Autonews vom 20. Dezember 2024

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vor 1 Jahr

Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland 


Thema heute:  Warum saisonaler Autokauf eher nicht
sinnvoll ist. 


 


 


 


 


Wir können uns sicherlich darauf einigen, dass die
wenigsten von uns professionelle Autokäufer oder -verkäufer sind.
Somit machen wir vieles, wie man so schön sagt, aus dem Bauch
heraus und aufgrund von „Erfahrungswerten“ im Freundes- oder
Bekanntenkreis.


 


Wer früher ein Cabrio kaufen wollte, tat dies klugerweise
im Winter, da waren die Preise niedrig, wer verkaufen wollte,
konnte im Sommer das meiste herausholen. Doch diese Rechnung geht
schon lange nicht mehr auf, erklärt Timo Quernes, der einen
Gebrauchtfahrzeughandel in Ruppach-Goldhausen in der Nähe von
Montabaur betreibt.  


 


 


 


 


Timo Quernes:


 


Wenn ich aufs Cabrio grade mal reflektieren darf, dann
ist es so, dass man früher gesagt hat, man kauft antizyklisch den
Wagen. Das heißt, in der Herbstsaison in den Winter hinein ein
Cabrio, bis sich das dann so weit herumgesprochen hatte, dass die
zurückgehende Nachfrage nach Cabrios zu sinkenden Preisen geführt
hat, dass alle eigentlich, die ein Cabrio haben wollten, im
Herbst ein Cabrio gesucht haben und dann ist die Nachfrage
gestiegen im Herbst und die Preise sind gestiegen, also haben
die, die sich quasi strategisch klug verhalten haben den teureren
Preis bezahlt. Die hatten dann nämlich alle schon Cabrio im
kommenden Frühling und die, die dann wirklich zur Sonne eins
gekauft haben, haben es billiger gekauft als die, die es übern
Winter dann schon in der Garage stehen hatten.


Und wenn das Cabrio dann ein halbes Jahr ungenutzt in
der Garage steht, hat man natürlich auch einen Wertverlust.
Saisonal kaufen ist also eher nicht sinnvoll, doch es gibt auch
Ausnahmen. Das kann zum Beispiel bei Allradfahrzeugen so
sein.


Timo Quernes:


 


Also es könnte tatsächlich sein, dass die Preise für
Nicht-Allradautos vor dem Winter in gewissen Regionen
runtergehen, aber die Nachfrage nach Allrad ist in den letzten
Jahren so stark gestiegen. Viele fahren gerne übers komplette
Jahr hinweg den Allradantrieb, im Nassen, in Kurven, hat sich das
bewährt.  


Nun ist es natürlich häufig so, dass man
fremdbestimmt ist. Den Satz: Ich kriege den wohl nicht mehr über
den TÜV, haben wir alle schon einmal gehört. Und auch, dass man
schlechtem Geld kein gutes Geld hinterherwerfen soll.  Das
sieht Timo Quernes aufgrund seiner langjährigen Erfahrung ganz
genauso.





Timo Quernes:     


 


Wenn das alte Auto anfängt, reparaturanfällig zu werden.
Wenn Sie sagen, bevor mir da noch irgendwas kaputt geht oder wenn
ich irgendwo Rost habe oder irgendwo steht ein gutes Angebot beim
Händler, würde ich das Auto sofort kaufen. Ich glaube, jeder
sollte ein Auto kaufen, wenn er spürt, dass er einen Bedarf hat
für das neue Auto.


Das ist eine Erfahrung, die ich auch teile. Zudem hat
Autokaufen oftmals mehr mit Emotion als mit Vernunft zu tun. Aber
das behalten wir jetzt mal schön für uns.

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