Recht auf Homeoffice - Zukunft oder Irrtum?
vor 5 Jahren
Homeoffice? Für viele, gerade Freiberufler, seit langem Alltag –
für noch mehr Arbeitnehmer jedoch eine neue Erfahrung in
Coronazeiten. Immer mehr internationale Großkonzerne, aber auch
namhafte deutsche Unternehmen, feilen an neuen Konzepten, bei denen
d
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Episode 006
Im Coronajahr 2020 werden seit mehr als einem Jahrzehnt
verfügbare, verlässliche Technologien wie Webkonferenzen
-pandemiebedingt- Alltag vieler Arbeitnehmer im Homeoffice. Und
nun wird in Deutschland ein Arbeitnehmerrecht auf Homeoffice
diskutiert, nachdem sich Unternehmen und Vorgesetzte hierzulande
lange mit dem Thema -im internationalen Vergleich- äußerst
schwergetan haben. Die plakative Headline „Recht auf Homeoffice“
liest sich in Hubertus Heils Gesetzesentwurf wesentlich
moderater, hat jedoch trotzdem eine hitzige Debatte ausgelöst.
Insgesamt sicher eine wichtige Diskussion um moderne,
zukunftsweisende und flexible Arbeitswelten.
Der Blogger Thomas Knüwer hat in „Indiskretion Ehrensache“ das
Thema aufgegriffen und provokativ getitelt: „Größter
Management-Fehler 2020: Der irrige Glaube an das Home Office“.
Dabei hat er den Finger in manche Wunde gelegt und darauf
hingewiesen, wie schlecht vorbereitet auch sehr große Unternehmen
auf das Thema hierzulande waren und sind. Das spricht nicht
per-se gegen flexiblere Arbeitswelten und das Homeoffice, aber
die positiven Erfahrungen vieler Arbeitgeber und Arbeitnehmer in
Corona-Zeiten mit dem „Notinstrument“ Homeoffice sollten nicht
darüber hinwegtäuschen, dass viele notwendigen Hausaufgaben nicht
gemacht sind.
Wenn Hubertus Heil von einem Recht auf zwei Homeoffice-Tagen im
Monat spricht, dann soll diese größere Flexibiltität auch zu
einer besseren Vereinbarung von Beruf und Familie führen und
natürlich macht es manche Situationen einfacher. Das hat aber mit
den medial kolportiertem generellen Recht auf Homeoffice nichts
zu tun. Ohne Abstimmung mit dem Vorgesetzten geht auch künftig
bei Angestellten nichts. Die Hürden für eine generelle Ablehnung
werden aber deutlich erhöht. Fakt ist: Es bleibt ein riesen
Unterschied zwischen der Möglichkeit, ab und zu von zu Hause zu
arbeiten, wenn ein Handwerker kommt oder Kinder krank sind – oder
der täglichen freien Entscheidung: Fahre ich jetzt ins Büro oder
bleibe ich zu Hause?
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