Babyschlaf Mythen No. 2 . Über Wachphasen und die ideale Schlafumgebung

Babyschlaf Mythen No. 2 . Über Wachphasen und die ideale Schlafumgebung

Was sind so typische Mythen zum Babyschlaf, zu denen Du gerne meine Meinung, meine Einschätzung hättest? Zwei Fragen, die mir geschickt wurden, werde ich in der heutigen Folge beantworten.
17 Minuten

Beschreibung

vor 5 Jahren

https://pz0u4p.podcaster.de/download/Babyschlaf_Mythen_2_MASTER.mp3
Mythos Nummer 1

Power Dein Baby nochmal so richtig aus vor
dem schlafen!



Diese Aussage ist sehr häufig! Und das liegt oft an dem
Irrglauben, dass Babys nicht viel Tagschlaf brauchen.


Allerdings muss man da etwas differenzieren. Also je nach Alter
Deines Babys. Es gibt nämlich tatsächlich Situationen, in denen
es sinnvoll ist, Dein Baby noch etwas wach zu
halten. 
Neugeborene

Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, dass ich meinen Fokus
gerade in meinem Babyschlafkursen vor allem auf den präventiven
Babyschlaf lege, also darauf, in den ersten Lebensmonaten, von
Anfang an gute Schlafgewohnheiten zu fördern und zu unterstützen.
Dazu gehört unter anderem, dass Du die Müdigkeitsanzeichen Deines
Babys verstehst und darauf reagierst. Das ist vor allem in der
Neugeborenen-Zeit ganz ganz wichtig. Oft werden die Kleinen
nämlich zu lange wachgehalten. Einfach weil man als Eltern gar
nicht so recht glauben kann, dass es schon wieder Zeit ist für
ein Schläfchen. Und dann bekommt Dein Baby plötzlich einen
hysterischen Anfall und schreit wie verrückt. Hat es Hunger, tut
der Bauch weh? Ich als Erstlingsmama habe auch immer gedacht,
kann doch nicht sein, dass die Kleine jetzt schon wieder schlafen
muss. Also ich habe die Unruhe gar nicht der Müdigkeit
zugeordnet, das war für mich anfangs gar keine Option – weil sie
doch gerade erst geschlafen hat. 
Kurze Wachphasen

Ist doch gerade erst eine Stunde wach! Also musste es Hunger sein
oder sie hatte Schmerzen oder und „so ist das eben mit
Babys“.  Und natürlich kann Weinen und Unruhe
auch ein Zeichen sein, dass Dein Kleines Hunger hat oder
Schmerzen oder oder oder aber es ist (vor allem in Kombination
mit der altersgerechten Wachphase) auch ein klares Zeichen für
Übermüdung und Überstimulation.


Bei einem Neugeborenen z.B. heißt eine Stunde wach sein: trinken
(das ist für ganz Kleine oft auch ermüdend!), rumschauen, auf dem
Bauch liegen, Geräusche und Stimmen hören, neues entdecken. Das
ist viel, das ist anstrengend und genug!
Mehr über Wachphasen

Daher ist es so wertvoll zu verstehen, dass die Kleinsten schnell
wieder müde werden und es NICHT gut ist, wenn sie total auspowern
und übermüden. Dabei hilft das Wissen, die Kenntnis von idealen
Wachphasen, die Du auf meiner Webseite www.kingababy.de unter FÜR
DICH nachschauen kannst. Je nach Alter Deines Babys bekommst Du
dadurch schon mal eine Idee, wo ihr steht. Ob Dein Kleines zu
lang wach ist oder vielleicht sogar Wachphasen ausgeweitet werden
sollten. Das sind natürlich fixen Angaben sondern Empfehlungen,
die ca. Angaben sind und die Dir helfen sollen, die richtige
Wachphasen Länge für dein Kleines zu finden!
Ältere Babys und Kinder

Denn – ich hatte ja schon angedeutet – auch das ist nicht selten.
Vor allem so ab dem 4. Lebensmonat. Ich habe in meinen Coachings,
mit meinen Mamas ganz häufig solche Situationen, in denen die
Kleinen tagsüber zu früh ins Bett gebracht werden. Und ich kann
das so gut nachvollziehen denn wenn es gut klappt, die richtige
Wachphasenlänge sich eingependelt hat, Dein Kleines gut in den
Schlaf findet – genau DANN will man ja nichts verändern. Und es
ist nicht selten, dass Mamas denken „yeay, es hat sich alles gut
eingespielt und klappt“ und just in diesem Moment sich wieder
alles verändert. Mamasein wie es leibt und lebt. Wir haben
ständig die Entwicklung unserer Kleinen im Blick, überlegen neue
Spielideen, gucken, dass sie dem Alter entsprechend gut
ausgelastet sind UND passen die Wachphasen-längen kontinuierlich
an! Das Leben mit Kindern ist voller Veränderungen und da darf
soll muss man mitgehen und das bezieht sich auch auf die
Wachphasen. 


Wenn Dein Kleines also mit sagen wir 8 Monaten nicht länger als
2,5 Stunden zwischen seinen Schläfchen wach ist, dann ist das
eine zu kurze Wachphase für das Alter! Und das führt oft dazu,
dass die Schläfchen kurz sind und die Nächte unruhig.


Warum?


