Warum Ost und West den Ukraine-Krieg unterschiedlich sehen
vor 3 Jahren
Vor knapp einem Jahr hat Russland die Ukraine überfallen. Seitdem
werden Gräben in der deutschen Gesellschaft offenkundig, wenn es um
den Blick auf Russland und den Krieg geht. Im Gespräch:
Historikerin Silke Satjukow.
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Auf den ersten Blick scheint die Lage eigentlich klar. Das Russland
von Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine überfallen, von einem
Angriffskrieg ist die Rede. Wer dabei der Böse ist, liegt für die
meisten Menschen auf der Hand. Oder doch nicht? Im Osten geben
viele Menschen den USA und der Nato die Schuld an diesem Krieg.
Warum ticken die hier im Osten so anders? Darüber sprechen Malte
Pieper und Anja Maier mit einer ausgewiesenen Expertin für das
Verhältnis der Ostdeutschen zu Russland, der Historikerin Silke
Satjukow. Sie ist Professorin an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg. Satjukow sagt, es gibt zumindest einen
Grundkonsens zwischen Ost und West: Krieg ist schlimm. Darüber
hinaus sei es aber zumindest in Teilen der Gesellschaft mit der
Einigkeit vorbei. Woher kommt die unterschiedliche Sicht auf
Russland, Putin und den Krieg? Um das zu erklären, geht Satjukow
weit in der Geschichte zurück – ins Jahr 1945. Sie liefert einen
Ritt durch die Jahrzehnte und erklärt, wo Ost und West heute stehen
mit Blick auf Russland, aber auch aufeinander. Ihr Urteil: Auf
beiden Seiten fehlten Dialogbereitschaft und Unvoreingenommenheit.
Vielmehr gebe es Stereotype und Vorurteile. Und das werde
weitergegeben, von Generation zu Generation. Satjukow sagt,
Hoffnung mache ihr die heute junge Generation. Wenn Sie Fragen an
Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an
wahlkreis-ost@mdr.de.
von Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine überfallen, von einem
Angriffskrieg ist die Rede. Wer dabei der Böse ist, liegt für die
meisten Menschen auf der Hand. Oder doch nicht? Im Osten geben
viele Menschen den USA und der Nato die Schuld an diesem Krieg.
Warum ticken die hier im Osten so anders? Darüber sprechen Malte
Pieper und Anja Maier mit einer ausgewiesenen Expertin für das
Verhältnis der Ostdeutschen zu Russland, der Historikerin Silke
Satjukow. Sie ist Professorin an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg. Satjukow sagt, es gibt zumindest einen
Grundkonsens zwischen Ost und West: Krieg ist schlimm. Darüber
hinaus sei es aber zumindest in Teilen der Gesellschaft mit der
Einigkeit vorbei. Woher kommt die unterschiedliche Sicht auf
Russland, Putin und den Krieg? Um das zu erklären, geht Satjukow
weit in der Geschichte zurück – ins Jahr 1945. Sie liefert einen
Ritt durch die Jahrzehnte und erklärt, wo Ost und West heute stehen
mit Blick auf Russland, aber auch aufeinander. Ihr Urteil: Auf
beiden Seiten fehlten Dialogbereitschaft und Unvoreingenommenheit.
Vielmehr gebe es Stereotype und Vorurteile. Und das werde
weitergegeben, von Generation zu Generation. Satjukow sagt,
Hoffnung mache ihr die heute junge Generation. Wenn Sie Fragen an
Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an
wahlkreis-ost@mdr.de.
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