf! Andreas Gelhard: Foucualts Analyse von Prüfungsformen (PDF)





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Kontext
06.02.2026
1 Minute
Kontext ist ganz entscheidend dafür, wie wir Aussagen und Handlungen, Sachverhalte und Ereignisse bewerten. Ohne Kontext sind weder faire Urteile noch mündige Entscheidungen möglich. Warum blenden wir ihn dennoch so häufig aus? Katrin hat ein paar psychologische und evolutionsbiologische Erklärungen dafür. Wir sprechen darüber, warum Kontext der Funktionslogik von Social Media widerspricht und warum Journalismus so häufig an seinen eigenen Ansprüchen scheitert. Alexandra sieht Kontext zudem als etwas, das in Begegnungen zwischen Menschen entsteht, in Subkulturen und in der Kunst, und dessen interaktive Schaffung ein Ausdruck von Freiheit ist. Könnte die Gesellschaft gerechter und gelassener sein, wenn wir Kontext ernster nehmen würden? Unterstützt uns!

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Shownotes:

Diskursmonitor: Glossar: Kontextualisieren


Podcast: Die Wochendämmerung


CICERO: Der Dreck bleibt haften: Interview mit Marie-Luise Vollbrecht


taz: Rechtes Internet feiert die "Ostmulle"


Wikipedia: Resting Bitch Face


Wikipedia: Bitch


Deutschlandfunk: Behemoth im Porträt


Revolvermag: Twin Temple: Satanic Doo-Wop


Sein und Streit (Podcast): Hartmut Rosa über schwindende Spielräume


Wind und Wurzeln: Wie wir Scheindebatten und Tibalismus stoppen


Hanser: Bernhard Pörksen: Zuhören


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Spaltung
14.01.2026
57 Minuten
Misstrauen gegen die Nachbarn, Entfremdung in der Familie, langjährige Freundschaften, die über Meinungsverschiedenheiten zerbrechen: Seit der Corona-Pandmie machen wir soziale Erfahrungen, die wir als Ausdruck gesellschaftlicher Spaltung deuten. Dabei kommen soziologische Studien zu gänzlich anderen Befunden, die Gesellschaft sei gar nicht so gespalten, wie es uns scheint. Im Gespräch denken wir über diesen scheinbaren Widerspruch nach und beleuchten die Hintergründe unterschiedlicher Wahrnehmungen. 


Lässt sich gegen Spaltungstendenzen und Polarisierung überhaupt etwas tun? Während Katrin dafür plädiert, Kategorien von „Entweder/Oder“ fallen zu lassen und sie durch „Sowohl als auch“ zu ersetzen, fragt Alexandra, ob Demokratie mit ihrem Anspruch auf Integration und Partizipation der „Massen“ ohne Polarisierung überhaupt möglich ist.  Unterstützt uns!

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Shownotes:

Suhrkamp: Steffan Mau, Thomas Lux & Linus Westheuser: Triggerpunkte DIW / Marcel Fratzscher: Wie gespalten ist Deutschland wirklich? Quarks: Hass, Wut und Spaltung: Driften wir immer weiter auseinander? Suhrkamp: Nils Kumkar: Polarisierung. Die Ordnung der Politik Wikipedia: Cleavage-Theorie Bundeszentrale für politische Bildung: Lassen sich Parteien noch klassifizieren? ISI / Fraunhofer: Wie gespalten ist die deutsche Gesellschaft – und was bedeutet das für die Transformationsbereitschaft der Energie- und Mobilitätswende? Wind und Wurzeln: Gegen die gesellschaftliche Spaltung: Wie wir Scheindebatten und Tribalismus stoppen Youtube / TED: That Open Secret About Political Polarization | Jake Teeny 





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