Baby abends unruhig – Die witching hour / Hexenstunde
Baby abends unruhig - Die witching hour / HexenstundeEine Frage,
die mich oft erreicht, möchte ich heute in den Fokus nehmen. Es
geht um die abendliche Unruhe bei kleinen Babys.
15 Minuten
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vor 5 Jahren
Falls Du nur wenig Zeit hast oder Dich später nochmal mit dem
Thema beschäftigen möchtest, hast Du hier die Möglichkeit, Dir
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Warum sind Babys abends unruhig?
Die abendliche Unruhe bei kleinen Babys: Im Englischen spricht
man auch von der sog. Witching hour – der Hexenstunde (bzw.
Hexenstunden). Etwas übertrieben haben die Amis da mit der
Bezeichnung. Aber tatsächlich sind einige Babys in diesen
abendlichen Stunden wie ausgewechselt und kaum wiederzuerkennen.
Dein Liebling ist dann unruhig und weint? Oder Dein Baby schreit
abends hysterisch? Hier kommen Infos & Tipps zur Hexenstunde.
Das sind die Hauptmerkmale der Hexenstunde:
Wenn ein Baby, was sonst zufrieden ist, aus scheinbar
unerklärbaren Grund in den Abendstunden weint und weint.
Das typische Zeitfenster für diese abendliche Unruhe ist
17-23 Uhr. Eine harte Zeit, in der man als Eltern mit Baby im Arm
zwischen Besorgt-Sein, eigener Müdigkeit und Verzweiflung
wechselt. Alles, was normalerweise hilft: Stillen, Fläschchen,
schuckeln, usw. hilft nur kurz oder gar nicht.
Das Wichtigste vorweg: Du bist nicht allein! Das ist leider
vor allem zwischen dem 1. und 4. Lebensmonat sehr häufig bei den
kleinen Mäusen so.
Aber wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, ich kein Freund
von „so ist es, da musst Du durch“ bin, sondern ich gebe Dir
lieber Hilfen und Ideen an die Hand, wie Du Dein kleines Baby und
Deine Nerven in dieser Witching hour etwas schonen kannst.
5 Tipps für einen entspannten Abend in der Hexenstunde
1. Der Tag beeinflusst den
Abend
Schau Dir Deine Routine an. Sie beeinflusst die Hexenstunde ganz
enorm, denn eins der Hauptgründe der abendlichen Unruhe ist
Überstimulation und Übermüdung!
Das heißt, Dein Baby ist am Abend durch die Eindrücke und
Erlebnisse des Tages erschöpft und ausgelaugt. Hat Dein Baby
ausreichend Schläfchen am Tag gemacht? Achte darauf, dass Dein
Kleines nicht übermüdet ist. Denn übermüdete Babys haben es
schwer – vor allem in den Abendstunden runter zu kommen. Ein
wichtiges Stichwort ist da die Wachphasen–Länge. Halte Dein
Baby am Tag bitte nicht wach, weil es dann vermeintlich nachts
besser schläft. Das ist ein Babyschlaf Mythos.
2. ClusterFeeding während der
Witching hour
Cluster-Feeding ist in dieser Zeit genau das
Richtige! Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und
auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein
wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den
Stillmarathon die Prolaktin-Ausschüttung anregt (Im Volksmund
wird Prolaktin auch das Milchhormon genannt).
Prolaktin ist das Hormon, das bei der Frau die Milchbildung
in der Brust anregt und so dafür sorgt, dass die
Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind
zur Verfügung steht. Cluster-Feeding heisst nicht, dass Deine
Milchproduktion nicht ausreicht!
Fakt ist, dass zum Ende des Tages der Fettgehalt der
Muttermilch etwas abnimmt und die Babys auch deshalb häufiger
an die Brust wollen. Das ist ein normaler Prozess und dadurch
werden die Kleinen auch bei häufigeren Anlegen, dem
Clusterfeeding, dann genug fetthaltige Muttermilch bekommen.
3. Versuch alles, was für Euch
passt
Beruhige Dein Baby so wie es geht in diesen Stunden der
Hexenstunde.
Ich weiss, Du liebst Dein Baby und es ist schwer zu sehen, wie
untröstlich es ist. Es ist nicht Deine Schuld, das ist ganz oft
und sehr verbreitet bei den Kleinsten. Du bist für Dein Baby
da, versuchst es zu beruhigen, gehst in deine Mama-Intuition und
versuchst herauszufinden, was Deinem Baby hilft und was es
schlechter macht (vgl. Übermüdung vs. Routinen).
der Schnuller kann helfen, wenn Dein Baby ihn nimmt.
Geh mit Deinem Baby in der Trage raus. Wenn Du noch andere
Kinder hast und nicht raus gehen kannst, dann wechsel Dich mit
Deinem Partner ab. Du musst da nicht alleine durch. Seid ein Team
und wechselt Euch ab! Rauszugehen, raus aus den eigenen vier
Wänden, wird Dich entspannen und das ist eine wichtige Basis,
denn die Kleinen können uns lesen und wenn wir gestresst sind,
sind sie es auch!
