Schlaf- und Wachphasen bei Babys – Inklusive Tabelle

Schlaf- und Wachphasen bei Babys – Inklusive Tabelle

Und warum Wachphasen für den Babyschlaf entscheidend sind Diese kleinen täglichen Pausen, in denen Dein Baby sein Nickerchen macht, sind super, um selbst einmal durchzuatmen. Doch mindestens genauso wichtig sind die Phasen,
17 Minuten

Beschreibung

vor 5 Jahren





Mein Podcast zum Thema Was ist eine Wachphase?

Als Wachphase bezeichnet man den Zeitraum
zwischen dem Aufwachen und dem nächsten
Schläfchen am Tag. Dazu gehört sowohl das
Füttern, Spielen als auch die Bettgehroutine.


Bei den zeitlichen Angaben beziehe ich mich auf
folgende
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32087408/ In
dieser Publikation findest Du Forschungsergebnisse zur
durchschnittlichen Anzahl an Schläfchen und Dauer des
gesamten Tagschlafs. Hieraus lassen sich die genannten
Empfehlungen zu Wachzeiten ableiten.



Wie lange sollte die Wachphase sein?

Die Wachphasen sind abhängig vom
Alter der Kleinen – du kannst die
empfohlenen Zeiten in der Tabelle ablesen. In der
Regel sollte die Wachphase je nach Alter in der
angegebenen Range liegen. Jedoch ist jedes Kind
anders, daher sieh die Zeiten bitte nicht als fixe
Angaben, sondern Werte zur
Orientierung. Sie sollen Dir dabei helfen,
die richtige Länge der Wachphasen für Dein Baby zu
finden.
ALTER DEINES
KINDESEMPFOHLENE LÄNGE DER
WACHPHASEANZAHL DER SCHLÄFCHEN AM
TAGGESAMTDAUER DER
TAG-SCHLÄFCHEN0-3 Monatemax. 1,5
Stundenvariabel5 – 8 Stunden4. Monat1,5 – 2
Stunden3-4
3 – 5 Stunden5-7 Monat2 – 3 Stundenca. 32 – 4,5
Stunden8-13 Monat3 – 4 Stunden22 – 4 Stundenab 14
Monate4 – 6 Stunden1-22 – 3 Stunden

Die erste Wachphase des Tages

Die ideale Länge der ersten Wachphase ist abhängig vom
Alter Deines Babys und verändert sich laufend mit
zunehmendem Alter. Die erste Wachphase des Tages
sollte nicht zu kurz sein,
vor allem, wenn Dein Baby immer früh aufwacht,
denn eine zu kurze erste Wachphase kann
das frühe Aufwachen begünstigen.


Wenn Dein Baby also ein Frühaufsteher ist und schon
nach kurzer Zeit wieder müde ist, versuche die erste
Wachphase des Tages in kleinen Schritten
zu verlängern. Das kannst Du tun, indem Du
einen kleinen Spaziergang machst und dabei in
Interaktion mit Deinem Baby bleibst (damit es nicht
einschläft), besondere Spielsachen rausholst oder mit
Deinem Baby durch die Wohnung tanzt. So kannst Du die
erste Wachphase Tag für Tag in kleinen Schritten etwas
mehr ausdehnen.
Kurze Wachphasen in den ersten Monaten

„Ich erinnere mich noch so gut daran, als meine
Erstgeborene ein kleines Baby war und ich nicht glauben
konnte, dass sie nach schon einer Stunde
Wachsein wieder müde ist. Daher suchte
ich nach anderen Gründen für ihre Unruhe „Sie hat
sicher wieder Hunger!“, „Vielleicht Schmerzen?“ oder
wenn ich es mir nicht anders erklären konnte, kam mir
der Satz „So ist das eben mit
Babys“ in den Sinn.

Heute weiß ich: Vor allem bei den Kleinsten sind die
Wachphasen sehr kurz und wenn man sie zu lange wach
hält, kann Unruhe und Weinen ein Zeichen
für Übermüdung und Überstimulation sein.“
Victorias Erfahrungen

Für ein Neugeborenes bedeutet eine Stunde Wachsein:
trinken, in der Gegend herumschauen, Geräusche
wahrnehmen, Gesichter anschauen und ganz viel Neues
entdecken. All diese Dinge sind für die Kleinen
viel, es strengt sie an und
ermüdet sie.


