Die Grünen, der Osten und der Hass

Die Grünen, der Osten und der Hass

vor 2 Jahren
Die Grünen haben im Osten einen schweren Stand. Die AfD macht Stimmung gegen sie. Wenig zimperlich ist auch die CDU, gerade in Sachsen. Viele Ostdeutsche würden die Grünen nie wählen. Woher kommt die Ablehnung?
43 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
Die Grünen sind inzwischen so etwas wie die Outlaws im
Politikbetrieb – die Ausgestoßenen. Es ist nicht lange her, dass
sie in den Umfragen weit vorn lagen und von den anderen Parteien
als Koalitionspartner umworben wurden. Diese Hochzeiten sind lange
vorbei. Gerade im Osten schlägt den Grünen teils regelrechter Hass
entgegen. Malte Pieper und Focus-Hauptstadtjournalistin Anja Maier
sprechen darüber mit Paula Piechotta. Sie war zur Bundestagswahl
Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen und kennt die erschwerten
Bedingungen für ihre Partei. Piechotta sagt, die Grünen hatten im
Osten schon immer einen schweren Stand. Sie seien in den Städten
noch vergleichsweise stark, auf dem Land aber sehr schwach. Für
Piechotta steht das sinnbildlich dafür, wie sich die Gesellschaft
zwischen Stadt und Land auseinanderdifferenziert. Wer sich auf dem
Land für die Grünen engagiere, werde schnell gemieden oder gar
bedroht. Nicht wenige zögen lieber weg, als sich offen für die
Grünen einzusetzen. Den aktuellen Kurs von Ministerpräsident
Michael Kretschmer (CDU), der viel gegen die Grünen austeilt, sieht
sie kritisch. Sie vermutet, dass dieses Bashing künftige
Koalitionen erschwere und am Ende auch nur wieder bei der AfD
einzahle. Überhaupt gebe es bei der CDU viele Politiker, die lieber
mit der AfD zusammenarbeiten würden, als sich mit SPD und Grünen zu
arrangieren. Piechotta sagt, Ministerpräsident Kretschmer nehme sie
die Distanz zur AfD ab. Die Frage sei, was in Sachsen passiere,
wenn Kretschmer nicht mehr da sei. Wenn Sie Fragen und Anregungen
an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an
wahlkreis-ost@mdr.de.
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