#124 Ukraine sofort in die Nato? Wäre Rutschbahn in den Krieg!
vor 3 Jahren
Es gibt Stimmen, die eine sofortige Aufnahme der Ukraine in die
Nato fordern. Ließe sich der Krieg so beenden? Bühler lehnt das
entschieden ab und warnt vor den Risiken. Außerdem: Nationale
Sicherheitsstrategie.
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Beschreibung
vor 3 Jahren
In der heutigen Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General
Erhard Bühler über einen brisanten Vorschlag zur Beendigung des
Ukraine-Kriegs. So fordert unter anderem die ehemalige leitende
Mitarbeiterin des Internationalen Stabs der Nato, die frühere
"Chef-Strategin der Nato", Stefanie Babst, die sofortige Aufnahme
der Ukraine in die Nato. Ihrer Meinung nach würde es sich um ein
starkes Signal an den Kreml handeln. Doch Bühler warnt vor den
Risiken. Er spricht von einer "Rutschbahn in den Krieg". Diese
Strategie würde nach seiner Aussage den Konflikt schlimmer machen
und die Nato über kurz oder lang zur Kriegspartei werden lassen. Er
plädiert dafür, an der jetzigen Strategie festzuhalten. Man müsse
die Ukraine in der Wahrnehmung ihres Selbstverteidigungsrechts
unterstützen, gleichzeitig aber jede Ausweitung des Kriegs
vermeiden. Ausführlich gehen Deisinger und Bühler auch wieder auf
die laufende Gegenoffensive der Ukraine ein. Bühler geht davon aus,
dass sie zur Zufriedenheit der ukrainischen Führung verlaufe. Die
Ukraine gehe unverändert vor allem an drei Stellen offensiv vor: in
den Regionen Bachmut, Saporischschja und des westlichen Donezk.
Dabei erziele sie einzelne Fortschritte und schaffe die
Voraussetzung für größere Angriffe. Aber wie sind Meldungen über
ukrainische Verluste zu bewerten? Wieviel westliche Panzer und
anderes militärisches Gerät hat die Ukraine bereits verloren? Auch
darauf geht Bühler ausführlich ein. Außerdem erklärt er, wie
geschickt die Russen ihre Hubschrauber mit Raketen und
Maschinenkanonen einsetzen. Bühler bezieht auch Stellung zu den
Aussagen des Militärökonomen Marcus Keupp. Dieser hatte unter
anderem erklärt, die Ukraine verfolge eine Strategie der "tausend
Bienenstiche". Ein großer Hauptangriff sei nicht zu erwarten. Diese
Einschätzung sieht Bühler sehr skeptisch und führt auch aus, warum.
Bühler glaubt auch nicht den Aussagen des russischen Präsidenten
Wladimir Putin, wonach die ukrainischen Verluste zehn Mal
höher seien als die der Russen. Diese Zahlen sind laut Bühler
außerhalb jeder Realität. Zum Schluss kommen Deisinger und Bühler
noch auf die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung zu
sprechen. Bühler äußerte sich lobend. Das Wichtigste sei, dass
Deutschland zum ersten Mal eine solche Stratregie habe. Er würde
sich wünschen, dass jede Regierung so etwas vorlegen müsse. Das
könne man gesetzlich regeln. Der Ex-Nato-General erklärt, warum das
auch Vorteile für die demokratischen Prozesse hätte. Wenn Sie
Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie
kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
Erhard Bühler über einen brisanten Vorschlag zur Beendigung des
Ukraine-Kriegs. So fordert unter anderem die ehemalige leitende
Mitarbeiterin des Internationalen Stabs der Nato, die frühere
"Chef-Strategin der Nato", Stefanie Babst, die sofortige Aufnahme
der Ukraine in die Nato. Ihrer Meinung nach würde es sich um ein
starkes Signal an den Kreml handeln. Doch Bühler warnt vor den
Risiken. Er spricht von einer "Rutschbahn in den Krieg". Diese
Strategie würde nach seiner Aussage den Konflikt schlimmer machen
und die Nato über kurz oder lang zur Kriegspartei werden lassen. Er
plädiert dafür, an der jetzigen Strategie festzuhalten. Man müsse
die Ukraine in der Wahrnehmung ihres Selbstverteidigungsrechts
unterstützen, gleichzeitig aber jede Ausweitung des Kriegs
vermeiden. Ausführlich gehen Deisinger und Bühler auch wieder auf
die laufende Gegenoffensive der Ukraine ein. Bühler geht davon aus,
dass sie zur Zufriedenheit der ukrainischen Führung verlaufe. Die
Ukraine gehe unverändert vor allem an drei Stellen offensiv vor: in
den Regionen Bachmut, Saporischschja und des westlichen Donezk.
Dabei erziele sie einzelne Fortschritte und schaffe die
Voraussetzung für größere Angriffe. Aber wie sind Meldungen über
ukrainische Verluste zu bewerten? Wieviel westliche Panzer und
anderes militärisches Gerät hat die Ukraine bereits verloren? Auch
darauf geht Bühler ausführlich ein. Außerdem erklärt er, wie
geschickt die Russen ihre Hubschrauber mit Raketen und
Maschinenkanonen einsetzen. Bühler bezieht auch Stellung zu den
Aussagen des Militärökonomen Marcus Keupp. Dieser hatte unter
anderem erklärt, die Ukraine verfolge eine Strategie der "tausend
Bienenstiche". Ein großer Hauptangriff sei nicht zu erwarten. Diese
Einschätzung sieht Bühler sehr skeptisch und führt auch aus, warum.
Bühler glaubt auch nicht den Aussagen des russischen Präsidenten
Wladimir Putin, wonach die ukrainischen Verluste zehn Mal
höher seien als die der Russen. Diese Zahlen sind laut Bühler
außerhalb jeder Realität. Zum Schluss kommen Deisinger und Bühler
noch auf die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung zu
sprechen. Bühler äußerte sich lobend. Das Wichtigste sei, dass
Deutschland zum ersten Mal eine solche Stratregie habe. Er würde
sich wünschen, dass jede Regierung so etwas vorlegen müsse. Das
könne man gesetzlich regeln. Der Ex-Nato-General erklärt, warum das
auch Vorteile für die demokratischen Prozesse hätte. Wenn Sie
Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie
kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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