Antonio Krüger (DFKI): "Wir brauchen eigene europäische KI-Modelle!"

Antonio Krüger (DFKI): "Wir brauchen eigene europäische KI-Modelle!"

36 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Antonio Krüger ist ein Mann der Zukunft. Schon als Schüler war er
fasziniert von Science-Fiction-Geschichten über die Welt von
morgen. "Ich habe damals unglaublich viel Stanislaw Lem gelesen",
erzählt Krüger. "Aber auch Asimov ist natürlich klasse. Diese
Robotergesetze, die er damals aufgestellt hat, sind jetzt aktueller
denn je." Diese Faszination für Roboter und KI zieht sich wie ein
roter Faden durch Krügers Karriere. Als Leiter des renommierten
Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI)
treibt er die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in
Deutschland voran. Er sieht große Chancen für Europa, im globalen
KI-Wettbewerb mit den USA und China mitzuhalten. "Wir sind in der
Forschung sehr, sehr gut. Wir wissen, wie man solche Modelle
aufbaut." Allerdings müsse man die Technologie nun auch
gewinnbringend in die Praxis umsetzen. Krüger ist überzeugt, dass
der Schlüssel dafür im deutschen Mittelstand liegt. "Der Trick für
uns in Europa wird sein, wie wir den vielen Mittelständlern,
ermöglichen, KI tatsächlich für sich gewinnbringend einzusetzen."
Dafür müssten europäische Unternehmen eigene KI-Modelle aufbauen,
die nicht nur auf englischsprachigen Daten trainiert sind. "Wir
brauchen eigene europäische Modelle, die auch europäische Werte
verkörpern", betont Krüger. Nur so könne man verhindern, dass die
Technologie zu sehr von amerikanischen Einflüssen dominiert wird.
"Ich bin schon auch ein großer Freund zu sagen, 'lass uns das nicht
nur deutsch, sondern vor allem auch europäisch denken'". Krüger
sieht die großen amerikanischen Technologiekonzerne zwar in Sachen
Skalierung und Kommerzialisierung von KI im Vorteil. "Aber die
echte Kommerzialisierung wird in den Anwendungen passieren." Hier
sei der europäische Mittelstand gut aufgestellt, da er über viele
Weltmarktführer in Nischenbereichen verfüge. Warum es unbedingt
transparente KI-Modelle braucht, erklärt er in der neuen Folge von
"So techt Deutschland". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und
Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an
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