Thüringen taumelt Richtung Abgrund

Thüringen taumelt Richtung Abgrund

vor 1 Jahr
Wütende Zwischenrufe und abgestellte Mikrofone: Der Thüringer Landtag legte einen peinlichen Fehlstart hin. Was lernen wir daraus? Zu Gast im Podcast ist Markus Preiß, Chef des ARD-Hauptstadtstudios und Ur-Eichsfelder.
43 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 1 Jahr
Markus Preiß ist in Thüringen aufgewachsen, er hat in Brüssel,
Paris und Berlin gearbeitet. Er kennt den Osten und den Westen. Mit
Malte Pieper und Anja Maier spricht er über die chaotische Sitzung
des neuen Thüringer Landtags. Preiß findet es befremdlich, was sich
da abgespielt hat. Er kann nachvollziehen, dass Parteien bei ihren
Anhänger punkten wollen, "aber das ist längst kein Spiel mehr". Es
sei zu befürchten, dass es in Thüringen so weitergehe, mit allen
Konsequenzen. Der Freistaat werde dann Schaden nehmen und nicht
vorankommen.

Von Thüringen aus schlagen die Journalisten den Bogen in die
europäischen Nachbarländer. Auch dort verzeichnen rechte Parteien
Wahlerfolge. Insofern ist die AfD kein Einzelfall. Aber, so die
These der Beobachter: In Deutschland zeigt sich die Wut besonders
krass, es gibt mehr Gewalt und Hass. Das kenne man so weder aus
Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Für Markus Preiß lohnt sich auch ein Blick in die osteuropäischen
EU-Länder. Dort hat er vieles beobachtet, was er in Deutschland
vermisst: klare Analysen und schnelle Entscheidungen. Die
Kommunikation zwischen Politik und Wahlvolk verlaufe direkter,
vieles sei weniger verkrustet. Als Beispiel nennt er Polen.

Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper
haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de.

Podcast-Hörtipp: Wendehausen – Heimat im
Todesstreifen
https://www.ardaudiothek.de/sendung/wendehausen-heimat-im-todesstreifen/13704179/
15
15
Close