#205 Bundeswehr: Die Zeitenwende an einem kritischen Punkt

#205 Bundeswehr: Die Zeitenwende an einem kritischen Punkt

vor 2 Jahren
Die "Zeitenwende" bei der Bundeswehr läuft - aber schleppend. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, die Bundeswehr brauche deutlich mehr Geld. Deutschland müsse in diesem Jahr zeigen, dass man es ernst damit meine.
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In dieser Folge geht es um die Ausstattung der Bundeswehr und die
Ausgaben für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Schon jetzt
ist klar: Mit dem Sondervermögen von über 100 Milliarden Euro wird
es nicht getan sein. Nach einem Zeitungsbericht ist das Geld
inzwischen fast zu 100 Prozent verplant. Wie also steht es um die
sogenannte "Zeitenwende"? Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt dazu,
dass man derzeit zahlreiche Versäumnisse aus der Zeit vor dem
Ukraine-Krieg aufholen müsse. Und da werde man von den aktuellen
Ereignissen immer wieder überholt. Die Zeitenwende stehe an einem
kritischen Punkt. Noch in diesem Jahr müssten Entscheidungen
getroffen werden, um zu zeigen, dass man es mit der Zeitenwende in
Deutschland ernst meine. Die Bundeswehr brauche deutlich mehr Geld.
Mit zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung
werde es künftig nicht getan sein. Was also muss geschehen?

Außerdem geht es um die Frage, wie viele Hilfen Deutschland für die
Ukraine geleistet hat. Kanzler Scholz spricht von insgesamt 28
Milliarden Euro. Ein CDU-Politiker will nachgerechnet haben, dass
bisher nur zehn Milliarden Euro geflossen sind. Wer hat Recht?
Bühler hat eine Vermutung. Und er sagt, Deutschland habe weit
weniger als viele andere Länder an Unterstützung geleistet, wenn
man die Hilfen ins Verhältnis zur wirtschaftlichen Stärke
setze.

Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die russische Armee hat erneut
schwere Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine
durchgeführt. Die Ukraine stehe vor einem Dilemma, weil sie nicht
genug Flugabwehr habe, so Bühler. In dem Zusammenhang geht es
darum, wie viel die Unterstützer noch liefern könnten in dem
Bereich. Am Boden gibt es verschiedene Angriffsschwerpunkte der
russischen Armee, teils mit geringen Geländegewinnen. Bühler
vermutet, dass es das Hauptziel der Russen ist, im Bereich
Awdijiwka/Bachmut einen Durchbruch zu erzielen.

Im zweiten Teil des Podcasts beantwortet Bühler eine ganze Reihe
von Hörerfragen, unter anderem zu diesen Themen: Was wurde aus der
Wagner-Gruppe? + Bündnispartner und die Geheimhaltung + Die
Verteidigungsfähigkeit Deutschland und das Grundgesetz

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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