#196 Bietet Kiew den Russen Verhandlungen an? Zu den Thesen von Michael v. d. Schulenburg

#196 Bietet Kiew den Russen Verhandlungen an? Zu den Thesen von Michael v. d. Schulenburg

vor 2 Jahren
Ein Artikel des BSW-Politikers Michael von der Schulenburg sorgt für Aufmerksamkeit. Er meint, dass eine neue ukrainische Regierung mit den Russen verhandeln wird. Bühler sieht dafür derzeit keine Anzeichen.
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard
Bühler über einen Artikel in der Berliner Zeitung, der für
Aufmerksamkeit sorgt. Geschrieben hat ihn Michael von der
Schulenburg, ein Ex-Diplomat und Politiker, der sich für das
"Bündnis Sahra Wagenknecht" engagiert. In dem Artikel
"Spektakuläres Szenario: Beenden Russen und Ukrainer ihren Krieg
auf eigene Faust?“ schaut er in eine für ihn mögliche Zukunft. Nach
dem Scheitern einer weiteren ukrainischen Großoffensive werde
Präsident Wolodymyr Selenskyj abgelöst. Eine neue ukrainische
Regierung werde sich an die Friedensgespräche kurz nach Beginn des
Kriegs erinnern und versuchen, mit den Russen einen Vertrag
auszuhandeln. Russlands Präsident werde darauf "großmütig"
reagieren.

Bühler hält das Szenario für unrealistisch, will es aber auch nicht
gänzlich ausschließen. Dabei erinnert er daran, dass eine
überwältigende Mehrheit der Ukrainer hinter den Zielen ihres
Präsidenten stehe. Für eine Ablösung Selenskyj gebe es keine
Anhaltspunkte. Bühler glaubt auch nicht an einen "Großmut" Putins.
Es gehe ihm nicht nur darum, dass die Ukraine nicht in die Nato
komme und er den freien Zugang zum Schwarzen Meer behalte. Putin
wolle die ganze Ukraine. Bühler zählt auch Mechanismen auf, wie der
russische Präsident an seine Ziele kommen könnte. Dabei müsse er
zunächst nicht zwangsläufig mehr Soldaten einsetzen als jetzt.
Michael von der Schulenburg skizziert in dem Artikel auch eine
Vertrauenskrise in der ukrainischen Armee nach der Entlassung von
Armeechef Walerij Saluschnyj. Diese Gefahr besteht laut Bühler
tatsächlich, "wenn die neue militärische Führung jetzt nicht
schnell Fuß fasst."

Deisinger und Bühler schauen natürlich auch auf die aktuelle Lage.
Der Ex-Nato-General hat keinen Zweifel daran, dass die Ukraine das
russische Schiff "Sergej Kotow" mit Drohnen versenkt hat. Es war
erst nach Kriegsbeginn in den Dienst gestellt worden und damit sehr
modern. Welche Auswirkungen hat die Versenkung auf den
Kriegsverlauf? Darauf hat Bühler klare Antworten. Er thematisiert
auch Angriffe in Russland. So sei eine Eisenbahnbrücke in der
Region Samara gesprengt worden, die zu einer Munitionsfabrik führe.
Möglicherweise stecke die Widerstandsgruppe "Stop the Wagons"
dahinter. Was weiß man über die Gruppe? Außerdem kommt Bühler auf
die wahrscheinliche Zerstörung eines US-amerikanischen
HIMARS-Systems zu sprechen und erläutert die Folgen.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie
an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an
unter 0800 637 37 37.
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