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vor 1 Jahr
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Keyless-Fahrzeuge sind häufig schlecht vor
Diebstahl geschützt - ADAC hat rund 700 Fahrzeuge untersucht- Nur
knapp zehn Prozent überzeugten im Autotest
Foto: ADAC / Beate Blank
Die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland nimmt
deutlich zu. Laut Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2023 insgesamt 14585
kaskoversicherte Fahrzeuge gestohlen, fast 20 Prozent mehr als im
Vorjahr.
Statt mit Brecheisen und Schraubendrehern verschaffen sich
Diebe heute häufig über schlüssellose Zugangssysteme Zutritt zum
Auto. Der ADAC weist seit Jahren auf Sicherheitslücken bei den
sogenannten Keyless-Systemen hin. Die Technik erlaubt es
Autofahrern, ihr Fahrzeug bequem und ohne den Schlüssel aus der
Tasche zu holen zu öffnen und zu starten. Kriminelle nutzen diese
Funktion, um Fahrzeuge in wenigen Sekunden zu entwenden, indem
sie das Funksignal mit einfachen Geräten verlängern und dem Auto
so beispielsweise vorgaukeln, ein hinter der Haustür abgelegter
Fahrzeugschlüssel sei in unmittelbarer Nähe. Inzwischen hat der
Mobilitätsclub rund 700 Fahrzeuge mit dieser Technik im Autotest
untersucht und dabei festgestellt, dass nahezu alle Modelle
unsicher sind: Nur knapp zehn Prozent der getesteten Fahrzeuge
konnten die Experten nicht öffnen.
Um den Keyless-Diebstahl zu verhindern, fordert der ADAC
die Hersteller auf, die Funktechnik besser abzusichern. Fahrzeuge
mit Ultra-Wide-Band-Technik (UWB), mit deren Hilfe aus der
Laufzeit der Funksignale präzise die Entfernung des Schlüssels
zum Auto ermittelt werden kann, reagierten bei Verwendung der vom
ADAC benutzten Funkverlängerung nicht mehr. Bewegungssensoren,
die den Funkschlüssel bei Nichtbenutzung deaktivieren, sind nach
Ansicht des ADAC dagegen nicht ideal, da bis zum Abschalten des
Signals der Diebstahl weiterhin möglich
ist.
Um sich vor Diebstahl zu schützen, sollten Autos nach
Möglichkeit immer in einer abgeschlossenen Garage geparkt werden.
An der Straße kann eine gut sichtbare Lenkradkralle Diebe
abschrecken, da sie den Diebstahl erheblich verkompliziert.
Schlüssel von Fahrzeugen mit Keyless-System können zudem in
speziellen Taschen aufbewahrt werden, um das Signal zu
blockieren. Neben diesen Maßnahmen können Alarmanlagen
zusätzliche Sicherheit bieten. Sind sie nicht ab Werk verbaut,
können sie in einer Fachwerkstatt nachgerüstet werden. Wurde das
Fahrzeug gestohlen, können GPS-Tracker helfen, den Verbrechern
auf die Spur zu kommen. Durch Störsender (sogenannte Jammer)
können GPS-Tracker allerdings daran gehindert werden, eine
Positionsmeldung abzusetzen. Auch moderne Connectivity-Systeme
erlauben häufig per Fahrzeug-App die Ortung des Wagens.
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20240918_kvp.mp3
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