#173 Warum die ukrainische Bodenoffensive gescheitert ist
vor 2 Jahren
Die ukrainische Offensive hat ihre Ziele verfehlt, so viel ist
sicher. Wie es dazu kam und welche Unstimmigkeiten es bei der
Vorbereitung gab, dazu gibt es einen interessanten Bericht. Und:
Ukraine-Helfer berichten.
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Jahren
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard
Bühler über einen hochinteressanten Artikel der Washington Post zu
Planung und Verlauf der ukrainischen Offensive im Sommer.
Demnach gab es vorab verschiedene Überlegungen. Briten und
US-Amerikaner hätten den Ukrainern geraten, nur an einem Ort
anzugreifen und dort alle Kräfte zu massieren. Die Ukrainer hätten
sich dann entschieden, an mehreren Frontabschnitten anzugreifen.
Bühler erklärt, warum er den ukrainischen Ansatz nachvollziehen
kann. Weitere Differenzen soll es mit Blick auf den Startzeitpunkt
der Offensive gegeben haben. Letztendlich versackte der Angriff
schon nach wenigen Tagen.
Die militärische Hilfe des Westens scheint derzeit nachzulassen.
Europa zeigt sich wenig geeint, in den USA fallen weitere Hilfen
bisher einem Haushaltsstreit zum Opfer. Bühler erklärt, warum er
der Ukraine dennoch weitere Erfolge zutraut.
Zur aktuellen Lage: Die russische Armee hat ihre Luftschläge gegen
die Ukraine intensiviert. Die Ukrainer greifen weiter Ziele weit
hinter den russischen Linien an. Die russische Armee versucht
derweil, auf Kupjansk vorzustoßen, allerdings weitgehend erfolglos,
so Bühler. Kritischer ist die Lage für die Ukrainer bei Awdijiwka,
dort kommen die Russen weiter voran, wenn auch sehr langsam. Im
Süden ist die Ukraine teilweise noch in der Offensive. Bei Cherson
versuchen die Russen derzeit, die ukrainischen Brückenköpfe über
den Dnipro zu zerschlagen.
Und es gibt neben Ex-General Bühler zwei weitere Gäste, die in
diesem Podcast zu Wort kommen. Melanie und Marcus Gras engagieren
sich privat, um Hilfen für die Ukraine zu organisieren. Es geht um
Sanitätsmaterial, Kleidung, Lebensmittel und Feuerwehr-Material.
Sie haben bereits mehrere Transporte organisiert, einen weiteren
soll es noch in diesem Jahr geben. Sie berichten von ihrer Hilfe,
ihrer Motivation und Bildern aus der Ukraine, die man nicht
vergisst.
Links:
- Artikel der Washington Post
- Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V.
Und hier unser Podcast-Tipp: Die Fascho-Jägerin?! - Der Fall Lina
E. und seine Folgen
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
Bühler über einen hochinteressanten Artikel der Washington Post zu
Planung und Verlauf der ukrainischen Offensive im Sommer.
Demnach gab es vorab verschiedene Überlegungen. Briten und
US-Amerikaner hätten den Ukrainern geraten, nur an einem Ort
anzugreifen und dort alle Kräfte zu massieren. Die Ukrainer hätten
sich dann entschieden, an mehreren Frontabschnitten anzugreifen.
Bühler erklärt, warum er den ukrainischen Ansatz nachvollziehen
kann. Weitere Differenzen soll es mit Blick auf den Startzeitpunkt
der Offensive gegeben haben. Letztendlich versackte der Angriff
schon nach wenigen Tagen.
Die militärische Hilfe des Westens scheint derzeit nachzulassen.
Europa zeigt sich wenig geeint, in den USA fallen weitere Hilfen
bisher einem Haushaltsstreit zum Opfer. Bühler erklärt, warum er
der Ukraine dennoch weitere Erfolge zutraut.
Zur aktuellen Lage: Die russische Armee hat ihre Luftschläge gegen
die Ukraine intensiviert. Die Ukrainer greifen weiter Ziele weit
hinter den russischen Linien an. Die russische Armee versucht
derweil, auf Kupjansk vorzustoßen, allerdings weitgehend erfolglos,
so Bühler. Kritischer ist die Lage für die Ukrainer bei Awdijiwka,
dort kommen die Russen weiter voran, wenn auch sehr langsam. Im
Süden ist die Ukraine teilweise noch in der Offensive. Bei Cherson
versuchen die Russen derzeit, die ukrainischen Brückenköpfe über
den Dnipro zu zerschlagen.
Und es gibt neben Ex-General Bühler zwei weitere Gäste, die in
diesem Podcast zu Wort kommen. Melanie und Marcus Gras engagieren
sich privat, um Hilfen für die Ukraine zu organisieren. Es geht um
Sanitätsmaterial, Kleidung, Lebensmittel und Feuerwehr-Material.
Sie haben bereits mehrere Transporte organisiert, einen weiteren
soll es noch in diesem Jahr geben. Sie berichten von ihrer Hilfe,
ihrer Motivation und Bildern aus der Ukraine, die man nicht
vergisst.
Links:
- Artikel der Washington Post
- Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V.
Und hier unser Podcast-Tipp: Die Fascho-Jägerin?! - Der Fall Lina
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