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Beschreibung
vor 2 Jahren
Zu allen Epochen hatten Wetterkapriolen und Umweltkatastrophen
einen direkten Einfluss auf die Gesellschaften, die unter ihnen
zu leiden hatten. Meistens führten diese Phänomene zu einer
Verknappung notwendiger Ressourcen und damit zu einer
Verschärfung von gesellschaftlichen Trennlinien und
Klassenprivilegien. Manchmal folgten auf große Massensterben aber
auch Phasen großen Überflusses. Als der schwarze Tod im 14.
Jahrhundert große Teile der Bevölkerung Mitteleuropas
dahingerafft hatte, standen den Überlebenden plötzlich große
Mengen an Ressourcen zur Verfügung. Diesem Zeitfenster des
ungekannten Wohlstands verdanken wir auch den Kremser Senf, dem
nun der im Überfluss zur Verfügung stehende Traubenmost zugesetzt
werden konnte und der erst so seinen charakteristischen Geschmack
bekam. Mariella Gittler spricht wieder mit dem Umwelthistoriker
Johannes Preiser-Kapeller über die gesellschaftlichen
Auswirkungen von Wetterextremen und Umweltkatastrophen im
europäischen Mittelalter.
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