Aus diesem Grund solltest Du Dich nicht dazu verleiten
lassen, Dein Kleines zu lange wachzuhalten. Wenn Dein
Baby übermüdet ist, produziert der Körper eine hohe
Menge des Stresshormons Cortisol.
Dieses Hormon putscht Dein Kleines auf. Eine zu lange
Wachphase kann demnach auch dazu führen, dass Dein Baby
schwer in den Schlaf findet und Tagschlafphasen
kurz werden. Das wiederum führt dazu, dass die Kleinen
übermüdet sind, schlecht trinken
und unruhige
Nächte bevorstehen.


-> Lies auch: Müdigkeitsanzeichen – erkenne Babys
Signale
Zeit fürs Bett: Die letzte Wachphase vor dem
Schlafengehen

Die Länge der letzten Wachphase des Tages, also die
Zeit nach dem letzten Tagschlaf bis zum abendlichen
Zubettgehen, hat eine besondere Bedeutung. Sie kann
einen Einfluss darauf haben, wann Dein Baby am nächsten
Morgen aufwacht.
Stichwort: Übermüdung! Diese
führt nämlich in vielen Fällen dazu, dass Babys unruhig
schlafen und am nächsten Morgen früh aufwachen. Da die
ideale Länge der letzten Wachphase vor dem Zubettgehen
sehr individuell ist, achte hier ganz besonders auf die
Müdigkeitsanzeichen in Kombination
mit altersgerechten
Wachphasenlängen.


Vielleicht hast Du aber den Satz im Ohr „Bring Dein
Baby abends später ins Bett, dann schläft es auch
länger!“ Dieser Mythos ist leider weit verbreitet, was
vermutlich an
dem Irrglauben liegt, dass
Babys nicht viel Tagschlaf brauchen. Diese
Aussage muss man jedoch differenziert betrachten, das
heißt je nach Alter des Babys. Es gibt in der Tat
Situationen, in denen es sinnvoll ist, Dein Baby noch
etwas wachzuhalten.



Altersgerechte Wachphasen bei Babys Wachphasen bei
Babys 0-3 Monate

Die empfohlene Länge der Wachphasen bei Babys bis
zum 3ten Lebensmonat liegt bei maximal
1,5 Stunden. Das überrascht viele,
besonders frisch gebackene Eltern können es häufig
gar nicht glauben , dass schon wieder Schlafenszeit
für das Kleine ist. Oft werden Neugeborene
dann zu lange wachgehalten.
Von einem auf den anderen Moment wird das Baby dann
super unruhig und weint. Eltern versuchen dann
häufig andere Gründe für die Unruhe zu finden und
ordnen sie im ersten Moment gar nicht der Müdigkeit
zu – weil das Baby doch „gerade erst“
geschlafen hat.


Wenn Du schon mehrere Beiträge von mir gelesen
hast, weiß Du, dass ich in meinem LaLeLu
Babyschlafkurs den Fokus insbesondere auf
den präventiven
Babyschlaf lege, also darauf, von
Beginn an gute Schlafgewohnheiten zu fördern und zu
unterstützen. Dazu zählt unter anderem, dass Du die
Müdigkeitsanzeichen Deines Babys erkennst,
verstehst und darauf reagieren kannst. Vor allem in
der Neugeborenen-Zeit ist das enorm wertvoll.


Wachphasen bei Babys im 4ten Monat

Ab diesem Alter kann es zur Schlafregression, also
zur Veränderung des
Schlafverhaltens, kommen. Babys entwickeln ab
dem vierten Monat einen Schlafrhythmus mit festen
Schlafzyklen in mehreren Phasen. Diese Umstellung kann
für Schlafherausforderungen sorgen. Dein Baby wacht
wahrscheinlich öfter auf und schläft schlechter wieder
ein.


