Alexander Graf (Spryker): Ist Livestream-Shopping das Ende von Amazon & Co.?
31 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Jahr
"Der Preis gewinnt immer." Davon ist E-Commerce-Experte Alexander
Graf überzeugt. Der Gründer und CEO des Startups Spryker beobachtet
seit vielen Jahren, wie sich der Handel im digitalen Zeitalter
verändert. Klassische Handelsmodelle stünden vor erheblichen
Problemen, weil die Kosten in Europa immer weiter steigen. "Jedes
Pick & Pack kostet Geld. Je effektiver ich von der Produktion
an den Endkunden komme, je weniger Packschritte dazwischen sind,
desto besser und günstiger wird es sein", sagt Graf im ntv-Podcast
"So techt Deutschland". Doch nicht nur steigende Kosten und
Margendruck setzen den Handel unter Druck. Auch neue Player und
Geschäftsmodelle wirbeln die Branche durcheinander. Graf verweist
auf den Erfolg von Plattformen wie Pinduoduo in China, wo Nutzer
direkt aus dem Video-Feed heraus Produkte kaufen können. "Dieses
'Innerhalb von 10 Sekunden etwas verkaufen' - das verfängt
offensichtlich." Auch Tiktok greift dieses Modell auf und startet
nach Einschätzung von Graf noch im Juni seinen Shopping-Ableger in
Deutschland. Und das könnte großen Einfluss haben. Etablierte
E-Commerce-Player wie Amazon und Zalando seien zwar besser
aufgestellt als der stationäre Handel - doch auch sie müssten sich
komplett neu erfinden und ihre Wertschöpfungsketten radikal
vereinfachen. "Das ist nicht trivial", betont der Experte. "Ich
möchte nicht als Lieferant mein Produkt auf Halde produzieren, zu
Otto oder Zalando schicken und die verkaufen es dann irgendwann."
Am Beispiel Lebensmittel rechnet Graf vor: "Wahrscheinlich wird es
in zehn Jahren günstiger sein, Lebensmittel online zu kaufen als im
Laden." Denn die Lieferinfrastruktur werde immer effizienter. Wenig
überraschend sieht Graf auch den stationären Non-Food-Handel, etwa
Modeläden, unter Druck: "In der Innenstadt, bis der Schuh im
Schaufenster steht und drapiert wurde, haben sehr, sehr viele Hände
dieses Produkt angefasst." Bereits heute kauft er selbst fast alles
online. Läden besucht er nur noch im Urlaub. "Der stationäre Handel
muss aufpassen, dass er nicht irgendwann komplett weggefegt wird."
Kann er überleben? Und wenn ja, wie? Das erzählt Alexander Graf in
der neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben Fragen
für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine
E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter
https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Alle Rabattcodes
und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie
hier: https://linktr.ee/sotechtdeutschland Unsere allgemeinen
Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy.
Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter
https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Graf überzeugt. Der Gründer und CEO des Startups Spryker beobachtet
seit vielen Jahren, wie sich der Handel im digitalen Zeitalter
verändert. Klassische Handelsmodelle stünden vor erheblichen
Problemen, weil die Kosten in Europa immer weiter steigen. "Jedes
Pick & Pack kostet Geld. Je effektiver ich von der Produktion
an den Endkunden komme, je weniger Packschritte dazwischen sind,
desto besser und günstiger wird es sein", sagt Graf im ntv-Podcast
"So techt Deutschland". Doch nicht nur steigende Kosten und
Margendruck setzen den Handel unter Druck. Auch neue Player und
Geschäftsmodelle wirbeln die Branche durcheinander. Graf verweist
auf den Erfolg von Plattformen wie Pinduoduo in China, wo Nutzer
direkt aus dem Video-Feed heraus Produkte kaufen können. "Dieses
'Innerhalb von 10 Sekunden etwas verkaufen' - das verfängt
offensichtlich." Auch Tiktok greift dieses Modell auf und startet
nach Einschätzung von Graf noch im Juni seinen Shopping-Ableger in
Deutschland. Und das könnte großen Einfluss haben. Etablierte
E-Commerce-Player wie Amazon und Zalando seien zwar besser
aufgestellt als der stationäre Handel - doch auch sie müssten sich
komplett neu erfinden und ihre Wertschöpfungsketten radikal
vereinfachen. "Das ist nicht trivial", betont der Experte. "Ich
möchte nicht als Lieferant mein Produkt auf Halde produzieren, zu
Otto oder Zalando schicken und die verkaufen es dann irgendwann."
Am Beispiel Lebensmittel rechnet Graf vor: "Wahrscheinlich wird es
in zehn Jahren günstiger sein, Lebensmittel online zu kaufen als im
Laden." Denn die Lieferinfrastruktur werde immer effizienter. Wenig
überraschend sieht Graf auch den stationären Non-Food-Handel, etwa
Modeläden, unter Druck: "In der Innenstadt, bis der Schuh im
Schaufenster steht und drapiert wurde, haben sehr, sehr viele Hände
dieses Produkt angefasst." Bereits heute kauft er selbst fast alles
online. Läden besucht er nur noch im Urlaub. "Der stationäre Handel
muss aufpassen, dass er nicht irgendwann komplett weggefegt wird."
Kann er überleben? Und wenn ja, wie? Das erzählt Alexander Graf in
der neuen Folge von "So techt Deutschland". Sie haben Fragen
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