#200 Lässt der Kampfeswille der Ukrainer nach?

#200 Lässt der Kampfeswille der Ukrainer nach?

vor 2 Jahren
In dieser Folge sprechen Deisinger und Bühler mit Lars. Der Deutsche engagiert sich in der Ukraine nahe der Front, verteilt Essen und Medikamente. Er stellt fest, dass sich die Stimmung seit dem Sommer verändert hat.
54 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In der inzwischen 200. Folge schalten Tim Deisinger und der frühere
Nato-General Erhard Bühler nach Kramatorsk. Dort engagiert sich
Lars für die Organisation "Universal Aid Ukraine". Er hat seinen
Job in Deutschland gekündigt. Jetzt verteilt er in der Ukraine in
Frontnähe Essen und Medikamente. Dabei fährt er durch Dörfer, die
von der Versorgung abgeschnitten sind, kommt mit vielen Zivilisten
und Soldaten ins Gespräch. Lars sagt, bis letzten Sommer sei die
Stimmung gut gewesen. Die Ukrainer hätten einen starken
Kampfeswillen gehabt. "Das lässt massiv nach", so der Deutsche. In
dieser Folge schildert er ausführlich, was ihm die Ukrainer sagen
und wie der Alltag in Kramatorsk und in den umliegenden Dörfern
ist.

Wer sich über die Hilfsorganisation informieren oder spenden will,
findet auf der Internetseite alle relevanten Fakten:
https://www.universal-aid-ukraine.org/

Deisinger lässt Bühler auch wieder die aktuelle Lage im Krieg
bewerten. Die Führung in Moskau lässt russische Freischärler in
russischen Dörfern in der Region Kursk und Belgorod bombardieren.
Die Freischärler planen auch einen Marsch Richtung Moskau. Für
Bühler ist das "Propaganda", das werde ihnen nicht gelingen. Bühler
erklärt aber, warum die Freischärler für die russische Führung
dennoch zu einem großen Problem werden. Außerdem bewertet der
Ex-Nato-General die Ankündigung des russischen
Verteidigungsministers Sergei Schoigu, für den Dnipro einen neuen
Marine-Verband aufzustellen. Wie soll der Verband arbeiten und was
hat er für Aufgaben? Dann erklärt Bühler, wo die Ukrainer überall
schon massiv Stellungen zur Verteidigung ausgebaut haben. Weiterhin
schaut er auf die russischen Luftangriffe unter anderem auf Kiew,
bei denen zwei Iskander-Raketen eingesetzt worden sind.

Ein Thema in dieser Folge ist das jüngste Ramstein-Treffen. Dem
Format gehören mehr als 50 westliche Staaten an, die sich offiziell
als Kontaktgruppe für die Verteidigung der Ukraine
zusammengeschlossen haben. Die Initiative Tschechiens zur
Beschaffung von Munition nimmt Fahrt auf. Deutschland hat Munition
und militärische Ausrüstung in einem Umfang von einer halben
Milliarde Euro zugesagt. Die Bulgaren wollen 100 Schützenpanzer
liefern. Griechenland verspricht 70 Artilleriegeschütze. Außerdem
wurde im Umfeld der Konferenz bekannt, dass Rheinmetall in der
Ukraine vier Rüstungsbetriebe bauen will. Deisinger fällt trotzdem
auf, dass die Reaktion der Ukraine auf die zugesagte Hilfe
verhalten ausfällt. Woran liegt das?

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie
an general@mdraktuell.de oder rufen Sie
kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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