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#137 Die Taurus-Debatte

#137 Die Taurus-Debatte

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In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard
Bühler über den Taurus. Dabei handelt es sich um einen deutschen
Langstrecken-Luft-Boden-Marschflugkörper. Er wird von einem
Flugzeug verschossen und hat dann eine Reichweite von mehr als 500
Kilometern. Der Marschflugkörper ist laut General Bühler nur schwer
vom Radar zu erkennen, so dass die Luftverteidigung Probleme habe,
sie zu bekämpfen. Bühler kann Berichte nicht bestätigen, dass nur
150 Taurus-Marschflugkörper der Bundeswehr von insgesamt 600
einsatzbereit seien. Er erklärt aber, warum es plausibel ist, dass
nicht immer alle sofort eingesetzt werden können. In Deutschland
wird im Moment intensiv darüber debattiert, ob Deutschland an die
Ukraine solche Taurus-Marschflugkörper liefern sollte. Bühler würde
das unter bestimmten Bedingungen sinnvoll finden. Militärisch wären
sie seiner Meinung nach für die Ukraine im Krieg ein Gewinn. Mit
den Kampfflugzeugen, die der Ukraine im Moment zur Verfügung
stünden, sei der Taurus aber kaum kompatibel. Mit
F16-Kampfflugzeugen könne das Problem aber behoben werden. Außerdem
sei es sinnvoll, sich bei der Lieferung von Marschflugkörpern mit
den USA abzustimmen. Bühler plädiert dafür, immer darauf zu achten,
dass die Bundeswehr einsatzfähig bleibe. Deisinger und Bühler
schauen auch in dieser Folge natürlich wieder auf die aktuelle
Lage. Bühler zufolge ist die Lage, was den Frontverlauf angeht,
unverändert. Es gebe geringfügige Geländegewinne der Ukraine bei
Bachmut und im Süden. Entscheidender sei aber die Zerstörung der
russischen Logistik, Gefechtsständen, Versorgungslinien und
Radarstellungen. Da sei die Ukraine erfolgreich, so Bühler.
Außerdem stellt er fest, dass sich die Ziele der großräumigen
Luftangriffe der Russen verlagert haben - von den Hafenstädten wie
Odessa wieder auf Städte in der zentralen und in der östlichen
Ukraine. Dazu gehörten Sumy, Cherson und die Heimatstadt des
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih.
Ausführlich wird Bühler von Deisinger zu den ukrainischen
Drohnen-Angriffen auf Moskau befragt. Der Ex-Nato-General geht
davon aus, dass es sich um legitime Ziele handelt. Allerdings müsse
man bei der Bewertung vorsichtig sein, weil die Zielplanung nicht
bekannt sei. Die Angriffe auf Moskau haben laut Bühler keine
unmittelbaren militärischen Auswirkungen. Allerdings müsse Russland
viel Aufwand betreiben, um Moskau zu schützen. Das seien Mittel,
die Russland im Krieg an anderer Stelle fehlten. Präsident Wladimir
Putin könne die Bevölkerung nicht schützen. Der Krieg sei auch in
Moskau angekommen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an
general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637
37 37.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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