Tagsüber sollte Dein Kind insgesamt etwa 3-5 Stunden
über 3-4 Nickerchen verteilt schlafen. Die empfohlene
Länge der Wachphasen liegt bei ca. 1,5-2
Stunden.
Wachphasen bei Babys 5-7 Monate

In diesem Alter können Babys nachts
bereits länger am Stück schlafen,
viele werden nur 1-2 Mal wach,
weil sie Hunger haben, oder schlafen sogar durch.


Tagsüber findet der Wechsel von 4 zu 3
Schläfchen statt.
Die Wachphasen sind etwa 2-3 Stunden
lang und Dein Baby schläft tagsüber
insgesamt ca. 2-4 Stunden.
Wachphasen bei Babys 8-13 Monate

Im 8ten Monat macht Dein Baby einen großen
Entwicklungssprung und es kann wieder
zur Schlafregression kommen.
Auch Trennungsangst und schmerzende
Zähne können für unruhige Nächte sorgen.
Viele Kinder müssen in diesem Alter
jedoch nachts nicht mehr
gefüttert werden.


Wenn es auf den ersten Geburtstag zugeht, kommt noch
die Angst, etwas zu
verpassen hinzu. Wenn Dein Baby nicht
schlafen will, bedeutet dass nicht, dass es nicht müde
genug ist. Es will spielen und auf keinen Fall die
vielen spannenden Dinge verpassen, die um es herum
passieren.


Dein Kind braucht in diesem Alter in der
Regel nur noch zwei
Tagschläfchen von insgesamt 2-4 Stunden.
Ich empfehle Dir Wachphasen mit einer
Länge von 3-4 Stunden bei Deinem 8 nis 13
Monate altem Baby.
Wachphasen bei Babys ab 14 Monate

Ältere Babys schlafen oft schon durch oder zumindest
längere Phasen am Stück. Und auch tagsüber brauchen sie
weniger Schlaf. In diesem Alter kannst Du
probieren von zwei Schläfchen auf einen
Mittagsschlaf zu wechseln.


Dein Kind braucht ab dem 14ten Lebensmonat etwa 2-3
Stunden Schlaf am Tag. Die empfohlene Länge
der Wachphase beträgt in diesem Alter 4-6
Stunden.
Über den Umgang mit Wachphasen & Schlafdruck

Häufig erlebe ich in meinen Coachings, dass ältere
Babys tagsüber zu früh ins Bett
gebracht werden. Und ich kann das
wirklich sehr gut nachvollziehen, denn wenn die
richtige Wachphasenlänge sich eingependelt hat und Dein
Kleines gut in den Schlaf findet, fällt es umso
schwerer, etwas an diesem Rhythmus zu verändern. Doch
genau das ist jetzt teilweise notwendig.


Wenn Dein Kind beispielsweise 8 Monate alt ist und
nicht länger als 2 Stunden Wachphase zwischen seinen
Schläfchen hat, dann ist diese Phase für das Alter zu
kurz! Dies führt dann häufig dazu, dass
die Tagschläfchen kurz sind
und auch die Nächte unruhig. Doch
woran liegt das?


Das ist eine Folge daraus, dass sich
der Müdigkeitstank Deines
Babys in der kurzen Wachphase nicht auffüllen kann.
Damit baut sich auch nicht genügend Schlafdruck auf.
Einfacher gesagt bedeutet das, dass es wichtig ist:


die ideale altersgerechte Wachphasenlänge im Blick
zu haben &

stetig diese zu verlängern, damit Dein Baby müde
genug aber nicht übermüdet ist.



Und das bitte nicht von heute auf morgen versuchen
umzusetzen, sondern in kleinen
Schritten, mit Geduld und natürlich einem
besonderen Auge auf das Wohlbefinden der Kleinen.


Am Anfang erscheint Dir vielleicht das Erreichen der
richtigen Länge der Wachphase wie eine große, beinahe
unbesiegbare Herausforderung. Lass Dich davon jedoch
bitte nicht erschrecken! Allein die Tatsache, dass Du
dieses Wissen nun im Hinterkopf hast, wird Dir dabei
helfen, herauszufinden, was für Dein Baby am besten
passt. Gib Dir und Deinem Kleinen die notwendige Zeit.



Wie schaffe ich es, dass mein Baby selbstständig
einschläft?


Das erfährst Du Schritt für Schritt in meinen
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