#212 Bundeswehr: Zeitenwende vs. Beschaffungsbürokratie

#212 Bundeswehr: Zeitenwende vs. Beschaffungsbürokratie

vor 2 Jahren
Viele Bundeswehr-Beschaffungen müssen vom Bundestag quasi doppelt abgesegnet werden. Das kostet viel Zeit. Bühler ist deshalb für die Abschaffung der "Parlamentsschleife". Und: Nordkoreanische Soldaten in der Ukraine?
1 Stunde 3 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In dieser Folge beschäftigen sich Moderator Tim Deisinger und
Ex-Nato-General Erhard Bühler mit der Frage, ob Deutschland es
schafft, Rüstungsvorhaben zu beschleunigen und zu
entbürokratisieren. Gerade jetzt in Zeiten des Ukraine-Kriegs wird
klar, dass Veränderungen dringend notwendig sind. Bisher müssen
alle Rüstungsprojekte, die 25 Millionen Euro überschreiten, die
"Parlamentsschleife" drehen. Der Haushaltsausschuss muss jedem
einzelnen Projekt noch einmal gesondert zustimmen. Das ist in
keinem anderen Ressort der Bundesregieurng so. Bühler erklärt, wie
sich dieser Prozess beschleunigen lässt. Außerdem hat er eine
hochspannende Erklärung dafür, warum sich die Verteidigungsminister
bei Rüstungsvorhaben bisher vor Reformen "gedrückt" haben.

Auf die aktuelle Bodenoffensive der Russen in der Region Charkiw
konnten Deisinger und Bühler noch nicht schauen, da während der
Aufzeichnung darüber noch nichts bekannt war. Dennoch gibt es sehr
interessante Entwicklungen, auf die beide in dieser Folge eingehen.
So stellt Bühler fest, dass die Ukraine bei der Abwehr von
russischen Drohnen deutlich erfolgreicher sei als bei der Abwehr
von Raketen und Marschflugkörpern. Woran liegt das? Weiterhin
berichtet der Ex-Nato-General auch von ukrainischen Gegenstößen,
die es weiterhin gebe. Um eine größere Offensive zu starten,
fehlten der Ukraine aber "die Mittel und die Munition". Gleichwohl
stellt Bühler fest, dass die ATACMS-Raketen der Amerikaner den
Krieg verändern. Dafür nennt er mehrere Beispiele.

Natürlich beantwortet Ex-Nato-General Erhard Bühler wieder viele
interessante Hörer-Fragen, unter anderem:

Welchen Erkenntnisgewinn haben die Russen durch die
erbeuteten westlichen Waffen?

Stellt Nordkorea den Russen neben Raketen und Artillerie auch
Soldaten zur Verfügung?

Wird die Droge Pervitin zum Aufputschen von Soldaten heute
noch in Kriegen eingesetzt?

Werden Ukrainer und Russen nach dem Krieg wieder
wirtschaftlich zusammenarbeiten können?



Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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