Weil der Müdigkeitstank in Deinem Baby sich in der zu kurzen
Wachphase nicht auffüllen kann und sich nicht genügend
Schlafdruck aufbaut. Wunderbar, mit was für Wörtern ich hier um
mich schmeiße, oder?
Müdigkeitstank und Schlafdruck

Was ich damit sagen will, es ist wichtig:
die ideale Altersgerechte Wachphasenlänge im Hinterkopf zu
haben und diese versuchen anzupeilen damit sich genug Müdigkeit im
Körper Deines Babys ansammeln kann

Neben der Müdigkeit muss sich auch genug (und jetzt noch mal das
Wort aus der Schlafforschung) genug Schlafdruck aufbauen.
 Hier bitte nicht von jetzt auf gleich schnell versuchen,
das umzusetzen!
Mamas „Thrill“

Vor allem im Übergang ist es eine gute Mischung aus müde genug
und nicht übermüdet, und die zu finden (und immer wieder neu zu
finden) ist ein kleiner Thrill des Mamaseins!


Und glaub mir, Du bist damit nicht allein. Alle dürfen mit dem
Mamawerden ganz schnell verstehen, dass eins mit Kindern sicher
ist, nämlich dass sich alles immer wieder ändert!
Mythos Nummer 2

Babys sollen mit Lärm schlafen können!



Also grundsätzlich verstehe ich die Idee dahinter: Das Baby soll
sich daran gewöhnen, dass das Leben um das Baby herum weiter
geht. Es soll auch bei Geräuschen schlafen
können. 


In meiner Welt ist das aber nicht der ganz richtige Weg, denn ich
bin der Meinung, dass der Schlaf heilig ist und es DEN
entscheidenden Unterschied macht, ob das Leben mit Baby und Kind
leicht oder sehr sehr fordern ist. Wenn Babys und Kinder gut
schlafen (und mit gut meine ich nachts mit wenigen bis keinen
Unterbrechungen und tagsüber mit regelmäßigen Schlafphasen) dann
ist das ganze Familienleben ausgeruhter, entspannter und
einfacher. Am Schlaf unserer kleinen Schätze hängt soviel, ich
würde sogar so weit gehen und sagen „Babyschlaf ist heilig“! Und
das heißt dann folglich, bezogen auf die Frage danach, ob man
tagsüber Rücksicht auf ein schlafendes baby nehmen soll: ja, auf
jeden Fall!
Meine Geschichte

Vielleicht kennst Du schon meine Geschichte, den etwas steinigen
Weg hin zu meinem Herzensthema, den
Babyschlaf. 


Als sich nach der ersten schwierigen, vollkommen übermüdeten Zeit
hat sich das Blatt gewendet und wir hatten dank all dessen, was
ich Dir auch in meinen Babyschlaf Kursen beibringe, ein
entspanntes, gut schlafendes, ausgeruhtes Kind und somit waren
wir Eltern das auch. Ich kann mich noch so gut reinführen in
diesen Zeit, wie sich der graue Schleier, der über allem durch
das Schlafdefizit lag auflöste und ich das Mamasein endlich so
genießen konnte…wie ich mir dachte, ach so, die Schlaflosigkeit
muss gar nicht zwangsläufig dazu gehören! Es darf leicht sein,
wir alle dürfen ausgeruht sein – auch wir als frisch gebackene
Eltern! Na, dann ist es ja wirklich vorstellbar, eine
Fussballmannschaft an Kindern zuhause zu haben! Ich war so
beflügelt, so über überglücklich! Damit ist dann auch der
Grundstein für Kingababy gelegt worden. Und vor allem der
Grundstein für den LaLeLu Kurs! Die Fussballmannschsft habe ich
dann allerdings ad acta gelegt. Denn ja, auch wenn die Kleinen
gut schlafen ist es oft sehr herausfordernd als
Mama. 
Bettgehroutine und andere Hilfen

Noch mal zurück zum Mythos, soll man Rücksicht auf ein
schlafendes Kind nehmen: 


Viele Kinder sind vor allem wenn sie älter werden, immer
aufmerksamer, wollen nichts verpassen, haben es schwer,
loszulassen. Genau da macht es einen großen Unterschied, wenn man
die Kleinen etwas abschirmt. Dazu gehört zum einen der Übergang
von Aktion zu Ruhe mit einer Bettgeh-Routine. Zum zweiten, dass
nicht das volle Programm an Aktion weiter zu machen.
 
Ein Beispiel aus meinem Leben

Meine Kleine 2 jährige hat es in der Corona-bedingten Zeit
zuhause oft schwer, mittags zur Ruhe zu finden. Vor allem weil
die Schwester mit ihren 5 Jahren nicht mehr mittags schläft und
die beiden sich vormittags ziemlich aufputschen…da ist alles
spannender als mittags zu schlafen. Daher machen wir folgendes:
alle gehen schlafen,…


Das ist bei kleineren Kindern natürlich nicht immer so leicht,
weil sie viel häufiger am Tag schlafen aber in der Trag z.B. sind
die Kleinen wunderbar abgeschirmt von all den Geräuschen. Und
wenn es noch Geschwisterchen gibt, dann dürfen die auch gerne
lernen, dass – wenn das Baby schläft – nicht laut rumgeschrien
wird. Meiner Meinung nach ist das etwas, was Kinder gerne schon
früh lernen dürfen – darauf, auf andere Rücksicht zu nehmen! Und
die Zeit, in der die Kleinsten ganz oft am Tag schlafen ist ja
sehr begrenzt…das ist nicht ewig so.  
Und jetzt Du, was würdest Du gerne wissen?

Die Möglichkeit, mir Deine Fragen zu schicken hast Du über
Instagram, Facebook oder per Mail an kontakt@kingababy.de. Ich
freu mich immer sehr über Mails und beantworte alle – wenn auch
teils mit etwas Verzögerung, da momentan ja bei mir wie bei allen
die Kinder zu Hause sind und ich somit seltener arbeiten und am
Rechner sitzen kann als normal.
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ideale Schlafumgebung erschien zuerst auf KINGABABY.

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