Nutze eine Baby Hängematte, Wippe oder eine Wiege. Auch wenn
ich kein großer Fan davon bin, ein Baby für jedes Schläfchen so
schlafen zu lassen, sind solche Schlafplätze in der Witching Hour
wunderbar. Alles ist prima, wenn es Dein Baby beruhigt und Dir
etwas Entspannung in diesen Stunden gibt.
4. Weniger ist mehr
Vor allem bei Neugeborenen und Stimulation. Sieh es mal so:
9 Monate war Dein Baby abgeschieden in Deinem Bauch. Jetzt ist
alles anders, überall Gesichter, die Dein Kleines bewundern,
helles Licht, viele neue Geräusche, die viel lauter sind als im
Bauch, wo Geräusche abgedämpft waren.
All das Neue kann extrem überstimulierend auf Dein Baby wirken.
Besonders in den Abendstunden. Vor allem für Mehrfach-Mamis ist
das ein Thema, wenn die größeren Geschwister und der Papa zu
Hause sind, der Geräuschpegel steigt, das Abendessen vorbereitet
wird usw. Das Lautstärke und das Gewusel, all die Überstimulation
kann für Dein Neugeborenes schlicht zu viel sein und dazu führen,
dass es in einen Kreislauf des Weinens und Schreiens kommt.
Versuch daher, sowohl Lichter, als auch Lautstärke zu reduzieren.
Kein laufender Fernseher, kein Handybildschirm, lass Dein Baby
lieber nah an Dir oder jemand anderem in der Trage etwas
abgeschieden sein.
5. Hol Dir Hilfe in der
Hexenstunde
Das knüpft genau daran an, denn Hilfe in solch einer Situation zu
holen ist wunderbar! Und es ist nicht schwach, sondern sehr klug,
wenn Du danach fragst. Sicher freuen sich die Oma, Opa, Tante,
Onkel, eine kinderlose Freundin usw. abends mal vorbei zu kommen
und zu unterstützen. Und wenn sie Dein Baby einfach halten,
solange Du einmal um den Block gehst, um wieder einen klaren Kopf
zu bekommen. Ja, Dein Baby weint und ist unruhig. Manchmal kommt
man da als Eltern einfach sehr an seine Grenzen und braucht eine
kleine Auszeit vom Weinen. Ein offener Blick und ein entspannter
Mensch von außen kann in solchen Momenten sehr helfen.
Und manchmal ist es einfach so, dass in diesen unruhigen
Abendstunden nichts klappt. Keine Beruhigung, kein
Clusterfeeding, nichts. Und genau das ist das Mysterium Witching
hour. Eine temporäre schwierige Phase, vergleichbar mit der
sogenannten drei-Monats-Kolik, die auch nicht wirklich erklärbar
ist bzw. oft als Antwort auf Unruhe genannt wird. Auf jeden Fall
sind das extrem herausfordernde, schwere Phasen, die aber
VORBEIGEHEN!
Und dafür ist es gut, wenn Du Dein Baby nun ganz genau
beobachtest – ist es sonst am Tag eher entspannt und nur in den
Abendstunden untröstlich? Dann liegt es höchstwahrscheinlich an
der Witching hour. Wenn Dein Kleines am Tag und in der Nacht
unruhig ist, dann ist die Antwort vermutlich nicht die
Hexenstunde. Dann ist es vielleicht aufgrund von Unwohlsein oder
hängt mit der Routine und dem Schlaf zusammen.
Und genau dann kann ich Dir helfen! Denn in
meinem LaLeLu Babyschlaf Kurs für Dein
Neugeborenes gebe ich Dir Schritt für Schritt Hilfe:
Wie kannst Du Übermüdung vermeiden?
Was machst Du, wenn der Tag total chaotisch ist und keine
Routine erkennbar wird?
Was sind die wichtigsten Schritte, um bereits bei
Neugeborenen Schlaf zu fördern?
Worauf lohnt es sich so sehr, schon von Beginn an zu achten?
Was macht langfristig einen entscheidenden Unterschied? Wie
setzt Du das um?
Du lernst Müdigkeitsanzeichen zu lesen, Wachzeiten zu verstehen,
Dein unruhiges Baby zu beruhigen und eine gesunde
Schlafgewohnheit zu etablieren. Natürlich ohne schreien lassen!
Lust auf noch mehr guten Babyschlaf?
Dann schau doch mal in meinem Baby Blog vorbei. Hier
findest Du einige informative Artikel, die sich rund um den guten
Babyschlaf drehen (oder wie ihr als Familie den guten Babyschlaf
fördern könnt), z.B. „Dein Baby weint im Schlaf?„. Und wenn noch
Fragen offen sind, kannst Du Dich jederzeit bei mir melden.
Kingabay Blog
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