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Vollbesetztes Haus bei Esther Schapira und
Georg M. Hafner am 3. März in Saarbrücken, wo
sie aus ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der
Judenstaat so gehasst wird“ lasen. Ihre These: Es ist der über
Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus
deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an
Einfühlungsvermögen. Eine Besserung ist erst mal leider nicht in
Sicht, aber aufgeben ist ja auch keine Option. Das Ziel aber ist
klar, so Esther Schapira: „Ich würde mir wünschen, dass die
Deutschen Israel so entspannt sehen würden wie die Israelis
Deutschland.“

Kaum ein Land regt die Menschen mehr auf als Israel. Der 1948
gegründete Judenstaat polarisiert viele Deutsche. Dabei trifft
man nur selten auf echte und bekennende Antisemiten. Stattdessen
wird gerne rhetorisch gefragt: „Man wird ja wohl noch Israel
kritisieren dürfen?“. Sicher darf man das. Nirgendwo wird
übrigens die jeweilige israelische Regierung heftiger und
polemischer kritisiert als in Israel selbst. Aber woher kommt
dieses Bedürfnis nach „Israelkritik“ und welches Bedürfnis
erfüllt es? Esther Schapira, Abteilungsleiterin Fernsehen beim HR
und der Filmautor und Publizist Georg M. Hafner vertreten in
ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so
gehasst wird“ die These: Es ist der über Generationen
weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher
Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an Einfühlungsvermögen.

Im einzigen demokratischen Staat der Region läuft es genauso gut
oder schlecht wie in anderen Staaten mit Parlament und
Marktwirtschaft. Trotzdem wird der Judenstaat zigmal häufiger
„kritisiert“ – ein Ausdruck doppelter Standards. Man mag diese
oder jene Entscheidung einer israelischen Regierung ablehnen,
aber Israel hat, auch angesichts offener militärischer
Vernichtungsdrohungen durch die palästinensische Hamas und durch
den Iran, einen anderen Umgang verdient. Mehr noch: Hätte es 1933
ein handlungsfähiges Israel gegeben, wäre der Holocaust nicht
durchführbar gewesen.
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„Irgendwas mit Israel - Kein Land regt die Deutschen mehr auf“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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