#197 Verhinderter Frieden? Das "Abkommen" von Istanbul

#197 Verhinderter Frieden? Das "Abkommen" von Istanbul

vor 2 Jahren
Oft wird behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich kurz nach Kriegsbeginn auf ein Friedensabkommen verständigt. Jetzt wurden neue Details bekannt. Laut Bühler hätte der "Vertrag" zur Unterwerfung Kiews geführt.
56 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
Oft wird behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich kurz nach
Kriegsbeginn auf ein Friedensabkommen verständigt. Jetzt hat das
"Wall Street Journal" in einem Artikel Details veröffentlicht. In
dieser Folge geht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler
die einzelnen Punkte durch und lässt sie von ihm bewerten. Dem
Artikel zufolge sollten die Streitkräfte der Ukraine auf 85.000
Soldaten beschränkt werden. Beschränkungen sollte es auch bei den
ukrainischen Panzern und Waffen geben. In dem Artikel war auch zu
lesen, auf welche Gebiete die Ukraine hätte verzichten müssen und
wie die Einhaltung des Friedens sichergestellt werden sollte. Auch
darauf gehen Deisinger und Bühler ein. Der Ex-Nato-General kommt zu
dem Schluss, dass die Ukraine den Vertrag nicht unterschreiben
konnte. Sie hätte seiner Meinung nach einem "Diktatfrieden"
zugestimmt.

Natürlich spielt in dieser Folge auch die aktuelle Lage eine Rolle.
So haben die Ukrainer davon gesprochen, sie hätten die Brückenköpfe
bei Cherson auf der russisch besetzten Seite des Dnepr ausbauen
können. Bühler führt aus, warum er daran Zweifel hat. Außerdem geht
er auf die Folgen der ukrainischen Angriffe mit Langstreckendrohnen
ein. Damit seien Industrieanlagen und Öl-Depots unter anderem in
St. Petersburg und Kursk getroffen worden. Russland habe eine
sechsmontige Sperre für den Export von Öl-Produkten verhängen
müssen. Bühler erklärt in dieser Folge auch, warum er den von
Großbritannien vorgeschlagenen Ringtausch für nicht durchdacht
hält. Die Briten wollten von Deutschland Taurus-Systeme. Dafür
hätte London an Kiew Storm-Shadow-Marschflugkörper geliefert.
Bühler bewertet außerdem die Forderungen von Papst Franziskus nach
Verhandlungen.

Häufig stellen Hörerinnen und Hörer die Frage, warum in diesem
Podcast auch gegensätzliche Meinungen von Politikern wie Michael
von der Schulenburg und Sahra Wagenknecht oder den Generälen Harald
Kujat und Erich Vad thematisiert werden. Dazu beziehen Deisinger
und Bühler in dieser Folge etwas ausführlicher Stellung. Deisinger
zufolge ist der Podcast ein Angebot zum Diskutieren. Er solle
helfen zu verhindern, dass jeder nur in seiner Bubble lebe. Bühler
bekräftigt, dass er zu diesem Konzept stehe.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie
an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an
unter 0800 637 37 37.
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