#92 Ben Hodges: Frustriert über die Zögerlichkeit des Westens
vor 3 Jahren
Tim Deisinger und Erhard Bühler haben einen prominenten Gast:
US-General a.D. Ben Hodges. Er glaubt an einen Sieg der Ukraine und
hofft auf eine Rückeroberung der Krim. Allerdings müsse der Westen
mehr tun.
Podcast
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Eine besondere Ausgabe: Dieses Mal analysieren Tim Deisinger und
Ex-Nato-General Erhard Bühler die Lage im Ukraine-Krieg nicht
allein, sie haben fachkundige Unterstützung aus den USA: Ben
Hodges, früherer Generalleutnant der US-Armee und
Ex-Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa von 2014
bis 2017 – und seine Frau, die Historikerin Alexandra Schwarzkopf,
als Übersetzerin. Bühler und Hodges kennen und schätzen sich seit
vielen Jahren. Natürlich tauschen sie sich auch regelmäßig über den
Ukraine-Krieg aus. Hodges gilt mit Blick auf die Chancen der
Ukraine, den Krieg zu gewinnen, als Optimist. Er sagt: Willen und
Logistik gewinnen einen Krieg – und da habe die Ukraine Vorteile.
Außerdem: 50 Nationen unterstützten die Ukraine, Russland bekomme
im Wesentlichen nur iranische Unterstützung. Im Detail analysiert
er, warum die russische Armee bisher hinter den Erwartungen der
meisten Analysten zurückgeblieben ist. Vorteile der Russen sieht
Hodges bei der schieren Masse an Soldaten und Munition. Bühler
sagt, dass die Ukraine jetzt eigentlich wieder in die Offensive
kommen müsste. Vielmehr hätten aber die Russen derzeit die
Initiative. Hodges sagt, die Ukraine halte die Linien und könne
gezielte Gegenoffensiven planen. Von der westlichen
Staatengemeinschaft würde sich Hodges mehr Unterstützung wünschen.
Sie müsste deutlich sagen, dass es ihr Ziel sei, dass die Ukraine
den Krieg gewinne – und dafür auch mehr Unterstützung
bereitstellen. Hodges meint damit auch seine Heimat, die USA – und
speziell mehr Panzer. Bühler sagt dazu, 2022 sei die Chance
verpasst worden, eher Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Wie
wird der Krieg ausgehen? Hodges sagt, wenn der Westen liefere, was
notwendig sei, werde die Ukraine gewinnen. Er findet: Auch die Krim
muss wieder ukrainisch werden. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit
bis zum nächsten russischen Angriff. Bühler äußert sich da
zurückhaltender. Die Krim-Frage würde er erst später im Rahmen von
Verhandlungen klären wollen. Weitere Themen: Es geht um die Rolle
Deutschlands im Krieg. Hodges lobt, nach den USA belege Deutschland
Platz 2 bei der Unterstützung der Ukraine. Und: Raketen für die
Ukraine mit größerer Reichweite? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben
Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter
0800 637 37 37.
Ex-Nato-General Erhard Bühler die Lage im Ukraine-Krieg nicht
allein, sie haben fachkundige Unterstützung aus den USA: Ben
Hodges, früherer Generalleutnant der US-Armee und
Ex-Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa von 2014
bis 2017 – und seine Frau, die Historikerin Alexandra Schwarzkopf,
als Übersetzerin. Bühler und Hodges kennen und schätzen sich seit
vielen Jahren. Natürlich tauschen sie sich auch regelmäßig über den
Ukraine-Krieg aus. Hodges gilt mit Blick auf die Chancen der
Ukraine, den Krieg zu gewinnen, als Optimist. Er sagt: Willen und
Logistik gewinnen einen Krieg – und da habe die Ukraine Vorteile.
Außerdem: 50 Nationen unterstützten die Ukraine, Russland bekomme
im Wesentlichen nur iranische Unterstützung. Im Detail analysiert
er, warum die russische Armee bisher hinter den Erwartungen der
meisten Analysten zurückgeblieben ist. Vorteile der Russen sieht
Hodges bei der schieren Masse an Soldaten und Munition. Bühler
sagt, dass die Ukraine jetzt eigentlich wieder in die Offensive
kommen müsste. Vielmehr hätten aber die Russen derzeit die
Initiative. Hodges sagt, die Ukraine halte die Linien und könne
gezielte Gegenoffensiven planen. Von der westlichen
Staatengemeinschaft würde sich Hodges mehr Unterstützung wünschen.
Sie müsste deutlich sagen, dass es ihr Ziel sei, dass die Ukraine
den Krieg gewinne – und dafür auch mehr Unterstützung
bereitstellen. Hodges meint damit auch seine Heimat, die USA – und
speziell mehr Panzer. Bühler sagt dazu, 2022 sei die Chance
verpasst worden, eher Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Wie
wird der Krieg ausgehen? Hodges sagt, wenn der Westen liefere, was
notwendig sei, werde die Ukraine gewinnen. Er findet: Auch die Krim
muss wieder ukrainisch werden. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit
bis zum nächsten russischen Angriff. Bühler äußert sich da
zurückhaltender. Die Krim-Frage würde er erst später im Rahmen von
Verhandlungen klären wollen. Weitere Themen: Es geht um die Rolle
Deutschlands im Krieg. Hodges lobt, nach den USA belege Deutschland
Platz 2 bei der Unterstützung der Ukraine. Und: Raketen für die
Ukraine mit größerer Reichweite? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben
Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter
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