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Beschreibung
vor 3 Jahren
Zu Beginn des Podcasts sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General
Erhard Bühler über den Stand der Dinge nach dem Wagner-Aufstand in
Russland. Inzwischen haben sich mehrere maßgebliche Akteure zu Wort
gemeldet. Präsident Wladimir Putin versucht sich in seiner
Erzählung der Ereignisse. Danach habe sich die ganze russische
Nation geschlossen dem Aufstand entgegengestellt. Russland stehe
gestärkt da. Bühler sagt dazu, die Tatsachen sprächen eine andere
Sprache. Das System Putin sei vom Aufstand überrascht worden und
habe dem zunächst nichts entgegensetzen können. Auch der
belarusische Präsident Alexander Lukaschenko verbreitet seine
Version der Ereignisse. Putin habe die Wagner-Truppen zunächst
auslöschen wollen. Er, Lukaschenko, habe Putin davon abgebracht und
auch den Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zur Aufgabe bewogen. Diese
Version hält Bühler für weitaus glaubwürdiger. Außerdem geht es um
die Rolle des russischen Generals Sergej Surowikin, der inzwischen
festgenommen worden sein soll. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg:
Deisinger und Bühler ordnen den russischen Raketenangriff auf das
Stadtzentrum von Kramatorsk ein. Im Nachgang gibt es verschiedene
Versionen, wer dabei getroffen werden sollte. An der Front ist
Russland weiter in der Defensive, außer bei Kreminna. Die Ukraine
verfolgt ihre Offensive weiter. Bei Bachmut komme die ukrainische
Armee langsam aber stetig voran, so Bühler. Ein wichtiges Thema ist
die aktuelle Lage am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja, das
unter russischer Kontrolle steht: Hier ist die Situation nach der
Sprengung des Kachowka-Staudamms angespannt. Perspektivisch könnte
Wasser zur Kühlung der sechs abgeschalteten Reaktoren fehlen. Noch
gibt es einen abgetrennten Bereich des Kachowka-Stausees, der
unbeschädigt ist und für die Kühlung genutzt wird. Es gibt aber
Meldungen, dass die Russen auch den dortigen Staudamm vermint
haben. Noch alarmierender klingen Meldungen des ukrainischen
Geheimdienstes. Demnach sind vier der Reaktoren im AKW von den
Russen zur Sprengung vorbereitet worden. Die Bedrohungslage sei da,
so Bühler. Er rechnet aber nicht damit, dass die Russen das AKW
wirklich zerstören wollen. Auch weil damit russisches Kernland
bedroht würde. Ausschließen könne man es aber nicht. Es bleibt eine
weitere Frage: Wie würde die Nato reagieren, wenn das AKW zerstört
würde? Eine radioaktive Wolke könnte dann Nato-Gebiet bedrohen.
Würde die Nato in den Krieg eintreten? Deisinger und Bühler
sprechen auch darüber, ob das Image des Verteidigungsministers
Boris Pistorius (SPD) erste Dellen bekommen hat. Seine Ankündigung,
Tausende Bundeswehr-Soldaten dauerhaft nach Litauen zu schicken,
scheint vorab wenig mit dem Rest der Bundesregierung und der
Bundeswehr abgestimmt worden zu sein. Wenn Sie Fragen haben:
Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an
unter 0800 637 37 37.
Erhard Bühler über den Stand der Dinge nach dem Wagner-Aufstand in
Russland. Inzwischen haben sich mehrere maßgebliche Akteure zu Wort
gemeldet. Präsident Wladimir Putin versucht sich in seiner
Erzählung der Ereignisse. Danach habe sich die ganze russische
Nation geschlossen dem Aufstand entgegengestellt. Russland stehe
gestärkt da. Bühler sagt dazu, die Tatsachen sprächen eine andere
Sprache. Das System Putin sei vom Aufstand überrascht worden und
habe dem zunächst nichts entgegensetzen können. Auch der
belarusische Präsident Alexander Lukaschenko verbreitet seine
Version der Ereignisse. Putin habe die Wagner-Truppen zunächst
auslöschen wollen. Er, Lukaschenko, habe Putin davon abgebracht und
auch den Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zur Aufgabe bewogen. Diese
Version hält Bühler für weitaus glaubwürdiger. Außerdem geht es um
die Rolle des russischen Generals Sergej Surowikin, der inzwischen
festgenommen worden sein soll. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg:
Deisinger und Bühler ordnen den russischen Raketenangriff auf das
Stadtzentrum von Kramatorsk ein. Im Nachgang gibt es verschiedene
Versionen, wer dabei getroffen werden sollte. An der Front ist
Russland weiter in der Defensive, außer bei Kreminna. Die Ukraine
verfolgt ihre Offensive weiter. Bei Bachmut komme die ukrainische
Armee langsam aber stetig voran, so Bühler. Ein wichtiges Thema ist
die aktuelle Lage am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja, das
unter russischer Kontrolle steht: Hier ist die Situation nach der
Sprengung des Kachowka-Staudamms angespannt. Perspektivisch könnte
Wasser zur Kühlung der sechs abgeschalteten Reaktoren fehlen. Noch
gibt es einen abgetrennten Bereich des Kachowka-Stausees, der
unbeschädigt ist und für die Kühlung genutzt wird. Es gibt aber
Meldungen, dass die Russen auch den dortigen Staudamm vermint
haben. Noch alarmierender klingen Meldungen des ukrainischen
Geheimdienstes. Demnach sind vier der Reaktoren im AKW von den
Russen zur Sprengung vorbereitet worden. Die Bedrohungslage sei da,
so Bühler. Er rechnet aber nicht damit, dass die Russen das AKW
wirklich zerstören wollen. Auch weil damit russisches Kernland
bedroht würde. Ausschließen könne man es aber nicht. Es bleibt eine
weitere Frage: Wie würde die Nato reagieren, wenn das AKW zerstört
würde? Eine radioaktive Wolke könnte dann Nato-Gebiet bedrohen.
Würde die Nato in den Krieg eintreten? Deisinger und Bühler
sprechen auch darüber, ob das Image des Verteidigungsministers
Boris Pistorius (SPD) erste Dellen bekommen hat. Seine Ankündigung,
Tausende Bundeswehr-Soldaten dauerhaft nach Litauen zu schicken,
scheint vorab wenig mit dem Rest der Bundesregierung und der
Bundeswehr abgestimmt worden zu sein. Wenn Sie Fragen haben:
Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an
unter 0800 637 37 37.
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