10 Monate Corona-Politik - Bazooka oder Flickenteppich?
vor 5 Jahren
Seit fast 10 Monaten hält die Corona-Pandemie uns in Atem und setzt
die Politik, Virologen und das Gesundheitssystem unter Druck. Am
heutigen 2. November greift der neuerliche 4-wöchige
Lockdown-Light, der als eine Art Wellenbrecher die rapide
steigenden
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Episode 008
Es gab lange nicht mehr eine Krise oder Debatte, die medial so
präsent war. Fast monothematisch wird seit 10 Monaten über die
Corona-Pandemie berichtet und der kommunikative Overkill,
begleitet von einem föderalen Einschränkungs- und
Lockerungs-Duell der Ministerpräsidenten einem aktiven oder
unfreiwilligen Contest der Virologen und sehr lautstark durch
Demonstrationen und Verschwörungstheorien von sogenannten
Querdenkern und Corona-Leugnern. Im Zwischenfazit kann man den
Umgang mit Infektionszahlen und Reproduktionsfaktoren in der
täglichen Kommunikation seit dem Frühjahr durchaus kritisch
sehen. Zu lange fehlten notwendige Bezugsgroßen wie die Anzahl
der durchgeführten Tests. Und auch die massiven,
milliardenschweren Hilfspakete für Unternehmen und
Kurzarbeitergeld beeindrucken einerseits durch schnelles Handeln
der Politik, müssen sich aber auch kritische Stimmen zur
bürokratischen Umsetzung und der Festlegung von
Bemessungsfaktoren gefallen lassen. Denn viele Solo-Selbständige,
Freiberufler und Kulturschaffende fühlen sich im Stich gelassen.
Aber auch die Gastronomie steht mit dem Rücken zur Wand. Immer
lauter werden Stimmen, die sich fragen, warum auf viele Chancen
einer multifunktionalen Corona Warn-App verzichtet worden ist.
Das teure Leuchtturmprojekt rühmt sich zwar größtmöglicher
Datenschutzkompatibilität, verzichtet aber auf jede der vielen
denkbaren Optionen, dem Nutzer –durchaus datenschutzkonform- die
freiwillige Aktivierung von hilfreichen Features oder
Datenspenden zu ermöglichen. Eine faire und konstruktive Debatte
kann und muss also durchaus ein durchwachsendes Fazit ziehen. Mit
Anerkennung für hohes Engagement vieler Beteiligter, und mit
Kritik an einem zu hohen föderalen Reibungsverlust, einem
geringen Digitalisierungsgrad und einer hohen Bürokratie. Waren
wir schlecht vorbereitet oder schlagen wir uns in dieser nicht
vorhersehbaren Ausnahmesituation doch bestmöglich? Eine spannende
Episode, die ein Reinhören unbedingt lohnt!
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