Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Jahr
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Winterreifen:
Sinnvoll selbst im milden Winter - Die GTÜ nimmt Vorurteile unter
die Lupe
Alle Fotos: Christian Wiediger -
UNSPLASH
Zu Winterreifen gibt es viele Vorurteile: Sie würden nur
auf Schnee nutzen, hätten ein lautes Abrollgeräusch und erhöhen
den Spritverbrauch. Die GTÜ Gesellschaft für Technische
Überwachung mbH geht dem Thema auf den Grund. Ein Fazit vorweg:
Bei kühlen Temperaturen haben Winterreifen klare Vorteile im
Vergleich zu Sommerpneus und sind unbedingt zu empfehlen – ob nun
Schnee liegt oder nicht.
Dass Winterreifen nur bei Schnee nutzen, stimmt nicht. Die
Gummimischungen von Winterreifen sind für kalte Temperaturen
entwickelt und weicher. Sobald das Thermometer unter sieben Grad
Celsius fällt, spielen sie ihre Vorteile aus. Denn Sommerreifen
verhärten bei niedrigen Temperaturen und haften schlechter,
selbst bei trockener Straße. Umgekehrt gilt: Winterreifen im
Sommer zu fahren ist keine gute Idee. Bei höheren Temperaturen
zeigen sie eklatante Schwächen, vor allem beim Bremsen auf
trockener Straße.
Ob Winterreifen einem höheren Verschleiß
ausgesetzt sind als Sommerreifen hängt ebenfalls von den
Temperaturen ab. Liegen diese um sieben Grad Celsius oder
darunter, verschleißen diese Reifen nicht rascher. Bei höheren
Temperaturen verlieren sie aufgrund der weicheren Gummimischungen
flotter an Profil.
Die weichere Gummimischung und das grobstolligere Profil
erhöhen allerdings den Rollwiderstand ein wenig und damit den
Verbrauch. Auch das mitunter höhere Gewicht eines Winterpneus
fordert einen kleinen Tribut. Doch aufgrund der ständig
fortschreitenden Reifenentwicklung wirken sich diese Faktoren
kaum auf die Spritrechnung aus.
Ob schmale oder breite Winterreifen bei Schnee besser sind,
hängt von den Witterungsverhältnissen ab. Bei viel Schnee bieten
schmale Reifen eine bessere Traktion, weil sie mehr Druck auf die
Kontaktfläche zwischen Fahrbahn und Fahrzeug ausüben. Zusätzlich
reduziert sich die Gefahr von Aquaplaning. Sobald die Straßen
schneefrei sind, spielen breitere Reifen bei den Aspekten
Stabilität und Kurvenhaftung ihre Vorteile aus. Aber nicht auf
alle breiten Winterreifen lassen sich Schneeketten
aufziehen
Heutige Winterreifen sind auch für höhere Geschwindigkeiten
geeignet. Lässt die Motorleistung ein höheres Tempo zu als der
jeweilige Winterreifen, muss ein Aufkleber im Sichtfeld des
Fahrers angebracht sein, der daran erinnert, dass die Reifen
nicht über ihre zulässige Geschwindigkeit hinaus zu belasten
sind. Es gibt übrigens Winterreifen, die bis 270 km/h gefahren
werden können. Das sollte nun wirklich reichen, besonders im
Winter.
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20250122_kvp.mp3
Weitere Episoden
vor 6 Tagen
vor 1 Woche
vor 2 Wochen
vor 3 Wochen
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)