#127 Wagner-Aufstand: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende
vor 3 Jahren
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin hat das System Putin erschüttert.
Der russische Präsident sei nach dem Aufstand beschädigt, sagt
Ex-Nato-General Bühler. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und
wie es nun weitergeht.
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Die Welt blickte gebannt nach Russland, als die Wagner-Truppe um
ihren Chef Jewgeni Prigoschin den Aufstand wagte. Doch so schnell,
wie es begann, endete es auch wieder. Darüber sprechen Tim
Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Viele
Fragen seien noch offen, sagt Bühler. Auch wisse man noch zu wenig
über den Deal, der den Aufstand beendet habe. Die Geschichte sei
noch nicht beendet. Spekulationen über einen womöglich inszenierten
Aufstand erteilt Bühler jedoch eine klare Absage. Und er erklärt im
Detail, warum solchen Theorien seiner Meinung nach jegliche
Plausibilität fehlt. Doch warum wagte Prigoschin den Aufstand?
Bühler glaubt, der Wagner-Chef habe die Bodenhaftung verloren. Er
habe sich und seine Rolle im russischen System massiv überschätzt.
Im Detail geht es auch darum, wie der Aufstand ablief: Dass die
russische Armee so wenig Widerstand geleistet habe, ist für Bühler
erklärbar. Die Wagner-Gruppe habe einen Ruf. Und die russischen
Truppen hätten schlicht nicht gewusst, was sie erwarte. Die Führung
habe versagt. Präsident Wladimir Putin habe Prigoschin zu lange
gewähren lassen. Und Putin habe sich weiter beschädigt, weil er
erst scharfe Strafen angekündigt und dann der Straflosigkeit für
die Aufständischen zugestimmt habe. Der Aufstand habe aller Welt
gezeigt, dass Putin nicht mehr die volle Kontrolle habe. Die
aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Ukrainer versuchen
weiter, mit kleineren Angriffen Schwächen in der russischen
Verteidigung zu finden. Größere Geländegewinne bleiben dabei bisher
aus. Ein Großteil der Offensivkräfte wartet noch auf den Einsatz,
sie stehen noch hinter der Front. Und die Ukrainer sind an einer
Stelle wieder mit Aufklärungseinheiten über den Dnipro übergesetzt.
Außerdem gab es eine Meldung, die viele aufhorchen ließ, auch bei
der Bundeswehr. Deutschland will nun doch eine Brigade mit 4.000
zusätzlichen Soldaten und Soldatinnen dauerhaft in Litauen
stationieren. Bühler sagt, sie sollten dort zusammen mit Truppen
aus anderen Ländern mögliche Aggressoren abschrecken. Das sei eine
Reaktion auf das Verhalten Russlands. Bühler spricht von einem
notwendigen Schritt, mit dem Deutschland eine Führungsrolle
übernehme. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an
general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637
37 37.
ihren Chef Jewgeni Prigoschin den Aufstand wagte. Doch so schnell,
wie es begann, endete es auch wieder. Darüber sprechen Tim
Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Viele
Fragen seien noch offen, sagt Bühler. Auch wisse man noch zu wenig
über den Deal, der den Aufstand beendet habe. Die Geschichte sei
noch nicht beendet. Spekulationen über einen womöglich inszenierten
Aufstand erteilt Bühler jedoch eine klare Absage. Und er erklärt im
Detail, warum solchen Theorien seiner Meinung nach jegliche
Plausibilität fehlt. Doch warum wagte Prigoschin den Aufstand?
Bühler glaubt, der Wagner-Chef habe die Bodenhaftung verloren. Er
habe sich und seine Rolle im russischen System massiv überschätzt.
Im Detail geht es auch darum, wie der Aufstand ablief: Dass die
russische Armee so wenig Widerstand geleistet habe, ist für Bühler
erklärbar. Die Wagner-Gruppe habe einen Ruf. Und die russischen
Truppen hätten schlicht nicht gewusst, was sie erwarte. Die Führung
habe versagt. Präsident Wladimir Putin habe Prigoschin zu lange
gewähren lassen. Und Putin habe sich weiter beschädigt, weil er
erst scharfe Strafen angekündigt und dann der Straflosigkeit für
die Aufständischen zugestimmt habe. Der Aufstand habe aller Welt
gezeigt, dass Putin nicht mehr die volle Kontrolle habe. Die
aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Ukrainer versuchen
weiter, mit kleineren Angriffen Schwächen in der russischen
Verteidigung zu finden. Größere Geländegewinne bleiben dabei bisher
aus. Ein Großteil der Offensivkräfte wartet noch auf den Einsatz,
sie stehen noch hinter der Front. Und die Ukrainer sind an einer
Stelle wieder mit Aufklärungseinheiten über den Dnipro übergesetzt.
Außerdem gab es eine Meldung, die viele aufhorchen ließ, auch bei
der Bundeswehr. Deutschland will nun doch eine Brigade mit 4.000
zusätzlichen Soldaten und Soldatinnen dauerhaft in Litauen
stationieren. Bühler sagt, sie sollten dort zusammen mit Truppen
aus anderen Ländern mögliche Aggressoren abschrecken. Das sei eine
Reaktion auf das Verhalten Russlands. Bühler spricht von einem
notwendigen Schritt, mit dem Deutschland eine Führungsrolle
übernehme. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an
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