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Beschreibung
vor 3 Jahren
Malte Pieper und Anja Maier beginnen mit einer Analyse des Berliner
Wahl-Paukenschlags. Die SPD hat dort eine herbe Schlappe kassiert.
Die Wahl ist der Nachweis, dass die SPD Vertrauen verloren hat,
analysiert Anja Maier. An vielen Ecken in der Stadt knirsche es,
Berlin sei eine anstrengende Stadt. Sie brauche einen Neuanfang.
Die SPD will aber weiter regieren. Maier sieht das kritisch und
legt der Sozialdemokratie den Gang in die Opposition nahe. Das
Hauptthema dieser Folge ist Sachsen-Anhalt: Ein Land so groß wie
Israel, durch das viele Deutsche vor allem durchfahren,
beispielsweise, wenn sie nach Berlin wollen. Malte Pieper findet,
Sachsen-Anhalt ist eines der am wenigsten beachteten Bundesländern.
Dabei sei es politisch ziemlich einzigartig. Es wird von einer
sogenannten Deutschland-Koalition geführt. CDU, SPD und FDP
regieren – interessanterweise bräuchte es einen der drei Partner
gar nicht für die Mehrheit im Landtag. Malte Pieper und Anja Maier
haben sich für den Blick auf das Land Sachsen-Anhalt Unterstützung
geholt – mit dabei ist Anne-Marie Kriegel, die über Jahre MDR
AKTUELL-Landeskorrespondentin war. Sie sagt, Sachsen-Anhalt sei ein
Land mit Platz für Ideen. Wenn jemand Mumm habe, könne er da was
aufbauen. Viele Menschen zeichneten sich jedoch durch eine
skeptische Grundhaltung aus. Das hat Kriegel auf zahlreichen
regierungskritischen Demonstrationen erlebt. Anja Maier erkennt
Parallelen zu Brandenburg. Sie freut sich, dass Sachsen-Anhalt nun
ein Zukunftszentrum bekommen soll – in Halle. Beide sind sich einig
in ihrer Analyse: Die Sachsen-Anhalter fühlen sich zu wenig gehört
– und das nicht zu Unrecht. Anne-Marie Kriegel hat übrigens eine
sehr hörenswerte Reportage über den "heißen Herbst" in
Sachsen-Anhalt gemacht, hier nachzuhören. Und die
Deutschland-Koalition? Die hat zum Beginn vor allem viel
gestritten, so Kriegel. Inzwischen sei es ruhiger geworden. Jede
Partei habe ihre Rolle gefunden. Über all dem steht
Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU. Er ist beliebt, ein
wenig eigen – und er verleiht dem Land ein wenig mehr Beachtung auf
Bundesebene. Denn auf ihn hört man auch in der Bundes-CDU. Haseloff
rede keinen Plüsch, er habe viel bewegt, findet Maier. Gibt es
einen Kronprinzen? Es gäbe eine logische Wahl, aber das müsse in
Sachsen-Anhalt noch nichts heißen, so Kriegel. Wenn Sie Fragen an
Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an
wahlkreis-ost@mdr.de.
Wahl-Paukenschlags. Die SPD hat dort eine herbe Schlappe kassiert.
Die Wahl ist der Nachweis, dass die SPD Vertrauen verloren hat,
analysiert Anja Maier. An vielen Ecken in der Stadt knirsche es,
Berlin sei eine anstrengende Stadt. Sie brauche einen Neuanfang.
Die SPD will aber weiter regieren. Maier sieht das kritisch und
legt der Sozialdemokratie den Gang in die Opposition nahe. Das
Hauptthema dieser Folge ist Sachsen-Anhalt: Ein Land so groß wie
Israel, durch das viele Deutsche vor allem durchfahren,
beispielsweise, wenn sie nach Berlin wollen. Malte Pieper findet,
Sachsen-Anhalt ist eines der am wenigsten beachteten Bundesländern.
Dabei sei es politisch ziemlich einzigartig. Es wird von einer
sogenannten Deutschland-Koalition geführt. CDU, SPD und FDP
regieren – interessanterweise bräuchte es einen der drei Partner
gar nicht für die Mehrheit im Landtag. Malte Pieper und Anja Maier
haben sich für den Blick auf das Land Sachsen-Anhalt Unterstützung
geholt – mit dabei ist Anne-Marie Kriegel, die über Jahre MDR
AKTUELL-Landeskorrespondentin war. Sie sagt, Sachsen-Anhalt sei ein
Land mit Platz für Ideen. Wenn jemand Mumm habe, könne er da was
aufbauen. Viele Menschen zeichneten sich jedoch durch eine
skeptische Grundhaltung aus. Das hat Kriegel auf zahlreichen
regierungskritischen Demonstrationen erlebt. Anja Maier erkennt
Parallelen zu Brandenburg. Sie freut sich, dass Sachsen-Anhalt nun
ein Zukunftszentrum bekommen soll – in Halle. Beide sind sich einig
in ihrer Analyse: Die Sachsen-Anhalter fühlen sich zu wenig gehört
– und das nicht zu Unrecht. Anne-Marie Kriegel hat übrigens eine
sehr hörenswerte Reportage über den "heißen Herbst" in
Sachsen-Anhalt gemacht, hier nachzuhören. Und die
Deutschland-Koalition? Die hat zum Beginn vor allem viel
gestritten, so Kriegel. Inzwischen sei es ruhiger geworden. Jede
Partei habe ihre Rolle gefunden. Über all dem steht
Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU. Er ist beliebt, ein
wenig eigen – und er verleiht dem Land ein wenig mehr Beachtung auf
Bundesebene. Denn auf ihn hört man auch in der Bundes-CDU. Haseloff
rede keinen Plüsch, er habe viel bewegt, findet Maier. Gibt es
einen Kronprinzen? Es gäbe eine logische Wahl, aber das müsse in
Sachsen-Anhalt noch nichts heißen, so Kriegel. Wenn Sie Fragen an
Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an
wahlkreis-ost@mdr.de.
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