Der «Aids-Heiler» von Bern (2/3)
Claudio G. war Musiklehrer, Guru und «Heiler». Dieses Image nutzte
er aus, um seine Opfer absichtlich mit HIV anzustecken. Über Jahre
wusste die Öffentlichkeit nichts davon.
39 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Es ist das Jahr 2004, in Bern spielt sich Rätselhaftes ab: Ein
Mann kommt in schlechtem Zustand ins Inselspital, es stellt sich
heraus, dass er sich mit HIV angesteckt hat. Bloss wo?
Der Mann hat einen Verdacht: Er erinnert sich an eine seltsame
«Akupunkturbehandlung» in der Musikschule von Claudio G. Das sei
der einzige Ort, wo er sich angesteckt haben könnte, ist der Mann
überzeugt, und zeigt Claudio G. an. Doch die Ärzteschaft und
selbst seine Familienmitglieder glauben ihm nicht und können sich
eine solche Ansteckung bei einer Behandlung nicht erklären.
Der Musiklehrer Claudio G. kommt nach kurzer Untersuchungshaft
wieder frei. Doch in den folgenden Monaten häufen sich die Fälle
von Menschen im Raum Bern, die mit HIV-Infektionen – und
teilweise auch seltenen Hepatitis-Erkrankungen – ins Spital
kommen. Die Ärztinnen und Ärzte sehen ein Muster, denn die
Betroffenen haben nur eine Gemeinsamkeit: Sie waren beim
Musiklehrer und selbsternannten Heiler Claudio G. in einer
Behandlung.
Unter den Erkrankten sind beispielsweise Familienmitglieder von
Claudio G., Ex-Freundinnen, ein minderjähriger Jugendlicher und
ein Mann, der Claudio G. als seinen besten Freund bezeichnete.
Aber auch Zufallsopfer aus seiner Musikschule. Die Behörden
ermitteln – und auch wenn sich der Verdacht rasch erhärtet, ist
Claudio G. Jahre später noch immer auf freiem Fuss.
Die Öffentlichkeit weiss lange nichts von den Ansteckungen und
nichts von den Ermittlungen. Bis im Juni 2010 der Sonntagsblick
titelt: «Der Aids-Spritzer von Bern». Nun fragt sich die
Öffentlichkeit: Warum dauern die Ermittlungen so lange? Hätten
die Musikschülerinnen und Schüler früher gewarnt werden müssen?
Folge 3 erscheint am 17. Dezember 2024. Mit einem Abo des
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Gast: Michèle Binswanger
Host: Sara Spreiter
Skript: Mirja Gabathuler und Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Sara Spreiter
Sounddesign: Tobias Holzer
Redaktion: Tina Huber
Sprecher: Roland Gamp
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