Befördert KI das Atom-Comeback?
vor 1 Jahr
Seit Wochen lesen wir Berichte über Atomkraftpläne der großen
US-Tech-Giganten Google, Microsoft und Amazon. Eine wichtige Rolle
sollen dabei SMRs spielen, kleine, modulare Reaktoren – bislang
noch eher vieldiskutierte Vision als einsatzbereite Technologi
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Jahr
Episode 172
Seit Wochen lesen wir Berichte über Atomkraftpläne der großen
US-Tech-Giganten Google, Microsoft und Amazon. Eine wichtige
Rolle sollen dabei SMRs spielen, kleine, modulare Reaktoren –
bislang noch eher vieldiskutierte Vision als einsatzbereite
Technologie. Und als weitere Säule der Strategie wird sogar die
Reaktivierung bereits stillgelegter großer Atommeiler in Angriff
genommen. Die Atomaufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten steht
unter nicht unerheblichem, politischem Druck, diese Pläne nicht
durch zu strenge Sicherheitsauflagen zu erschweren. Denn SMR
sollen ja gerade flexibel und kostengünstig eingesetzt werden und
die Gefahr einer Kernschmelze ist systembedingt geringer – so die
Fürsprecher. Doch Experten und Kritiker warnen vor einer
Aufweichung der Auflagen und vorgeschriebenen
Sicherheitsmaßnahmen für Atomanlagen. Dies ist für die
Tech-Unternehmen nicht nur aus Kostengründen relevant, sondern
die Genehmigungen für einen Betrieb in unmittelbarer Nähe zu den
eigenen Rechenzentren könnten dadurch aufwändiger werden.
Doch warum liebäugeln diese und weitere Rechenzentren-Betreiber
mit einem zweiten Frühling für die umstrittene Kernenergie?
Hintergrund ist der massive Energiehunger der Künstlichen
Intelligenz – konkret der eingesetzten Grafikprozessoren. Der
kalkulierte künftige Strombedarf und die Pläne und Pflichten für
Emissionsremissionen und Klimaneutralität, lassen sich aus
heutiger Sicht nur schwer und vor allem teuer mit regenerativen
Energiequellen abdecken. So zumindest die Argumentation der
Atombefürworter. Gegner verweisen bekanntermaßen auf die
ungeklärte Endlagerung und die Sicherheitsgefahren. Wie teuer der
Strombezug heutzutage ist, zeigt auch der Umstand, dass Microsoft
die Reaktivierung eines Alt-Atomkraftwerks plant, auf dessen
Geländer nicht nur in den 70er-Jahren ein schwerwiegender
Atomunfall stattfand, sondern dass erst vor fünf Jahren wegen
Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurde.
In der Episode 172 der Turtlezone Tiny Talks, in Zusammenarbeit
mit dem KI Expertenforum blicken Dr. Michael Gebert und Oliver
Schwartz auf die Pläne zum Stillen des Energiehungers der
Künstlichen Intelligenz und erklären, warum jeder KI-Prompt bis
zu 1000mal mehr Strom verbraucht als eine simple
Suchmaschinen-Abfrage. Außerdem erläutern sie, warum das Training
der großen Sprachmodelle schnell den Energiebedarf einer
Kleinstadt übertreffen kann.
Seit Wochen lesen wir Berichte über Atomkraftpläne der großen
US-Tech-Giganten Google, Microsoft und Amazon. Eine wichtige
Rolle sollen dabei SMRs spielen, kleine, modulare Reaktoren –
bislang noch eher vieldiskutierte Vision als einsatzbereite
Technologie. Und als weitere Säule der Strategie wird sogar die
Reaktivierung bereits stillgelegter großer Atommeiler in Angriff
genommen. Die Atomaufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten steht
unter nicht unerheblichem, politischem Druck, diese Pläne nicht
durch zu strenge Sicherheitsauflagen zu erschweren. Denn SMR
sollen ja gerade flexibel und kostengünstig eingesetzt werden und
die Gefahr einer Kernschmelze ist systembedingt geringer – so die
Fürsprecher. Doch Experten und Kritiker warnen vor einer
Aufweichung der Auflagen und vorgeschriebenen
Sicherheitsmaßnahmen für Atomanlagen. Dies ist für die
Tech-Unternehmen nicht nur aus Kostengründen relevant, sondern
die Genehmigungen für einen Betrieb in unmittelbarer Nähe zu den
eigenen Rechenzentren könnten dadurch aufwändiger werden.
Doch warum liebäugeln diese und weitere Rechenzentren-Betreiber
mit einem zweiten Frühling für die umstrittene Kernenergie?
Hintergrund ist der massive Energiehunger der Künstlichen
Intelligenz – konkret der eingesetzten Grafikprozessoren. Der
kalkulierte künftige Strombedarf und die Pläne und Pflichten für
Emissionsremissionen und Klimaneutralität, lassen sich aus
heutiger Sicht nur schwer und vor allem teuer mit regenerativen
Energiequellen abdecken. So zumindest die Argumentation der
Atombefürworter. Gegner verweisen bekanntermaßen auf die
ungeklärte Endlagerung und die Sicherheitsgefahren. Wie teuer der
Strombezug heutzutage ist, zeigt auch der Umstand, dass Microsoft
die Reaktivierung eines Alt-Atomkraftwerks plant, auf dessen
Geländer nicht nur in den 70er-Jahren ein schwerwiegender
Atomunfall stattfand, sondern dass erst vor fünf Jahren wegen
Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurde.
In der Episode 172 der Turtlezone Tiny Talks, in Zusammenarbeit
mit dem KI Expertenforum blicken Dr. Michael Gebert und Oliver
Schwartz auf die Pläne zum Stillen des Energiehungers der
Künstlichen Intelligenz und erklären, warum jeder KI-Prompt bis
zu 1000mal mehr Strom verbraucht als eine simple
Suchmaschinen-Abfrage. Außerdem erläutern sie, warum das Training
der großen Sprachmodelle schnell den Energiebedarf einer
Kleinstadt übertreffen kann.
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