#211 Die Kommunikations-Pannen der Ukraine

#211 Die Kommunikations-Pannen der Ukraine

vor 2 Jahren
Aussagen des Vizechefs des Ukraine-Militärgeheimdienstes, Skibitsky, lassen aufhorchen. Er wurde teils so interpretiert, dass er eine Niederlage der Ukraine für unvermeidlich hält. Bühler sieht Kommunikations-Fehler.
51 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In dieser Folge beschäftigen sich Moderator Tim Deisinger und
Ex-Nato-General Erhard Bühler mit Aussagen des Vizechefs des
ukrainischen Militärgeheimdienstes, Vadym Skibitsky. Er hat der
britischen Zeitung "The Economist" ein Interview gegeben, die
daraus einen Artikel mit direkten und indirekten Zitaten gemacht
hat. Die Aussagen wurden teils so interpretiert, dass Skibitsky
eine militärische Niederlage der Ukraine für unvermeidlich hält und
für ihn Friedensverhandlungen die einzige Lösung sind. Bühler hält
die Wirkung, die dieser Artikel entfaltet hat, für ein Desaster:
"Auf jeden Fall sollte die Ukraine ihre strategische Kommunikation
in den Griff bekommen." Dem Ex-Nato-General zufolge reiht sich
dieser Fehler in eine ganze Reihe von ukrainischen Pannen ein.
Bühler geht aber auch auf Skibitskys Argumente ein und erklärt, für
wie wahrscheinlich er eine ukrainische Niederlage wirklich
hält.

Deisinger und Bühler schauen weiterhin auf die aktuelle Lage.
Bühler zufolge versuchen die Ukrainer in Tschassiw Jar so lange wie
möglich durchzuhalten, weil das Gelände für die Verteidigung sehr
günstig sei. Außerdem erklärt er, wo die Ukrainer Möglichkeiten für
Gegenangriffe haben. Zu sprechen kommt er auch auf den 9. Mai, an
dem Russland seinen Sieg über Hitler-Deutschland feiert. Gibt es
Hinweise darauf, dass die Ukrainer rund um diesen Tag einen
Großangriff planen, zum Beispiel auf die Krim? Außerdem ordnet
Bühler die Übung der russischen taktischen Nuklearstreitkräfte ein,
die Russlands Präsident Wladimir Putin selbst angeordnet haben
soll. Dabei erklärt der Ex-General, wie die Nato mit solchen
Drohungen umgeht und ab welchem Punkt man sich Sorgen machen
sollte. Bühler geht weiterhin auf die Aussagen des französischen
Präsidenten Emmanuel Macron und des polnischen Außenministers
Radosław Sikorski ein, die beide Bodentruppen in der Ukraine nicht
ausschließen. Bühler zufolge sollte die Nato solche Gedankenspiele
nur hinter verschlossen Türen veranstalten.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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