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Beschreibung
vor 2 Jahren
Der Nato-Gipfel hat Positives für die Ukraine gebracht – aber auch
eine Enttäuschung. Das Treffen ging ohne Einladung an die Ukraine
zur Mitgliedschaft zu Ende. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger
und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, wie nah beziehungsweise
wie fern die Ukraine einer Nato-Mitgliedschaft ist. Und welche
Rolle Frieden spielt, wenn es mit Plänen für eine Mitgliedschaft
konkret werden sollte. Bühler sieht einige positive Aspekte nach
dem Gipfel. Zum einen hat die Ukraine weitere Zusagen für Waffen-
und Finanzhilfen bekommen. Die Unterstützung soll auch dann
sichergestellt werden, wenn Donald Trump die Präsidentschaftswahl
im November gewinnen sollte. Trump hatte sich wiederholt ablehend
zu den Ukraine-Hilfen geäußert. Kritisch merkt Bühler nach dem
Nato-Gipfel an: Um die russischen Luftangriffe einzudämmen, müsse
die Ukraine noch mehr Rechte bei der Nutzung von weitreichenden
westlichen Waffen im Hinterland der Front und auch in Russland
erhalten. Die Regelungen seien nicht einheitlich und
verwirrend.
Am Rande des Gipfels wurde in Deutschland viel diskutiert. Grund
sind US-Pläne, ab 2026 unter anderem Marschflugkörper des Typs
„Tomahawk“ in Deutschland zu stationieren. Bühler hält die
Stationierung für nachvollziehbar. Es handle sich um eine
Gegenmaßnahme zur Abschreckung, nachdem Russland ähnliche Systeme
im Oblast Kaliningrad stationiert habe. Und es gehe um eine
temporäre Stationierung, bis sich Europa selbst verteidigen
könne.
Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Russen greifen
weiter an vielen Orten entlang der rund 1.300 Kilometer langen
Front an, ohne das nennenswerte Vorstöße gelingen. Heftig sind die
Kämpfe bei Charkiw. Dort haben die Russen bei ihren Angriffen hohe
Verluste erlitten. Und: Die russische Schwarzmeerflotte ist
offensichtlich nicht mehr auf der Krim stationiert.
Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den
23. Juli 2024 geplant.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder
rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
eine Enttäuschung. Das Treffen ging ohne Einladung an die Ukraine
zur Mitgliedschaft zu Ende. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger
und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, wie nah beziehungsweise
wie fern die Ukraine einer Nato-Mitgliedschaft ist. Und welche
Rolle Frieden spielt, wenn es mit Plänen für eine Mitgliedschaft
konkret werden sollte. Bühler sieht einige positive Aspekte nach
dem Gipfel. Zum einen hat die Ukraine weitere Zusagen für Waffen-
und Finanzhilfen bekommen. Die Unterstützung soll auch dann
sichergestellt werden, wenn Donald Trump die Präsidentschaftswahl
im November gewinnen sollte. Trump hatte sich wiederholt ablehend
zu den Ukraine-Hilfen geäußert. Kritisch merkt Bühler nach dem
Nato-Gipfel an: Um die russischen Luftangriffe einzudämmen, müsse
die Ukraine noch mehr Rechte bei der Nutzung von weitreichenden
westlichen Waffen im Hinterland der Front und auch in Russland
erhalten. Die Regelungen seien nicht einheitlich und
verwirrend.
Am Rande des Gipfels wurde in Deutschland viel diskutiert. Grund
sind US-Pläne, ab 2026 unter anderem Marschflugkörper des Typs
„Tomahawk“ in Deutschland zu stationieren. Bühler hält die
Stationierung für nachvollziehbar. Es handle sich um eine
Gegenmaßnahme zur Abschreckung, nachdem Russland ähnliche Systeme
im Oblast Kaliningrad stationiert habe. Und es gehe um eine
temporäre Stationierung, bis sich Europa selbst verteidigen
könne.
Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Russen greifen
weiter an vielen Orten entlang der rund 1.300 Kilometer langen
Front an, ohne das nennenswerte Vorstöße gelingen. Heftig sind die
Kämpfe bei Charkiw. Dort haben die Russen bei ihren Angriffen hohe
Verluste erlitten. Und: Die russische Schwarzmeerflotte ist
offensichtlich nicht mehr auf der Krim stationiert.
Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den
23. Juli 2024 geplant.
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