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Beschreibung
vor 2 Jahren
Wir sind heute an ein engmaschiges soziales Netz gewöhnt. Doch
bis vor gar nicht so langer Zeit konnten sich Alte, Schwache und
Kranke nicht sicher sein, wie sie über die Runden kamen. Die Idee
einer sozialen Absicherung entstand im Mittelalter, als
karitative Orden, Bürgerspitäler, adelige Stiftungen sowie
Waisen- und Findelhäuser sich derer annahmen, die nicht mehr
selbst für sich sorgen konnten. Altersversorgung oder die
Betreuung von Waisen folgte aber keiner reinen Menschenliebe,
mussten die Betroffenen doch bei ihren Gönnern oft harte Arbeit
verrichten, soweit sie ihnen zumutbar war. Benachteiligt waren
auch unehelich geborene Kinder – bis zu vierzig Prozent des
Nachwuchses kam außerhalb ehelicher Verhältnisse zur Welt. Eine
Podcast-Ausgabe von Mariella Gittler im Gespräch mit dem
Historiker Martin Scheutz.
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